Beiträge von Phantomaus

    Das setzt natürlich voraus, das man einen Hund hat, der in Angstsituationen Schutz beim Menschen sucht und ansonsten auch gern gestreichelt werden mag. Meine ist da nicht so für, und wenn ich sie in Angstsituationen noch irgendwie befingern würde, würde das bei uns eher Unruhe als Ruhe reinbringen. Meine Hündin ist in solchen Situationen immer nur auf Flucht gepolt. Wenn ich sie dann noch streichelnderweise bedrängen würde, macht mich das noch weniger vertrauenswürdig.
    Da stehe ich lieber gelassen rum, halte die Klappe und warte ab. Und sobald sie mich zur Kenntnis nimmt, gibt's einen Keks und ein nettes Wort. Weil ich ihr erstmal beibringen muss, sich in Angstsituationen an mir zu orientieren. Sonst kriegt sie in ihrer Panik nämlich gar nicht mit, dass da jemand am anderen Ende der Leine hängt, der das alles nicht total zum Fürchten findet.

    Damit möchte ich nicht sagen, dass man grundsätzlich keinen ängstlichen Hund streicheln soll. Nur, dass man das vom Streichelbedürfnis des Hundes abhängig machen sollte. Falls hier Leute mitlesen, die noch dabei sind, herauszufinden, wie sie ihrer Angstnase helfen können.

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    Und einmal dachte ein ältere Dame, mein Hund würde 'Walter' heißen. Das lang aber daran, dass ich Aki im Freilauf darauf aufmerksam machen wollte, dass ich weitergehe und er bitte seinen Hintern in meine Richtung bewegen soll, deswegen hatte ich das Signal 'weeeeeeeeiter' gegeben. Daraus hat die Dame dann eben 'Walter' gemacht (und sie war sichtlich enttäuscht, als ich das dann aufgeklärt habe :lol: ).

    Jep, sowas kenne ich auch:
    Alter Herr: "Ah, der Fips! Den Namen kann ich mir merken! Mein Dackel früher hieß auch so!"
    Ich: "Ich glaube, sie verwechseln uns - das hier ist Jil!
    Alter Herr: "Ach. Ich dachte, sie hätten gerade Fips zu dem gesagt."
    Ich: "Hm? - - - Nee. Ich hab gerade *Sitz* gesagt!"

    Noch eine Frage: Kriegen Hunde (unbedenkliche?) Muskelkrämpfe?

    Jil ist heute nacht aufgewacht und hat etwas planlos rumgehampelt. Da sie offenbar nicht furchtbar dringend aufs Klo musste, habe ich dann doch genauer hingeguckt und festgestellt, dass in unregelmäßigen Abständen ihr einer Oberschenkelmuskel immer mal ein paar Augenblicke zuckte. Der Hund hat dann so ein, zwei Minuten lang versucht, das Zucken "rauszuhopsen" – anders kann ich es gerade nicht beschreiben. Dann war wieder gut, sie hat sich wieder hingelegt, dann nach ein paar Minuten das Ganze von vorn. So sechs-, siebenmal insgesamt. Sie war dabei komplett ansprechbar, also weder weggetreten noch in Panik.

    Kennt das einer?

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    Wie gewöhnt man sich als Frau daran, nachts alleine draußen unterwegs zu sein?

    Wohnst Du in einer "miesen" Gegend, oder ist das mehr ein undefiniertes Unwohlsein im Dunkeln? Falls ersteres: umziehen! Falls letzteres: Halb so wild. Du wirst sehen!

    Erstmal gewöhnt man sich dran. Wenn Du beispielsweise immer um sechs die Runde gehst, ist es ja zum Herbst hin erstmal ein paar Tage dämmrig, bevor es wirklich dunkel ist. Es ist auch ein gefühlter Unterschied, ob man spätnachmittags um sechs läuft als nachts um zwei.

    Dann die Frage, ob es ein Leinenspaziergang oder eine Freilaufrunde sein soll. Für den Freilauf braucht man natürlich ein relativ einsames Gelände, aber für eine Leinenrunde kann man auch an beleuchteten Straßen entlang und durch Wohngebiete schlendern. Du wirst mit Hund schnell die Leute in Deiner Nachbarschaft und die anderen Hundehalter in Deiner Gegend kennenlernen. Ist gar nicht so gruselig draußen, wenn Frau Hoppenstedt gerade noch den Müll rausbringt und da hinten Herr Müller-Lüdenscheid mit seinem Foxi läuft.

    Und wenn Du öfter zur gleichen Zeit die gleiche Runde gehst, wirst Du bald Leute treffen, die auch immer um die gleiche Zeit die Runde drehen. Auf meiner Gassistrecke sind auch ein paar Mädels, die alleine im Dunkeln nicht gern durch Feld und Wald stromern mögen, aber zu zweit ist es für sie kein Problem. Eine von denen hat außerdem gerne eine höllenschwere Monster-Taschenlampe dabei. Schleppt sie rum, falls sie mal jemanden trifft, dem sie eins überbraten möchte. Ist bisher nicht vorgekommen, aber vielleicht auch ein brauchbarer Tipp, um sich sicherer zu fühlen.

    Probier es aus - lauf jetzt schon mal öfter eine Dunkel-Runde um den Block ohne Hund, damit Du kein Problem mehr hast, wenn der Hund mal da ist. Du willst dem Hundchen schließlich ein gutes Vorbild sein!

    Ich bin in keinem Verein, aber ich kenne berufsbedingt das Problem mit den Mitgliederzeitungen.

    Freiwillig schicken nur die Selbstdarsteller Material: Das ist entweder dröge (Ausstellungergebnisse oder sonstige Zahlenwüsten) oder völlig unprofessionell ("Schnuffis erstes Weihnachten"). Dabei kommt also nicht unbedingt das raus, was die Leute interessiert und was sie lesen wollen.

    Damit die Zeitung nicht an den Mitgliedern vorbeischreibt, braucht man unbedingt Leute, die sich bei Vereinsaktivitäten für die Zeitung verantwortlich fühlen, die Fotos machen, mit den Menschen quatschen und hinterher einen Bericht schreiben. Am besten ist dabei ein Redaktionsteam, das Aufgaben, Termine und Themen untereinander verteilt.

    Wenn diese Leute immer wieder als "Journalisten" in Erscheinung treten, werden sie bald auch von Mitgliedern angesprochen und mit Ideen und Themenvorschlägen beglückt. Das Redaktionsteam kriegt dann auch mit, wenn irgendwer was spannendes weiß, ein gutes Seminar besucht hat oder was auch immer. So können sie weitere Themen anstoßen, aus denen sich dann was machen lässt.

    Wenn die "Zeitungsmacher" nicht überall präsent sind, wird so eine Zeitung auch nicht als Mitmach-Medium wahrgenommen. Und dann gibt es kein Feedback von Lesern und wahrscheinlich auch keine Leser...

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    Oder isses Wurst wie warm der Hund is wenns in die Kälte geht?

    Ich würde sagen, das ist bei einem Hund mit dickem Fell nicht so ein Problem. Das isoliert ja im Grunde gegen Wärme und gegen Kälte. Bei einem Hund mit sehr dünnem Fell sieht das womöglich anders aus.
    Wenn es dem Max auf der Fußbodenheizung drinnen zu warm wird, sucht er sich sicherlich selbst ein Plätzchen, das kühler ist - die Möglichkeit hat er ja offenbar in Eurem Flur.

    Außerdem denke ich: Drinnen wird rumgelegen und draußen wird gerannt. Da kommt so ein Hund mit dem Temperaturunterschied schon klar.

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    Das wär mein Traumhund.

    Ja, genau ;-) In meinem Umfeld gibt's da ganz viele von. Hunde, die einfach Hund sein dürfen und die trotzdem ganz gut hören, ohne dass die Halter ständig irgendeinen Zirkus mit denen machen. Meine nicht. In meiner Gegend bin ich die Bekloppte, die Dummytraining, Mantrailing und Co. macht und deren Hund trotzdem immer wieder was noch Spannenderes findet, bei dem ich abgemeldet bin.... "begeisterungsfähig" bedeutet bei meinem Hund übersetzt "ganz schnell abgelenkt".

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    Paco geht sehr gerne spazieren. Er hört ganz toll, ich kann ihn immer abrufen. Ich lasse ihm draussen oft freie Hand, das ist seine Zeit. Er darf buddeln, schnüffeln, mit Hunden spielen, in den Büschen rumrennen etc.

    Das ist doch super und dann hat er ja auch seinen Spaß! Wenn der Hund immer ansprechbar ist, braucht man sich ja wirklich keine Gedanken drum zu machen, mit was man ihn begeistern kann. Dem muss man dann doch nicht auf Teufel komm raus ein "professionelles" Hobby verordnen.

    Zur Herausforderung wird so ein scheinbares Desinteresse ja erst, wenn der Hund immer nur SEIN Ding macht und der Halter und seine Wünsche völlig gleichgültig sind. Dann muss man das erstmal hinkriegen, was Terriers4me schreibt – dass man dem Hund sein eigenes Hobby als Belohnung verkaufen kann.

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    Ich finde dieses "Desinteresse" draußen, was ja eigentlich keins ist, sondern stattdessen Interesse an den "echten" Hundegeschäften statt an menschengemachtem Ersatz, also völlig normal und wundere mich immer, wenn ich hier lese, was unterwegs alles aufgeboten wird

    Naja, ich finde es auch normal, dass der Hund sich draußen selbst amüsieren kann. Meine ist da auch furchtbar eigenständig. Aber ab und an ist es halt wichtig, dass der Hund mit seinem Hundekram mal eben Pause macht und statt dessen macht, was ich von ihm will. Und da ist es schon schön, wenn ich ein As im Ärmel habe, das das Interesse mal wieder auf mich lenken kann.

    Wenn ein Hund allerdings einfach anspruchslos nebenher trottet und nicht pausenlos unbeobachtet Mist macht, ist man natürlich nicht drauf angewiesen, immer mal wieder ein lustiges Spiel, einen leckeren Snack oder eine tolle Aufgabe aus dem Hut zaubern zu können. Aber dann wird es für den Hund auch vollkommen okay sein, ohne Bespaßung auszukommen. Sonst würde er sich doch selbst was einfallen lassen!