Beiträge von Phantomaus

    Nettes Video ;-)

    Minamietz: DAS nennst Du pragmatisch? Ich spritze den Hund im Ernstfall im Garten mit dem Schlauch ab. Den Kampf im Bad mit einem dreckigen, halbnassen und bockigen Hund, der sich immer im unpassendsten Moment die aufgeweichte Matsche aus dem Fell schüttelt, tue ich mir (und dem Hund) nicht mehr an...

    Ich verstehe auch ihre Anstellerei nicht. Ich habe ja einen Labrador, der nach dem Gassi oft genug entsprechend aussieht. Wie kann man denn draußen in jedes Schlammloch und in jeden Kübel Wasser springen, aber Wasser von oben zum Saubermachen so hassen? Weiß das einer?

    Ich lese ja immer noch jeden Leinenführigkeitsthread, auch wenn's bei uns gaaanz langsam besser wird...

    Den Trick mit Leine um den Bauch binden habe ich anfangs auch mal ausprobiert - tut mit einem etwas größeren Hund schweineweh, ist saugefährlich und hat bei uns rein gar nichts gebracht. Ich habe allerdings auch einen Hund, der nicht einfach nur ein bisschen zieht, sondern heftig gegen die Leine anrennt. Und die sich außerdem gern mal erschrickt und dann mit allem, was sie hat, in Panik in die Leine springt. Wenn Du da die Leine wie eine Umhängetasche am Hals hast, haut es Dir die Nackenwirbel raus.

    Das nur als Warnung für die anderen Verzweifelten, deren Hund nicht einfach nur an der Leine zieht, sondern der mit Rumms an der Leine reißt...

    Zum Konditionieren: Ich würde es nicht übertreiben. Zwei-, dreimal am Tag so ungefähr 20 Klicks reicht. Da wird er es nach ein, zwei Tagen raushaben, das auf den Klick immer ein Leckerchen folgt. Du merkst, das er es verstanden hat, wenn Du einfach mal so klickst und der Hund sofort auf Deine Leckerchenhand guckt.

    Und zu dem persönlichen Erfahrungsberichten:
    Mein Hund neigt dazu, bei Futter nur zu denken: "Oh, toll!" und nicht "Was muss ich tun für mehr Futter?" Und selbst die hatte es am zweiten Tag raus, dass es - egal, was sie gerade macht - was zu futtern gibt nach dem Klick. Und die kleine Blitzbirne hat auch sofort kapiert, dass sie das, was sie gerade gemacht hat, einfach nochmal machen kann und dann gibt's noch ein Futterstück. Fand sie gut.

    Ich hatte mir zum Start auch einen Satz von den 500g-Standard-Dummies gekauft. Weil ich dachte, wenn, dann richtig. Und ein ähnliches Format wie der bekannte und heißgeliebte Futterdummy haben die ja auch - was soll da schiefgehen?
    Tja. Für uns war das rausgeschmissenes Geld. Der Hund hält diese Oschies nicht gern fest und ich selbst werde auch ganz verspannt, wenn ich nur dran denke, zwei oder mehr von den Riesenteilen mit auf die Gassirunde zu schleppen. Auch wir sind bei mickrigen 85-g-Dummies gelandet, bei denen ich erst dachte, dass der Hund die ja wohl im Ganzen runterschluckt. Macht sie aber nicht, sondern sucht und apportiert sie mit Begeisterung.

    Mich wundert, dass Du das im wirklichen Leben so erlebst - da kenne ich das nicht. Das ist eigentlich ein Forenphänomen...

    Nicht, dass ich nicht auch von Straßenirren angequatscht würde, von Vorgartenbesitzern dumm angemacht und von selbst ernannten Hundeflüsterern mit Astral-Energie besendet werde. Aber so klugscheißerisch kommen die bei mir alle nicht rüber. Ich stehe aus Trainingsgründen mit meinem Hund allerdings auch viel an Straßenecken und öffentlichen Plätzen rum: Da zieht man die Bekloppten magisch an.

    Aber die anderen Hundebesitzer nehme ich wirklich hauptsächlich so wahr, dass sie jedes Gespräch zum Anlass nehmen, das Fehlverhalten ihres eigenen Lieblings ausführlich liebevoll und selbstironisch thematisieren. Man hält sich halt einen Hofnarren, was man nicht unbedingt zur Nachahmung empfehlen möchte - ist doch okay so.

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    Die wollen halt vermitteln. Kann man auch verstehen.


    Tja, das ist immer unterschiedlich. Manche Tierheime legen auch die Latte an Ansprüchen an den neuen Besitzer so hoch, dass man nicht das Gefühl hat, dass die ihre Tiere überhaupt vermitteln wollen... Die Verlässlichkeit der Informationen ist auch immer so eine Sache: Man kann an Pfleger geraten, die ein sehr gutes Gespür für die Tiere haben und an welche, die die Charaktere ihrer Pappenheimer eigentlich gar nicht kennen. Und dann ist es auch oft so, das ein Tier in Gruppen- oder Zwingerhaltung nicht das gleiche Verhalten zeigt wie als Einzel- und Wohnungshund. Aber das Gute an Tierschutzhunden ist, das man sie vorher kennenlernen kann. Man kann erstmal grundsätzlich sehen, ob der Funke überspringt und ob man zusammen passt oder sich zusammenraufen kann. Und das ist viel wert.

    Du bist bei der Suche ja auch nicht an Dein örtliches Tierheim gebunden, sondern kannst auch in der Umgebung schauen und Dir selbst ein Bild der einzelnen Tierheime machen - auch, wenn sie dort gerade keinen passenden Kandidaten haben. Oder bei Rasse-in-Not-Vereinen, die in der Regel ein bisschen individueller und ausführlicher beraten können, weil da die Pflegestellen meist sehr in "ihre" Rasse vernarrt sind und sich ganz genau auskennen. Die können auch gut einschätzen, ob ein bestimmter Hund in das Leben des Bewerbers passt und haben sogar Alternativvorschläge, wenn man sich genau den Falschen rausgeguckt hat.

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    Jo. Berner Sennenhunde sind "pflegeleicht" und nicht sehr anspruchsvoll - meine ich in der Vergangenheit mitbekommen zu haben.

    Aber neben einem Fahrrad? Können die das?

    Ich kenne drei Berner von flüchtigen Gassibekannten. Die sehe ich schon auch am Fahrrad mitlaufen. Nicht gerade mit 25km/h allerdings, sondern eher im trödeligen Trab, was ja sowieso auch besser für den Hund ist. Liegt halt dran, was vorhast. Mal 5km zu einem Ausflugsziel hinjuckeln ist sicher kein Problem, eine Radwanderung über den ganzen Tag wäre aber in der Tat wohl nicht so ihr Ding.

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    Also, meine Mutter hat mir immer beigebracht, dass man nach jedem Tierkontakt die Haende waschen muss, weil Tiere Krankheiten uebertragen. Soweit so gut, aber sie meinte eben auch, dass ein ihr bekannter Mann wg einem Meerschweinchen nun sein Leben lang im Rollstuhl sitzen wird.

    Das ist möglich, wenn der Mann sehr viel Pech hatte: Meerschweinchen können Meningitis übertragen. Bei einem unglücklichen Krankheitsverlauf kann man da im Rollstuhl landen. Aber wenn man Pech hat, kann man auch Meningitis bekommen, ohne irgendein Haustier zu haben.

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    Aber ich sehe sehr oft, seidem ich Hundebesitzer bin, dass Leute ihre Teller ablecken lassen, dass Leute sich durchs Gesicht schlabbern lassen und so weiter. Beliebig fortsetzbar ;)
    Habe aber unter Hundebesitzern nie eine solch aehnliche Erfahrung gehoert.

    Es gibt auch eine Handvoll Krankheiten, die vom Hund auf den Menschen übertragbar sind. Würmer sind wohl die wahrscheinlichste, Tollwut die gefährlichste. Dazwischen gibt's noch ein paar mehr oder weniger seltene Krankheitsbilder, mit denen sich ja auch erstmal der Hund infizieren muss, bevor er den Menschen ansteckt. Der Hund an sich ist ja kein wandelnder Krankheitserreger. Die meisten dieser übertragbaren Krankheiten äußern sich beim Mensch übrigens mit Magen-Darm-Problemen oder Fieber. Also nichts, was einen für's Leben zeichnet.

    Als Hundehalter kommt man ja mit dem Händewaschen nach jedem Schnauzenkontakt eh nicht hinterher, deswegen nehmen die meisten das überschaubare Risiko Parasitenbefall wohl in Kauf und kriegen keine Krise, wenn auch mal die Hundezunge im Gesicht landet. Gegen Tollwut hingegen sind fast alle Hunde hierzulande geimpft, da ist eine Ansteckung extrem unwahrscheinlich.