Beiträge von terriers4me

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    Frisch ist es doch? Angeranztes Lachsöl ist nämlich sehr ungesund - aber den strengen Geruch müßtest du eigentlich sofort merken.

    Ansonsten habe ich bei meinen Hunden mit Fischöl immer sparsamer sein müssen als mit Pflanzenöl - das gab tatsächlich deutlich schneller Blähungen und Durchfall. Vielleicht war's bei euch einfach für den Anfang zuviel? Ich füttere auf 7,5 Kilo Hund etwa einen halben Teelöffel Lachs- oder Dorschleberöl, das wird gut vertragen.

    Wenn er nicht zubeißt & der andere ebenfalls Spaß hat, ist das ganz normales Spiel. Meine kleine Hündin, meist die Beute, findet es da immer besonders toll, daß ihre Riesenkumpels sich irgendwann hinlegen und sie dann auch mal würgen darf - heute konnte sie zum Beispiel stolz einen Riesenschnauzer und einen Großen Schweizer Sennenhund "zur Strecke bringen".

    Solange also alle Beteiligten Spaß haben, ist da wirklich alles total im grünen Bereich!

    Hab ich gerade versucht (ich hab das Teil von Anno Großhund noch im Keller, und das mußte ich jetzt wissen) - stimmt!

    Der Unfall-Hund trug aber ein viel feineres Ding (jedenfalls, wenn ich ihm lebendig begegnet bin), das sah eher aus wie die Ketten auf Schauen. Von sowas hätte ich eigentlich jederzeit gewettet, daß es reißt, wenn ein Ende festhängt und sich ein Dobermann-Münsterländer in voller Panik reinschmeißt.

    Mag ja besonderes Pech gewesen sein, aber ich würde es generell nicht wagen, irgendwas am freilaufenden Hund zu lassen, das sich zuziehen kann.

    schnauzermädel
    "Und was hat das nun mit einem Würger zu tun?"

    Lediglich das, daß sich der tief baumelnde Ring verhakt und die Kette sich dann - logischerweise - auf Zug immer fester geschlossen hat. Definitiv ein Unfall, der mit anliegendem Halsband nicht passiert wäre.

    Und daß auch Halsband und Geschirr nicht garantiert sicher sind, kann ja wohl kaum heißen, daß ich deswegen Risiken nicht vermeide, die ich vermeiden kann. Der Hund, den ich zeitweise an einer Kette geführt habe, war im Freilauf übrigens immer "nackt", weil mir das Hängenbleibe-Risiko zu hoch war.

    Würger im Freilauf ist leider alles andere als risikolos - damit hat sich hier im Revier mal ein großer Jagdhundmischling umgebracht. Hat beim Schüffeln den Würger-Ring unglücklich an einer Baumwurzel verhakt und dann so hysterisch gepanikt und getobt, daß er sich trotz verzweifelter Versuche seiner Besitzer, ihn loszukriegen, schließlich entweder erdrosselt oder tödlich am Hals verletzt hat. Genau weiß ich's nicht, ich weiß nur, daß sie ihn erst losbekommen haben, als er bewußtlos war, der TA ihm dann aber nicht mehr helfen konnte.

    Bis dahin dachte ich immer, diese Ketten würden bei genug Zugbelastung reißen - seitdem weiß ich's besser.

    Bei meiner Hündin hat sich diese übermäßige Gefräßigkeit in den 22 Monaten, die sie die Erblindung überlebt hat, leider nie wieder gelegt. Das war bei ihr besonders auffallend, weil sie vor der Erkrankung eine extreme Schlechtfresserin gewesen war - der Hunger war also eindeutig SARDS-bedingt. Elend, weil sie wegen der mit SARDS verbundenen Stoffwechsel- und Leberprobleme auch noch strikt Diät halten und das Kilo, das sie sich am Anfang angefressen hatte,wieder abnehmen mußte.

    Auf der anderen Seite hatte es den Vorteil, daß man sie mit Futter bestens motivieren konnte - das war beim Umgehen-Lernen mit der Blindheit schon sehr hilfreich.

    Vergiß das Wichtigste nicht: Selber gelassen bleiben!

    Klingt einfacher, als es am Anfang ist, ich weiß - ist aber das A und O. Wenn du bei jeder Hundebegegnung krampfhaft deine Riesenaufregung unterdrücken mußt, spürt das der Kleine natürlich und beginnt bald, das Auftauchen anderer Hunde generell als "Alarm!"-Signal einzuordnen.

    Mach dir am besten immer wieder klar, daß wirklich nur ganz, ganz wenige reißende Hunde-Bestien in Welpen-Beschädigungsabsicht unterwegs sind - daß dein Welpe im Hundekontakt aber durchaus auch lernen sollte, auch mal adäquat zurechtgewiesen zu werden. Wenn er also mal quietscht, heißt das nicht gleich "furchtbar schlechte Erfahrung, die ihm erspart werden muß", sondern vielleicht eher "angemessen schlechte Erfahrung, die er genau jetzt braucht". Lernen besteht ja nun mal nicht nur aus positiven Erfahrungen, und zur Sicherheit im Hundeleben ist es eben auch notwendig, verstehen zu lernen, wann andere Hunde: "Schluß jetzt!" signalisieren.

    Wenn du dich noch nicht sicher genug fühlst, beides zu unterscheiden und Hundebegegnungen generell noch eher mit einem mulmigen Gefühl entgegensiehst, würde ich euch unbedingt raten, sowas erstmal in einem geschützten Rahmen und unter Anleitung anzufangen, bis du selber solche Situationen "lesen" kannst - also in einer guten (!)Hundeschule.