Beiträge von Phantomaus

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    Kann ein Hund probiotischen Yoghurt fressen o. beschleunigt das die Verdauung?

    An und für sich ist Joghurt ja sowieso probiotisch und gesund. Auch für den Hund. Ob die ganz tollen extra-probiotischen Joghurtbakterien überhaupt eine extra-förderliche Wirkung auf die menschliche Darmflora haben, ist allerdings schon umstritten. Die scharfe Hunde-Magensäure wird den Zauberbakterien wohl komplett den Rest geben. Aber was soll's! Füttern kannst Du das ruhig, ist genauso gut wie normaler Joghurt. Gibt auch keine unerwünschten Nebenwirkungen!

    Noch eine stinkige Frage von mir:
    Wie normal ist es, dass sich der Hund mal am Hintern rumknabbert oder -leckt und dabei Analdrüsensekret freisetzt? Das ist jetzt hier innerhalb von ca. vier Wochen zweimal vorgekommen. Ansonsten zeigt sie keine Symptome wie Schlittenfahren o.ä. Der Kot ist auch immer schön fest und optisch unauffällig. Trotzdem ein Grund für den Tierarzt?

    Ist ja immer Geschmackssache, worauf der Hund abfährt. Für viele ist Frolic das größte, oder Katzenfutter, oder - etwas gesünder - Hühnerherzen oder andere gekochte Fleischbrocken. Leberwurst und Stinkekäse mögen auch fast alle gern. Ich glaube, eine Faustregel ist, je ekliger es für den Menschen ist, desto toller findet es der Hund. Und wenn man nicht mit Katzenscheiße als Superleckerlie rumlaufen mag, kann man immer noch Industrieleckerchen kaufen, die voller Aromazusätze sind und deshalb auch ganz toll sein müssen.

    Ich habe das Glück, einen Hund zu haben, der erstmal alles Fressbare toll findet. Für besondere Leistungen habe ich aber immer mal wieder was anderes Gutes dabei. Sie weiß also nicht, ob's für den Rückruf ihr normales Trockenfutter gibt oder die viel besseren Rinderfettwürfel, die ich zufüttere, die lecker angetrocknete Scheibe Käse oder gekaufte Premium-Leckerchen oder eine neue Sorte Trockenfutter oder selbstgemachte Hundekekse oder, oder, oder.

    Ich sehe auch in Fleischwurst kein Problem - man verfüttert ja keinen halben Ring davon am Tag. Also was soll's. Ich würde allerdings variieren, damit das Zauberleckerchen seine Magie nicht verliert. Damit der Hund nicht auf die Idee kommt, zu denken "Gehorchen und Hühnerherz kriegen oder nicht gehorchen und tote Ratte fressen? Hühnerherz oder tote Ratte?" Und sich dann für die Ratte entscheidet...

    Das Problem mit einem klauenden Hund ist ja, dass er immer wieder was zum Essen oder Ablecken findet und sich das Verhalten dadurch selbst belohnt. Da hilft wirklich nur aufpassen, wegräumen und abschließen. Und dann lässt doch wieder ein Kind oder ein doofer Gast die Küchentür nur angelehnt und zack! ist das Training dahin. Das sag ich als doofer Gast: Mein wunderbarer Hund klaut nämlich nicht. Jedenfalls nicht im eigentlichen Sinn. Aber ich kenne da einen Profi, der jede Chance nutzt. Der wird auch regelmäßig recht hart dafür bestraft, aber das nimmt er hin. Dafür staubt er ja auch regelmäßig was ab...

    Mein wunderbarer Hund kann übrigens Teller auf dem Tisch von Tellern in der Spülmaschine unterscheiden. Da habe ich scheinbar Glück. Am Anfang ein-, zweimal für die Nase auf dem Tisch angepampt und sie hat's verstanden. Spülmaschine abschnuppern habe ich hingegen ein-, zweimal erlaubt und sie kommt seitdem auf der Stelle angewieselt, sobald ich dreckige Teller reinstelle. Auch das Ablecken erlaube ich eigentlich nicht mehr, aber ab und an ist man dann doch unaufmerksam - und das reicht. Von 20 Versuchen ist vielleicht einer halb erfolgreich. Und diese halbe Zunge voll Müslimilchrest reicht, um jedesmal! beim Spülmaschineeinräumen aus tiefstem Schlaf zu schrecken und sofort in die Küche zu eilen: Denn es könnte ja sein, dass ich gerade heute mal nicht gut aufpasse.

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    Hallo,
    Meine Familie wohnt nur 20 min entfernt, wenn alle Stricke reißen könnte der Hund auch dort mal unterkommen. Und mein Freund hat in Hamburg sein eigenes Haus mit großem Grundstück.

    WENN du Dich dafür entscheidest, sollten Deine Familie und Dein Freund überhaupt keine Einwände gegen den Hund haben. Auch nicht, wenn der Hund nicht sofort der unkomplizierte Mitläufer ist, sondern beispielsweise ein ängstliches Nervenbündel, das zieht und zerrt und bellt und haart und Dinge zerfrisst. Wenn Deine Lieben in so einer Situation nicht hundertprozentig hinter Dir stehen, wird's richtig schwierig für Dich.

    Ansonsten: Wenn Du in Deiner Freizeit die Notorga-Seiten rauf und runter guckst, ist Dir wahrscheinlich sowieso ein Hund wichtiger als Fernreisen. Sonst würdest Du doch eher Traveller-Foren durchstöbern, oder?

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    ...wenn du Klamotten nach dem einfachen Prinzip: "Zieht Hundehaare sehr oder gar nicht an" kaufst. Ich denke da nur an schwarze Fleecepullis und ein heller Hund

    ...wenn Du doppelt so viel Geld ausgibst, um einen schwarzen Hightech-Funktions-Powerfleece-Pulli mit glatter Oberfläche zu kaufen, weil Du glaubst, dass der höchstens halbsoviele Hundehaare anzieht wie ein stinknormaler schwarzer Fleecepulli. Obwohl das teure Ding nicht gerade traumschön ist und aussieht wie ein gefütterter Pyjama.

    Ich bin mir ja nichtmal mit meinen Hundefreunden einig, was ein gutes Futter ist, wie man die Hunde richtig erzieht und auslastet, was auf jeden Fall verboten ist und welche Rasse einem nie ins Haus käme. Das ist aber für mich auch nicht wichtig. Ich will da keinen missionieren. Die Leute kennen meine Einstellung und ich kenne ihre und das reicht. Da muss ich nicht dauernd auf den Sachen rumhacken, die ich bei ihrer Hundehaltung doof finde. Ich will ja auch nicht ständig damit genervt werden, ob ich nicht doch mein Leben lieber so wie ihrs gestalten will.

    Die hundelosen Freunde stehen dem Hund entweder mit flüchtiger Neugier oder zerstreuter Toleranz gegenüber. Meine Freunde vergessen immer wieder, dass ich nicht direkt nach der Arbeit was mit ihnen unternehmen kann, haben aber Verständnis. Klare Antipathien hat da keiner, ständig über den Hund erzählt kriegen will aber auch niemand. Kann ich verstehen. Ich kann mir auch nur soundsolange Geschichten von anderer Leute Haustieren anhören...

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    Ja sie haben auch Papiere und werden jedes Jahr untersucht. Und nicht nur gesagt sondern alles schriftlich vom TA

    Ist ja nett, dass die Familie sich so gut um ihre Tiere kümmert, und ich glaube Dir auch, dass das ein echter Upps-Wurf ist. Ich würde trotzdem die Finger davon lassen. Wenn Du eigentlich vom einem Rotti träumst, wirst Du mit so einem Hund möglicherweise nicht froh. So eine tiefergelegte Version bringt ja nicht nur die Beine, sondern auch einen Teil der Dackelseele mit. Nichts gegen Dackel, aber da kommen wieder zwei Faktoren ungünstig zusammen:

    Ich kenne nämlich auch einen Rottweiler-Dackel-Mix. Das ist nicht der schönste Hund auf der Runde, aber ernsthaft behindert wirkt er auch nicht. Allerdings ist er so frech und stur wie ein Dackel und hat das Aggressionspotential (und die Kiefermuskeln) vom Rottweiler. Mit seinen 40cm und seiner lustigen Gestalt nimmt man den oft nicht ernst - und da kann er sich ganz gut für rächen...

    So, wie Hercuda schreibt, wird sie das wohl ohnehin noch mit dem Tierarzt abklären. Die harten Sachen gibt's ja ohnehin nicht freiverkäuflich. Es gibt aber für solche Situationen Medikamente, die man lieber nicht einsetzen möchte, weil sie den Hund lähmen, aber ihm nicht die Panik nehmen. Und es gibt Dinge, die so schwach wirken, dass es ein Placebo genausogut tut.

    Und bei einem Hund, der derart extrem reagiert, ist mit Bachblüten, DAP-Halsband und Thundershirt wohl nichts zu machen.

    Man möchte wissen, was für Präparate in dieser Situation überhaupt empfehlenswert sind, bevor man sich "irgendwas" vom Tierarzt verschreiben lässt. Daher kann ich die Anfrage als Diskussionsgrundlage für den Tierarztbesuch schon verstehen!

    Vorschläge habe ich selber allerdings keine – mein Hund ist zwar auch betroffen, aber bei weitem nicht so extrem, dass sie auch im Haus die totale Panik hätte.

    Soweit ich weiß, darf nach dem dreifachen Satz abgerechnet werden, wenn's komplizierter als üblich ist.
    Das nimmt wahrscheinlich ein Spezialist auf seinem Gebiet grundsätzlich für sich in Anspruch (z.B. Hunde-Kardiologen). Der dreifache Satz kann aber auch für einen extrem unkooperativen Patienten bei Routineeinsätzen anfallen - wenn eine Impfung zum Beispiel ein halbstündiger Kampf war. Oder aber für eine Operation, bei der es unvorhergesehene Komplikationen gab. Da muss man schon auf seinen Tierarzt vertrauen, dass der einen nicht abzockt. Das machen die meisten meiner Erfahrung nach aber auch nicht.