Ha! "Flusen im Kopf" - das hat meine Knalltüte auch. Da hilft nur, selber ganz viel Zeit und Gelassenheit mitzubringen - und nicht zu lange am Stück zu trainieren.
Wenn ihr längere Strecken an der Leine laufen müsst, oder Du den Hund oft mitnehmen musst, wenn Du es eilig hast, kannst Du eventuell eine Unterscheidung zwischen Halsband und Geschirr einführen. Am Halsband verlangst Du dann beispielsweise IMMER ganz genau und streng ordentliches Leinelaufen, am Geschirr sind die Regeln lockerer. Ich selber nutze das allerdings nur in seltenen Fällen, weil ich einen zickzackenden Hund am Geschirr nerviger finde als alle paar Meter stehenzubleiben und an die Leinenführigkeit zu erinnern.
Voll und ganz konzentrieren ist super anstrengend, das kriegt so ein Hibbelhund nicht allzulange hin. Aber Du kannst ihn "auf Linie" halten: Lass Dich nicht hin- und herziehen, nimm ihn kurz, erlaube nicht, dass er die Seite wechselt oder zum schnuppern stehenbleibt. Wenn er querschießt, lass ihn Sitz machen. Alle paar Zentimeter, wenn's sein muss! Das dauert natürlich ewig, aber immerhin machst Du dann die Regeln. Belohne Augenkontakt, wenn er das anbietet.
Mach zwischendurch auch Pause, setz Dich auf eine Bank, stell den Fuß auf die Leine und lass den Hund runterkommen.
Und mach's Dir nicht so schwer: Einkaufstüten und Hund gleichzeitig geht hier auch nicht, wenn ich was transportieren muss, dann nur mit Rucksack.