Das setzt natürlich voraus, das man einen Hund hat, der in Angstsituationen Schutz beim Menschen sucht und ansonsten auch gern gestreichelt werden mag. Meine ist da nicht so für, und wenn ich sie in Angstsituationen noch irgendwie befingern würde, würde das bei uns eher Unruhe als Ruhe reinbringen. Meine Hündin ist in solchen Situationen immer nur auf Flucht gepolt. Wenn ich sie dann noch streichelnderweise bedrängen würde, macht mich das noch weniger vertrauenswürdig.
Da stehe ich lieber gelassen rum, halte die Klappe und warte ab. Und sobald sie mich zur Kenntnis nimmt, gibt's einen Keks und ein nettes Wort. Weil ich ihr erstmal beibringen muss, sich in Angstsituationen an mir zu orientieren. Sonst kriegt sie in ihrer Panik nämlich gar nicht mit, dass da jemand am anderen Ende der Leine hängt, der das alles nicht total zum Fürchten findet.
Damit möchte ich nicht sagen, dass man grundsätzlich keinen ängstlichen Hund streicheln soll. Nur, dass man das vom Streichelbedürfnis des Hundes abhängig machen sollte. Falls hier Leute mitlesen, die noch dabei sind, herauszufinden, wie sie ihrer Angstnase helfen können.