Beiträge von Phantomaus

    Noch jemand mit dem gleichen Problem hier: Meine hat inzwischen zwar grundsätzlich verstanden, wie Platz hinterher aussehen soll, aber sie macht es nur nach längeren Diskussionen, unfassbar langsam und hampelig und auf gar keinen Fall unter Ablenkung. Muss der schwierigste Trick aller Zeiten sein. Aber sie hat auch den Bewegungsablauf nicht richtig raus und krabbelt aus dem Sitz stückchenweise mit den Vorderpfoten nach vorne - das sieht echt mühsam aus. Clickern konnte ich ein ordentliches Platz auch nicht - wenn meine sich freiwillig hinlegt, dreht sie sich vorher im Kreis und knickt dann irgendwie "verbogen" ein.

    Wo es lustigerweise mit dem Platz bei uns ganz okay klappt, ist bei der Zielobjektsuche. Dabei muss der Hund ein gefundenes Objekt mit der Nase antippen - idealerweise im Liegen. Weil ich ihre Abneigung gegen Platz ja kannte, hatte ich das gar nicht verlangt, aber: Wenn das Zielobjekt unter dem Sofa lag, konnte mein Hund plötzlich vorne eine Verbeugung machen und dann hinten einknicken - tadaa, so geht Platz. Leider kann sie das bis jetzt nur bei der Zielobjektsuche "richtig".

    Ich seh's inzwischen gelassen, lass sie nur Platz machen, wenn die Bedingungen günstig sind und behalte ansonsten die Worte einer Hundetrainerin im Kopf, die mir sagte "Wenn's ihr so unangenehm ist - Platz soll ja keine Strafe sein".

    "Mit ins Büro nehmen können" finde ich viel, viel wichtiger als die Frage nach langen Arbeitszeiten. Auch ein Selbstständiger kann nach einem langen Arbeitstag noch gut einen langen Spaziergang oder sonstige Hundebeschäftigung brauchen - das ist einfach ein schöner Ausgleich.

    Mein Hund liegt im Büro locker rum. Mittags gehen wir eine kleine oder mittlere Runde um den Block – wenn ich nicht so viel zu tun habe, auch mal eine etwas längere Trainingsrunde durch die Stadt. Aber ansonsten gibt's keine Action. Und das klappt gut so.

    Wenn der Mann der Threadstarterin keinen Schreibtischjob haben sollte, sondern viel in der Firma unterwegs ist, Kundenverkehr, wuselige Mitarbeiter etc hat, ist das entspannte Rumliegen für einen Hund natürlich nicht so selbstverständlich und muss entsprechend beigebracht werden. Ein "ruhiges" Eckchen nehe bei Herrchen's "Basiscamp", wo niemand Fremdes ungebeten hinkommt, sollte es schon geben. Aber das kann man doch überall finden/einrichten.

    Ich empfehle auch die Suche im Tierheim. Die können Euch auch sagen, welcher Hund am besten in Eure Lebens- und Arbeitssituation passt. Und lasst Euch Zeit bei der Suche – wenn der richtige jetzt noch nicht dabei ist, dann vielleicht demnächst!

    Das Ding ist bei uns nur noch selten im Einsatz, ich habe immer noch das weiche Welpenmodell. Mein Hund findet den Kong natürlich gut, so wie sie alles gut findet, was mit Futter zu tun hat. Aber sie hat nie draufrumgekaut oder dranrumgeleckt. Ihre sehr lästige Taktik, um an das Innenleben heranzukommen: Sie wirft den Kong hoch und frisst, was beim Aufprall rausfällt. Da man ja am besten Matsche einfüllt, ist das eine überproportionale Sauerei.
    Ich hab's auch schon mit gefrorener Matsche versucht – aber wenn beim Aufditschen nichts rausfällt, ist er relativ schnell uninteressant. Oder das Mistding rollt unters Sofa und taut da vor sich hin. Will man auch nicht.

    Für mich also ein Flop. Dem Hund ist alles recht, wo Futter reinkommt, aber für eine Bewertung mit Top reicht's auch nicht.

    Ich würd's mir ja nicht antun... aber das ist Eure Sache und ihr könnt Euren Hund und Eure Anspüche an eine Städtetour am Besten einschätzen. Als Junghund sollte sie natürlich nicht den ganzen Tag auf Trab gehalten werden.

    Amsterdam fand ich jetzt nicht soo trubelig - ist an den beliebten Ecken halt wie an einem Samstagmorgen in der Innenstadt. Für meinen Hund wär das nix, aber andere packen das locker weg. Was wollt ihr denn in der Stadt machen? Museen sind sicher für Hunde nicht erlaubt, Grachtenfahrten etc wahrscheinlich auch nicht. Da bleibt dann nur noch etwas durch die Straßen schlendern, sich einzelne Bauwerke von außen angucken und die meiste Zeit im Park oder im Café sitzen, oder?

    Ich persönlich fände es ja entspannter, dem Herrchen sowas wie einen Tag am Meer/See/Talsperre o.ä. zu schenken. Schönes Picknick mitnehmen und der Hund hat auch was davon.

    Mein Hund kommt öfter mal mit fremden Bällen aus dem Gebüsch gekrochen. Anderer Hund und Halter wie so oft nicht in Sicht. Meine ist ein Retriever, also weich im Maul und die Bälle sind hinterher nicht kaputter als vorher. Wer noch einen braucht oder in meiner Gegend einen verloren hat, Kontaktdaten an mich: Ich sammle dann für Euch.

    Zu einem funktionierenden Bauchgefühl gehört doch immer noch der Aspekt "gesunder Menschenverstand". Und das ist dann doch wieder Kopfwissen. Dieses Wissen kommt ja nicht nur aus "Büchern", das erarbeitet man sich teilweise auch selbst.

    Das erlernte Kopfwissen braucht man vor allem an den Ecken, wo der Hund eben kein Mensch ist und man mit seinen menschlichen Instinkten und einer menschlichen Herangehensweise nicht weiterkommt. Also in Situationen, wo der Hund nicht funktioniert, z. B. weil er Angst hat. Oder in Situationen, wo man nicht an das soziale Gewissen des Hundes appellieren kann, sondern zackig klarstellen muss, was nicht geht. Vieles von dem Kopfwissen hilft auch, nicht zu verweifeln, wenn der Hund querschießt, sondern zu verstehen, wo und wie man erzieherisch ansetzen kann.

    Eine Menge Kopfwissen hat man aber auch als Hundehalter soweit verinnerlicht, dass man es als Bauchwissen empfindet: Nicht in ganzen Sätzen reden, eindeutige Regeln haben, mit begeisterter Stimme loben, immer schön mit Bestärkung arbeiten – die ganze grundsätzliche hündische Lerntheorie dahinter.

    Und überhaupt: Dafür hat man ja seinen Verstand, dass man sich informiert, sich eine Meinung zu den verschiedenen Herangehensweisen bildet. Das man rausfiltert, was man nicht braucht und sich dann für einen Weg entscheidet, der für die eigene Situation am besten passt.
    Das klingt jetzt zwar schwer nach Diplomarbeit, aber im wirklichen Leben läuft das ja nicht so strukturiert, sondern eher nebenbei ab. Eben weil man sich für das Thema "Hund" interessiert.

    Schwierig wird's mit dem Kopf, wenn man diverse Theorien nicht verworfen oder verinnerlicht (also zum Bauchwissen gemacht) hat, sondern unsicher wird und gar nicht mehr weiß, wo's langgeht. Da ist dann der Bauch gefragt, tief durchzuatmen, sich für eine Richtung zu entscheiden und sich damit gut zu fühlen.

    Obstduft war Anfang der Achziger sowieso in allem möglichen enthalten. Ich erinnere mich an Erdbeer-Radiergummis, Erdbeer-Buntstifte und sogar Filzschreiber, wo die unterschiedlichen Farben unterschiedlich rochen. Und auch irgendwelche Spielzeugfigürchen mit bizarrem Fruchtaroma. Da passt die komische Erdbeerfolie, die ich auch nie gesehen habe, schon ins Bild.

    Diese Gerüche konnte man gar nicht wirklich echten Früchten zuordnen, aber man hat gelernt "Das soll Erdbeere sein, das Kirsche und das Apfel". Wo ein Weichmacher war, war auch ein Duft :D. Das muss ein höllengiftiges Zeug damals gewesen sein - ansonsten würde doch heute Spielzeug auch noch nach was riechen... :p

    Das ist immer ein schmaler Grat bei Unsicherheit, wann man versehentlich die Angst bestätigt und wann man die gelungene Umorientierung zum Halter belohnt...

    Mit haben da verschiedene Trainer auch unterschiedliches geraten: Von "in solchen Situationen gar nix bestätigen" bis hin zu "Leckerchen in Serie reinstopfen".
    Für mich bzw. meinen Hund fahre ich jetzt die Linie "Schreckliche Situation hat oft auch ihr Gutes" will heißen: Ein Bus hupt / eine Tür knallt / ein Sack Reis fällt um – ich schmeiß direkt und kommentarlos ein Leckerchen vor ihre Nase. In potentiell "bedrohlichen" Situationen habe ich meist schon eins in der Hand, damit ich schnell sein kann. Habe ich mal keins in der Hand - egal. Guckt der Hund mich in überraschenden Situationen von sich aus an, wo der Anti-Grusel-Keks bleibt :roll: - perfekt, dann kriegt sie was aus der Hand und danach vielleicht noch ein einfaches, kleines Kommando, was ich dann auch noch loben und belohnen kann.

    "Is okay" und beruhigende Worte bringen bei uns gar nichts, deshalb halte ich in Stressituationen die Klappe. Da kann ich sie in Härtefällen, wo auch kein Leckerchen mehr greift, besser "fest in den Arm nehmen", damit sie wieder etwas runterkommt.

    Bei mir ist das umgekehrt. Ich mag erstmal alles, was Fell hat. Natürlich habe ich auch optische und charakterliche Präferenzen, aber ich finde trotzdem die kleinen, fusseligen, überdrehten oder verpennten Viecher von anderen Leuten immer noch auf ihre Art interessant und attraktiv ("Dieser Blick!" "So weiches Fell!" "Was für ein Kasper!" oder "Diese Meerschweine muckeln immer so nett vor sich hin").

    Da muss schon einiges passieren und ein Tier einen fiesen Charakter haben, damit ich diesen einzelnen Vertreter doof und hässlich finde. Oder eine ausgesprochene Qualzucht oder völlig überfettet sein, dann tut er mir leid - aber das hat dann auch mit objektiver Hässlichkeit nichts mehr zu tun.