Beiträge von Phantomaus

    Nach Gefühl. Da mache ich keine Wissenschaft draus.

    Es sind ja auch die Mengenangaben auf dem Futtersack nur eine Richtschnur, wie Du selbst sagst. Da weiß ich auch nicht "braucht der Hund jetzt 350 oder 375g?" Und was muss ich abziehen, wenn das Mistvieh draußen möglicherweise von diesem halbverwesten Karnickel gefressen hat? Hat Katzenscheiße noch Kalorien? Gaaah. Manchmal möchte man auch gar nicht drüber nachdenken...

    Frag die Hundehalter in Deiner Umgebung, von denen Du glaubst, dass sie auf Deiner Wellenlänge sind: Die sind alle schon ein paarmal beim Tierarzt gewesen und können Dir jeder ihre Erfahrungsberichte zu mindestens einem Tierarzt geben. Meist sogar zu mehreren. Und die haben in der Regel auch schon den ganzen Preisvergleich und die "was tut er, wenn er keine Diagnose hat"-Erlebnisse durch. Auf Bewertungsportale und Foren würde ich mich nicht unbedingt verlassen, die sind meiner Erfahrung nach meist zu einseitig.

    Auf Deiner Wellenlänge auch deshalb, weil die alte Dame mit Dackel von nebenan möglicherweise andere Ansprüche an einen Tierarzt stellt als der Typ mit dem Ridgeback. Es ist ja auch immer eine Stilfrage, ob man sicherheitshalber immer ein Antibiotikum oder eine Vitaminspritze haben will, ob man lieber ein paar Globuli mitbekommt oder ob man damit leben kann, ohne Medikamente wieder weggeschickt zu werden, weil der Hund nichts Ernstes hat. Und wie genau man das alles erklärt kriegen will.

    Du bekommst immer nur einen subjektiven Eindruck, das ist klar. Auch zu den medizinischen Kompetenzen kann man so keine harten Fakten rausfinden. Aber wenn sich zwei, drei Leute unabhängig voneinander einig sind, wer ein guter Tierarzt für Hunde ist, dann wird er es wohl sein.

    Zitat

    So, ich schieß gleich noch ne Frage hinterher:
    Was muss man in seinen posts schreiben, um 'edit by mod' zu werden? In einem Thread heute waren es Ca. 20...


    Ich habe nicht gelesen, was da vorher stand, aber ich denke, dass Formulierungen wie "Du dummes A....loch" gegen die Nettikette verstoßen und editiert werden. Man findet hier ja oft provozierende Postings und User, die sich gegenseitig anfeinden, aber nur selten wirkliche Schimpfwörter. Ich schätze mal, in dem Thread hat einer angefangen, verbal zu entgleisen und dann haben die anderen gezeigt, dass sie das auch können. Ich glaube jedenfalls nicht, dass uns da wesentliche Inhalte des Themas wegeditiert wurden!

    Ein guter Trick ist es ja, das Ganze von hinten aufzubauen, also den Hund erst Sitz machen zu lassen, Dummy in die Schnute geben, es sich wieder ausgeben zu lassen und erst später mit dem Suchen und Apportieren anzufangen...

    Habe ich aber auch nicht gewusst, als wir mit dem Spiel angefangen haben und ich arbeite auch gerade an diesem Trick. Ich habe es so gemacht, dass ich erstmal wochenlang direkt, wenn sie mir das Dummy in die Hand gegeben hat, mit der freien Hand das Sitzzeichen gegeben habe und sie dann erst im Sitz belohnt habe. Außerdem habe ich ihr manchmal im Sitzen einfach mal das Dummy kurz zum Halten gegeben. So langsam hat sie es halbwegs raus, Sitz zu machen UND das Dummy dabei festzuhalten, aber der Bewegungsablauf ist offenbar arg kompliziert für sie und lässt das blöde Ding häufig dabei fallen oder fängt an, darauf rumzuknautschen.

    Jemand hat mir mal den Tipp gegeben, zwei Schritte auf den Hund zuzugehen, dann würde er sich setzen. Wenn Dein Hund üblicherweise vor Dir steht und darauf wartet, den Dummy abzugeben, wäre das vielleicht auch eine Idee für Euch? Bei meiner hat das allerdings nicht geklappt - die weicht dann zur Seite aus und ist verunsichert.

    Ich muss dazu sagen, dass ich keinen Ehrgeiz habe, das Dummytraining auf professionellem Niveau zu betreiben. Mir ist Knautschen oder Fallenlassen ziemlich egal - ich wollte nur nicht mehr unbedingt, dass ein nasser Hund mir seinem dreckigen Dummy vor den Latz knallt. So sah das nämlich bei uns aus - sie hat das Ding vorher immer mit vollem Körpereinsatz irgendwo in die Nähe meiner Hände gerammt.

    Zitat

    Sollte ich ihn ranziehen, absetzen lassen, am Geschirr/ oder Leine festhalten und bei seinem zerren dann nein sagen? Puh, hat noch jemand Tipps, wie kann ich ihn beruhigen? Ist Hundeschule bei solch einem überschwänglichen Verhalten überhaupt sinnvoll?

    Ich habe auch so einen Hund. Mehrere Hundeschulen waren mit ihr überfordert, hatten keine Tipps mehr und ein Trainer meinte nur hilflos "irgendwann muss die doch mal aufgeben...?" Die gängigen Methoden mit Stehenbleiben und Richtungswechsel haben wir monatelang konsequent durchgezogen - ohne jeden Erfolg. Ich kenne also das Gefühl, wenn man es seinem Hund einfach nicht vermittelt bekommt und alle Leute einem weismachen wollen, man wäre nicht konsequent genug oder zu nett...

    Ich habe dann irgendwann das Gruppentraining sein lassen und Einzelstunden bei einer ganz anderen Trainerin genommen. Und ich habe mich erst verarscht gefühlt, als die mir letztendlich mit "ranziehen und sitz machen lassen" ankam. Aber das hat bei uns geholfen.
    Bei uns sieht das mit dem Ranziehen aber so aus, dass ich sie ausbremse, wenn sie vorlaufen will. Ich rupfe sie NICHT an der Leine zu mir ran! Wenn sie durch einen wilden Satz doch mal vor mir ist, hangle ich mich an der straffen Leine zum Hund ran und lasse sie dann neben mir Sitz machen. In dem Moment, wo sie sitzt, lasse ich die Leine sofort locker. Manchmal warten wir ein paar Augenblicke, machmal geht es auf mein Zeichen sofort weiter. Und jedesmal, wenn sie vorlaufen will, wieder bremsen und das Zeichen für Sitz. Wenn es schlecht läuft, macht sie jeden halben Meter Sitz. Man kommt nicht gut von der Stelle, aber so ist das nun mal.

    Zum Zerren "nein" sagen mache ich nicht - ich versuche es gar nicht so weit kommen zu lassen, aber da muss ich auf Zack sein. Und wenn mein Hund erstmal zu aufgeregt oder in Panik ist, habe ich das Gefühl, dass das "Nein" sich dann auch sinnlos abnutzen würde, oder dass sie es falsch interpretiert. Ich halte also die Klappe, außer es gibt was zu loben.

    Das Ganze haben wir trainiert in Verbindung mit "in stressige Situationen reingehen und einfach nichts machen, außer auf der Leine zu stehen und Kontakt zu mir zu belohnen." Bis sich Erfolgserlebnisse eingestellt haben, hat das zwar ein paar Wochen gedauert. Jetzt nach einem guten dreiviertel Jahr kann mein Hund in den meisten Alltagssituationen halbwegs okay an der Leine gehen. Wir bleiben dran. Aber mein Hund war zu dem Zeitpunkt dieser Trainingsmethode auch schon über zwei Jahre alt und hatte eine schwierige Vergangenheit. Ich bin mir sicher, dass ihr das bei Eurem Hund schneller hinkriegt - der ist doch noch sooo jung!

    Drastisch würde ich bei einem Welpen gar nichts machen. Du sagst ja selber, dass er besonders schlimm zieht, wenn er überfordert mit der Situation ist. Da holt ihr ihn auch mit harten Methoden nicht raus. Da Ihr aber das Glück habt, dass der kleine Fratz noch in der Prägephase ist, würde ich jetzt losgehen und ihm die Welt zeigen, damit er später nicht mehr von jedem neuen Eindruck so gestresst ist. Jetzt ist der beste Zeitpunkt.

    Großartig machen müsst ihr bei solchen Übungen gar nichts, sondern einfach mal an der Bushaltestelle, am Café und überall dort, wo Euch euer normales Leben mit Hund später mal hinführen soll, rumstehen oder sitzen. Fuß auf die Leine und den Hund gucken (und zerren - ist dabei egal) lassen. Das Schwierigste dabei wird sein, Euch die anderen Leute vom Hals zu halten, die den Hund befummeln wollen. Das würde ich in der Situation nicht erlauben und den Leuten erklären, dass der Hund gerade was lernt. Wenn der Hund sich Euch irgendwann zuwendet, weil er alles gesehen hat oder weil's ihm zu doof wird: Loben und sich freuen!

    Das gleiche könnt ihr auch beim Tierarzt und in der Hundeschule machen. Einfach mal hinfahren, wenn man nicht gerade dran ist, an den Zaun oder ins Wartezimmer setzen und Zeit haben. Das wird schon, aber ihr braucht Geduld!

    Beim Joggen sehe ich nicht das Problem für einen fast ausgewachsenen Hund. Das normale Hundetempo im lockeren Trab entspricht ja sowieso mehr einem joggenden Menschen als einem Spaziergänger. Kannst Du denn ohne Leine mit ihr joggen? Wenn sie an der Leine die ganze Zeit auf Dich achten und ihr Tempo Deinem anpassen muss, ist es sicherlich anstrengender für sie.

    Was die kleinen Knochen belastet, ist eher monotones Asphalt-Dauerlaufen als die Dauer der Bewegung an sich. Wenn Du also im Wald ohne Leine joggen gehen kannst, wäre das am Besten.

    Beim Pferd ist auch die Frage, inwieweit sie an Pferde gewöhnt ist und wie locker sie daneben herlaufen kann. Mal ein kleiner Sprint ist sicher okay. Und Du wirst Dein Pferd ja auch nicht dreißig Minuten im Galopp durchs Gelände hetzen wollen.

    Ich persönlich würde es aber langsam angehen lassen und nicht das Ziel verfolgen, dass der Hund hinterher platt ist. Sonst baust Du Dir nur eine Rennmaschine mit Monster-Kondition auf.

    Mein erster Gedanke war, dass ein 9 Wochen alter Labbi wahrscheinlich schon mehr wieget als ein Chi. Und wenn die beiden dann vier Wochen später alleine zu Hause bleiben müssen, haste einen wilden, grobmotorischen Jungspund, der Deinen Winzhund nervt und der ihm körperlich überlegen ist.

    Auch deswegen würde ich an Deiner Stelle alles dransetzen, das Alleinebleiben in der ersten Zeit zu vermeiden.

    Die Konstellation "Eltern haben Papiere, die Welpen aber nicht" ist im Grunde genauso schlecht wie komplett ohne Papiere. Ein richtiger Züchter verpaart die Hunde ja auch nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern guckt sich da die Ahnen und Urahnen ganz genau an. Es eignet sich auch nicht jeder Hund mit Papieren für die Zucht. Ich würde solche Vermehrer nicht unterstützen, aber das ist Deine Sache.