Beiträge von terriers4me

    Auch ich wünsche euch sehr viel Kraft für diese schwersten Entscheidungen und Momente mit einem Hund.

    Been there, done that, mit Hund und Pferd - und wie man das durchsteht? Mir hat geholfen, noch einmal tief durchzuatmen und mir ganz bewußt klar zu machen, daß es nicht nur das Beste, sondern auch das Letzte ist, was ich für mein geliebtes Tier noch kann und was ich ihm schulde. Zu wissen, daß mich jetzt völlig auf diese eine Aufgabe und auf den Moment konzentrieren muß, dem Hund Sicherheit geben und meinen eigenen Kummer daher erstmal einfach ausblenden, bis die letzte Schwelle geschafft war - eine Art kurzfristiger Tunnelblick auch als Selbstschutz. Und, vielleicht am wichtigsten: daß ich das eben nicht nur mußte, sondern auch wollte - als letztes Geschenk an jemanden, von dem ich so viel bekommen hatte.

    Das schafft man tatsächlich, sobald es soweit ist, und: Es hilft einem letztlich auch selbst. Wenn der Abschied friedlich war, wenn man da noch einmal helfen und dem Tier Qualen ersparen durfte, werden die Dinge sozusagen "rund" - und das ist im Nachhinein tatsächlich ein großer Trost.

    Ich wünsche dir viel Kraft - aber du wirst sie aufbringen können, auch wenn es dir jetzt noch unvorstellbar scheint.

    Ich weiß ganz genau, daß die Sauen uns beobachten, und zwar aus der Nähe.
    Mein junger Terrier zeigt sie nämlich einmal ganz präzise mit Vorstehen an, und die Gehölze in den Feldern sind so schmal, daß sie nie weit sein können. Zum anderen rieche ich sie selbst mit meiner unzureichenden Menschennase genau: Ein deutlicher Hauch von Maggi, und es ist klar, daß sie wirklich ganz, ganz dicht neben dem Weg liegen müssen.

    Aber ich bin mir inzwischen sicher, daß sie ebensowenig auf Begegnungen erpicht sind wie ich, und den Hund, der das anders sehen könnte, leine ich an solchen Stellen eben mal an - jetzt zur Setzzeit ganz bestimmt!

    Ums Alter an sich brauchst du dir da wirklich keine Sorgen zu machen, wenn das Anreiten anständig gemacht worden ist. Im Idealfall hast du da ein fittes, fast erwachsenes und entsprechend vernünftiges Pferd zum Weiterarbeiten, und das würde ich jederzeit einem zu jung angerittenen vorziehen. Zumal du jede Chance hast, die Zeit über eine höhere Lebensarbeitszeit später sozusagen wieder "reinzuholen".

    Unsere Isländer arbeiten ja sowieso relativ spät, insofern finde ich sechs da eher normal. Ich kenne hier aber auch eine Hannoveranerzüchterin, die ihren Selbstgezogenen erst mit guten vier Jahren angeritten und mit sechs erstmals richtig gerabeitet hat. Da sie mit diesen Pferd schließlich erfolgreich S-Vielseitigkeit gegangen ist, hat dem Großen das offenbar auch nicht geschadet - im Gegenteil!

    Insofern: Wenn die Stute gesund und generell kooperativ ist, würde mich das Alter nicht im Geringsten stören.

    Nein, das war wirklich total niedlich (und übrigens horrorfilm-untauglich am Vormittag...*g*). Dieses Gemurmel kannte ich von Hausschweinen, das klingt, als ob sie sich friedlich und eifrig unterhalten. Daß das eigentlich DIE Schrecksituation schlechthin gewesen war, ist mir erst später klargeworden...

    Wesentlich weniger entspannt war dann übrigens die nächste Begegnung im Herbst, als die zwölfwöchige Nachfolgerin der Blinden plötzlich eine Sau im Maisfeld hochscheuchte, die unmittelbar am Weg gelegen hatte. Da hörte man dann nur dieses wütende "öff!", sah den dicken, dunklen Schmemen wegbrechen - und hinterher den winzigen Terrier, offenbar fest entschlossen, die Milchzähnchen in dieser Superbeute zu versenken.

    Da habe ich dann wirklich einen der lautesten Brüller meiner Hundehalter-Karriere losgelassen, gottseidank mit Erfolg: Das Schwein haute ruckzuck ab, der Welpe war so erschrocken, daß er stoppte und dann zurückkam - aber da haben mir echt die Knie gezittert!

    Eine Rotte von zwei Bachen und elf Ferkeln, sieben Meter vor uns über die Feldstraße wechselnd. Ich bin einfach still stehengebleiben, der blinde Hund war gottseidank an der Leine, auf etwas anderes konzentriert und tat desgleichen. Tag war nieseltrüb, Wind stand von uns weg - und die sehr kurzsichtigen Schweine haben uns offenbar überhaupt nicht bemerkt.

    Sie waren wirklich so nahe, daß wir das Sandknirschen unter den Hufen und dieses Gemurmel hören konnten, mit dem sie sich mit den Ferkeln unterhalten. War eine verblüffende, aber total entspannte Begegenung, obwohl mein Bruder später meinte, die Ferkel hätten sicher alle gefragt: "Darf ich, Mami? Darf ich....?!"