Beiträge von Phantomaus

    Hier ist noch ein Platz-Versager. Sie hat den richtigen Bewegungsablauf nicht raus, sie macht es nicht schnell, nicht zuverlässig und schon gar nicht unter Ablenkung oder auf Distanz. Für sie ist Platz der schwierigste Zirkustrick aller Zeiten, bei dem man arschlangsam mit dem Pfoten nach vorne robbt, die Körperspannung wie ein Turner hält und wo man dann mit zitternden Muskeln und rundem Rücken genau 0,5 cm Abstand zum Boden halten muss. Wenn sie bei dieser anstrengenden Übung nicht mehr kann, steht sie auf.

    Ich habe es nicht hingekriegt, ihr ein entspanntes Platz beizubringen und habe es auch irgendwann aufgegeben...
    Sie kann aber ein sehr ausdauerndes Sitz, mit dem man sie auch mal kurz zwischenparken kann. Das muss reichen.

    Jil wäre Wissenschaftlerin. Nur bedingt alltagstauglich und nicht gerade autoritätsgebunden, aber wenn es darum geht, Fördermittel abzustauben, kann sie sehr erfinderisch sein. Sie macht ihr eigenes Ding und lässt sich nicht gern dabei stören. Eine gute Leistung kann sie nur auf einem einzigen Fachgebiet bringen und ansonsten ist es ihr vollkommen egal, was Leute von ihr denken oder erwarten.

    Ich mag die bunte Mischung da draußen. Leute aus den unterschiedlichsten Berufen, Einkommens- und Altersklassen. Und auf dem Feld sind wir alle gleich und begegnen uns unkompliziert, freundlich und unvoreingenommen. Jeder nimmt Anteil an den "Problemen", die die anderen so mit Ihren Hunden haben und jeder freut sich mit Dir, wenn's mal gut läuft. Oder weist Dich darauf hin, wieviel besser dies oder jenes schon geworden ist. Das tut auch mal gut!

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    Ich bin normal keine die bewusst Gesetze hintergeht, aber kann es passieren, dass z.B. die Polizei anhält, wenn sie mich sieht und dann irgendwie schimpft oder man Strafe zahlen muss?

    Sehr unwahrscheinlich, wenn ihr größentechnisch zueinander passt und nicht gerade halsbrecherisch mit Rollerblades unterwegs seid. Diese Spitzfindigkeiten mit Deinem Alter sind nur wichtig, wenn irgendetwas passiert. Weil da dann schnell der Vorwurf kommt, dass ein Erwachsener besser hätte aufpassen können.

    Wie sieht es denn bei Dir mit dem Selbstbewußtsein gegenüber Erwachsenen aus? Als Hundehalter wird man öfter mal grundlos angepfiffen, weil z.B. jemand meint, dass ein Hund, der gerade "Sitz" macht, bei der Gelegenheit auch gleich ein Häufchen hinterlässt. Auch andere Hundehalter können mal - mit und ohne Grund - patzig werden, weil Du und Dein Hund sich nicht so verhalten, wie sie es für richtig befinden. Kriegst Du es hin, bei sowas sachlich zu reagieren bzw. danach keinen Bammel zu haben?

    Ja, ich gucke mir das jetzt noch den Rest der Woche lang an und teste vielleicht doch mal die empfohlenen Augentropfen. Wer weiß, vielleicht stellt sie sich ja auch gar nicht bei Tropfen an. Und wenn ich keine Besserung sehe, bin ich nächste Woche wieder beim Doc.

    @ all: Danke für die informativen und hilfreichen Antworten!

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    Hat sie denn normalerweise einen richtig festen Lidschluss? Oder eher locker, was vielleicht einen Ansatz zum Hängelid darstellt? Was sich bei Ermüdung/Stress verstärken kann? wie lange dauert das schon an?

    Normalerweise ist der Lidschluss schon fest. Weihnachten fiel mir schon auf, dass der Hund völlig übermüdet ist und total fertig aussah - aber da hingen nur die Lider und es tränte noch nicht. Das kam erst nach Silvester.

    Aber um die Stresssache mal etwas zu relativieren: Ihr Stresslevel war früher vielviel schlimmer, da stand der Hund unter Dauerstrom. Da hatte sie aber keine sichtbaren körperlichen Beschwerden.

    Leichte Symptome wie vermehrte "Augenpopel" hatte sie zwar bisher auch ab und an mal - aber das war immer nach zwei, drei Tagen weg. Und das habe ich auch immer eher auf Zugluft oder sowas geschoben.

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    Die Aussage vom TA, das sei Weihnachts- und Silvesterstress........ naja..... :???:


    Der Fairness gegenüber meinem TA halber: Die Hintergrundinfo mit dem Stress habe ich ihm gegeben und er hat es als Ursache nicht ausgeschlossen. Sie ist ein sehr stressanfälliger Hund und kam über die Weihnachtstage bei meiner Familie natürlich nicht so ganz zur Ruhe. Und dann noch die ganzen Tage mit der Knallerei. Das Stress auch das Immunsystem angreift, kann ja gut sein.

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    So ganz verständlich ist Deine Frage nicht.


    Tja, das kommt davon, wenn ich versuche, forum-vorsichtig zu formulieren. Im Grunde ist die Frage: Kann sowas unbedenklich zwei, drei Wochen lang dauern, bis es abheilt - oder gibt es schlimme Augenkrankheiten, wegen denen man besser heute als morgen eine zweite tierärztliche Meinung einholt?

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    Kann deine Süße noch ganz normal kauen und zubeißen (Kauartikel, Knochen) oder fällt ihr das seit der Augengeschichte schwerer?


    Knochen habe ich die letzten Tage nicht gegeben, aber Kauartikel und Möhren gehen gut. Stöcke und Kauseile auch.

    Hallo zusammen,
    vorab: Ich war letzte Woche schon beim Tierarzt, weil Jil seit einigen Tagen häufig tränende Augen hat und ihre Unterlider dabei manchmal etwas hängen, also nicht eng am Augapfel anliegen. Gerötet sind die Augenlider auch. Der Doc sagte, da müsse man erstmal gar nichts machen, solange der Ausfluss nicht schleimig oder eitrig sei und das ginge von alleine wieder weg. Es würde vermutlich mit dem Weihnachts- und Silvesterstress zusammenhängen. Ich halte ihn für einen guten Tierarzt - auch, weil er mich ohne Medikation wieder weggeschickt hat. Wäre ja ein leichtes gewesen, mir Cortison- oder Antibiotika-Augentropfen zu verkaufen.

    Den Hund selber scheint das nicht weiter zu stören, sie geht jedenfalls nicht mit den Pfoten dran und benimmt sich auch sonst wie immer.

    Ich bin jetzt nicht scharf drauf, selber mit irgendwas freiverkäuflichem und potentiell unschädlichem dran rumzudoktorn. Einfach, weil mein Hund sich sowas wie "Augentropfen geben" nicht gern gefallen lässt und ich ihre Kooperationsfähigkeit für den Ernstfall aufbewahren möchte. Wenn ich sonst was sinnvolles dagegen machen kann, natürlich gerne.

    Aber weiß irgendjemand, was für ein Krankheitsbild (außer Bindehautentzündung und Follikulitis) da vielleicht hinterstehen könnte? Damit ich den Tierarzt eventuell beim nächsten Besuch darauf ansprechen kann? So langsam will ich nämlich, dass das weggeht - man hat ja immer Angst, dass sowas chronisch wird...

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass das die Bestimmung eines Jagdhundes ist - dass er auch mal kontrolliert jagen und packen darf? Wenn die sowieso nur stellen und nachsuchen dürfen, könnte man
    a) doch die hübschen Jagdhundrassen völlig problemlos in Laienhände geben?
    b) auch unübliche Rassen wie Schäferhunde oder Dalmatiner zur Jagd einsetzen?

    Beides ist natürlich möglich, das weiß ich. Aber üblich oder in der Jägerschaft gern gesehen ist beides doch nicht.

    Eine Jägerin aus meinem Bekanntenkreis erzählte übrigens auch ganz arglos, dass ihr Hund ein verwundetes Reh beim Aufspüren direkt erledigt hat. Und ich meine, dass sie auch mal erzählt hat, dass es bei der Jagdhundprüfung kein Problem sei, wenn die lebende Ente nach dem apportieren nicht mehr lebt. Solange er sie nicht durchkaut oder anfrisst. Mir wird immer ein bisschen beklommen bei solchen Erzählungen, aber hauptsächlich deshalb, weil ich denke, die arme Ente hätte auch schöner sterben können. Beim Jagdeinsatz mit verwundetem Reh sehe ich das genau wie Krambambuli: Nicht unnötig leiden lassen hat Vorrang.