Beiträge von Phantomaus

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    Bisher handhabe ich es nämlich eher so, dass ich (abgesehen von den sonstigen 5min-Ausflügen zum Lösen) den Weg bis zur nächsten Wiese (ca50m) angeleint mit ihr gehe, sie dort ableine und sie dann 1-2x am Tag etwa 20-30min laufen kann, wie sie mag.

    Das erscheint mir wie ein vernünftiges Konzept. Die "Mit-Welpen-nicht-so-lange-laufen-Regel" besagt ja, dass man nicht mit dem Hundchen lange Strecke machen soll, wo er - mit oder ohne Leine - irgendwie zusehen muss, dass er mitkommt. Aber sich eine halbe Stunde auf eine Wiese zu stellen, den Hund die Umgebung erkunden zu lassen (lass sie nicht zuuu eigenständig ihr Ding machen. Buddelt ruhig mal zusammen!) und zwischendurch ein paar kleine Faxen zu machen ist doch super und altersgerecht!

    Ich rege mich da nicht mehr drüber auf, es sind ja immer dieselben Leute, die angesprungen werden – und niemals Fremde. Weil meine Hündin so zurückhaltend ist, haben einige Freunde und Gassibekannte anfangs wirklich alles drangesetzt, um ihre Sympathie zu gewinnen. Inzwischen trägt das Früchte...

    Das schärfste war neulich eine Gassibekannte, die ihren eigenen Hund erstmal angepampt hat, als er versucht hat, MICH anzuspringen. Und die sich im gleichen Atemzug erkundigte, ob sie meinem Hund, der sich in froher Erwartungshaltung schon mit drei Pfoten an ihr abstützte, wohl einen Keks geben darf :headbash:

    Da das Forum so bunt und vielseitig ist, habe ich schon viel daraus gelernt! Hauptsächlich Nice-to-Know-Wissen über dies und jenes - gar nicht mal unbedingt weltwichtige Dinge, die ich ohne das Forum in der Hundehaltung grotesk falsch gemacht hätte ;-). Aber sicherlich bringt einen das Forum hier und dort auch mal auf eine gute Idee.

    - Beeinflusst hat es mich definitiv bei einigen Kaufentscheidungen für Hundekrempel - wahrlich nicht essentiell für die Hundehaltung, aber etliche Marken sind hier so beliebt, dass ich längst auch Besitzer einer Kudde, eines Camiro-Geschirrs und eines Blaire-Halsbandes bin. Hätte ich ohne das Forum nie gefunden.

    - Ich lese ganz gerne in Problemhund-Threads mit. Da sehe ich, dass ich nicht die einzige mit dem "besonderen Hund" bin, kriege Denkanstöße und freue mich außerdem an den vielen, vielen Problemen, die wir nicht haben :D.

    - Wegen des Problemhundes und dank diesem Forum habe ich schon zweimal die Schilddrüsenwerte testen lassen – obwohl zwei Tierärzte mich dafür ausgelacht haben. Soviel zu "ich lasse mich doch nicht von einem Forum verrückt machen!"

    - Außerdem gibt es hier super Ideen für Beschäftigungsmöglichkeiten. Ohne das Forum hätte ich zum Beispiel nie ZOS ausprobiert, das bei uns zu vielen weiteren spaßigen Aktionen an Nasenarbeit geführt hat. Ich glaube nicht, das ich von alleine darauf gekommen wäre, den Hund im Wald gezielt Zeugs suchen zu lassen.

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    sag ich auch... machen ja nich alle, aber wenn du dir 10 huschus nur anguckst und jedesmal blechen sollst.... prost...

    Dann würde ich das schon mal als Ausschlusskriterium nehmen. Das eine Probestunde nicht überall gratis ist, kann ich gut verstehen. Aber mal ohne Hund am Zaun stehen und zugucken muss umsonst sein. Wer das nicht erlaubt und da sofort Kundenbindungsstrategien versucht, würde mein Geld nicht kriegen.

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    :gut:
    Wobei es allerdings auch mal ganz nützlich sein kann, wenn der Hund sein Geschäft im Garten macht.

    Wir haben das Problem mit Dago, der seinen Garten wohl als sein Wohnzimmer betrachtet und ihn nicht beschmutzt.
    Dago hatte sich vor einiger Zeit verletzt und sollte möglichst wenig laufen. In solchen Fällen ist es schon erleichternd, wenn Hund auch mal im Garten pieseln würde

    So hatte ich's mir auch gedacht und bin deshalb mit dem Hund beim Stubenreinheitstraining immer in die schäbige Ecke hinten beim Komposter gegangen: In der Hoffnung, dass sie auch später - falls nötig - einfach zu diesem Notfall-Klo geht. Macht sie aber nicht gern und für die letzte Pipirunde müssen wir daher schon ein paar Meter vom Grundstück weggehen. Wenn's hart auf hart kommt, KANN sie in den Garten pinkeln (z.B. an Silvester, wenn's überall sonst zu gruselig ist). Aber da muss der Druck auf die Blase schon sehr groß sein...

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Hund den eigenen Garten sowieso nicht gern als Klo benutzt, wenn er es vermeiden kann. Wenn man also selber nicht so bequem ist, den Hund zum Lösen schnell in den Garten zu lassen, sondern den Garten nur zum gemeinsam Spielen und Relaxen nutzt, hat man wahrscheinlich das Problem gar nicht. Mein Garten ist allerdings auch nicht sehr groß - der natürliche Impuls, nicht gerade vor das eigene Wohnzimmerfenster zu kacken, nimmt bei Riesengrundstücken mit hübsch geschützten Ecken bestimmt etwas ab...

    Ich würde an Eurer Stelle also nach dem Gassi dem Hund mal den Garten zeigen, etwas spielen und rumalbern und sich dann auch einfach mal hinsetzen und den Hund gucken lassen und beobachten. Wenn er dann das Markieren anfangen sollte, kann man ja sofort einschreiten.

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    Ja wollte ich auch so machen. Also das mit dem am WE soll wenn erst in 2-3 Monaten mal sein. Wollte halt nur wissen wegen den Zusatz dann. Kenne mich mit Haferflocken und sowas gar nicht aus. Aber dann kann ich ja immer noch mal fragen wenn es denn soweit sein sollte.

    Wenn Du dem Hund nur ausnahmsweise mal am Wochenende oder am Geburtstag was Besonderes geben willst, würde ich mir gar keine Gedanken machen, ob das nun ein Steak, eine Banane oder ein Leberwurstbrötchen ist. Das verrudert sich doch in der Ernährungsbilanz, da muss nicht zwingend die passende Gemüsebeilage zu gereicht werden. Sooo wissenschaftlich muss man die Hundeernährung nun auch nicht angehen ;-)

    Ich kann Deine Fragen und Überlegungen aber verstehen. Anfangs hatte ich nämlich auch Bedenken, dem Hund Fleischwurst und Co. als Belohnung zu geben, weil das doch so ein minderwertiges Nahrungsmittel und kein top-ausgewogenes Premium-Hundefutter ist. Stattdessen war ich mit extra gekochten und abgezählten Hähnchenfleischwürfeln beim Hundetraining. Inzwischen sehe ich das alles lockerer. Immerhin ist nichts, was ich ihr gebe, ekliger als der Kram, den sie unterwegs findet.

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    Es mag ja sein, dass es so "speziell ausgebildete Tiere" gibt, aber man kann genauso gut einen Hund vom Tierschutz selber mit kompetenten Trainern zum Warnhund für Diabetiker ausbilden. Wie schon oben geschrieben.

    Das finde ich sehr interessant und ich werde mich in das Thema nochmal reinhängen. Als mein Tierschutzhund noch "neu" war, hatte ich auf einer Messe am Diabetikerhundestand mal nach Ausbildungsmöglichkeiten und Kursen für den "Privatgebrauch" gefragt. Da wurde mir allerdings gesagt, dass das so nicht liefe (nichtmal, wenn man seinen eigenen Diabetiker mitbringt ;-)) und dass die Hunde für dieses Training speziell ausgewählt würden und nur sehrsehr wenige Hunde hierfür in Frage kämen. Also NICHT "riechen können die das alle, die müssen nur reagieren lernen" sondern "der Hund muss da schon speziell sensibel sein und wenn er bisher nicht auf unterzuckertes Herrchen irgendwie reagiert, wird das auch nichts." Daraufhin hatte ich das Thema erstmal abgehakt - aber wer weiß, vielleicht kann der Hund ja doch noch mal was nützliches lernen :D.

    Es ist lieb, dass Du der Familie helfen willst, aber ich würde die Eltern jetzt nicht allzu heiß auf einen Diabeteswarnhund machen. Es klingt so schön beruhigend, wenn der Wuff auf die Kids aufpasst, aber der Hund ersetzt auch kein häufiges Messen und erst recht nicht das Spritzen und Kohlehydratezählen. Ich könnte mir außerdem denken, dass diese speziell ausgebildeten Tiere hauptsächlich an alleinstehende, besonders gefährdete Personen vermittelt werden - Menschen, die keine zwei Eltern am Start haben, die darauf achten, ob der Diabetiker passend zum Essverhalten spritzt oder sich vielleicht hypomäßig merkwürdig benimmt.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es für die Familie gerade sehr stressig ist - gerade, wenn das eine Kind noch so jung ist und beim anderen gerade erst Diabetes diagnostiziert wurde, wird es wohl mit der Insulin-Einstellung noch etwas schwierig sein und die Eltern werden sehr besorgt und bemüht sein, alles richtig zu machen. Aber das spielt sich ein - und man kann mit Diabetes ein sehr normales Leben führen.

    Die Beratung sollte daher erstmal auf das Training und Weiterbildung der Menschen abzielen - und da wird das Krankenhaus/der behandelnde Arzt hoffentlich geeignete Kurse und Schulungen anbieten. Sowohl für die Eltern als auch für das (Schul-)kind. Ansonsten sollten sich die Eltern unbedingt an eine Diabetes-Schwerpunktpraxis oder -klinik wenden. Die können erheblich mehr als der Standard-Hausarzt, der sich gerade mal so mit Typ 2 auskennt - was den Kindern hier gar nichts nützt. Denn wenn man genau weiß, wie das alles zusammenhängt und worauf man achten kann, kann man auch die verständlichen Sorgen und Ängste besser einschätzen und den Alltag entspannter bewältigen.

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    Phantomaus, wie zur Hölle kriegst du Jil sauber ohne die Wohnung komplett einzusauen?


    Im Sommer spritze ich sie mit dem Gartenschlauch ab, im Winter schütte ich einen Eimer Wasser drüber. So lange es nur Dreck ist, krieg ich das ganz leicht wieder sauber... Aber möge Gott uns allen gnädig sein, wenn es mal was schlimmeres als Dreck ist *örgs*

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    Prinzessin Amy ist aber auch genial! Voll Klischee! :hust:


    Jau! Ein nasser und dreckiger Labbi ist ja nix Neues, aber bei einem Chi macht es doch doppelt soviel Spaß zu sehen, dass der auch mal die Sau rauslassen kann!