Beiträge von Phantomaus

    Vorweg: Wir haben bereits ein Kudde-Hundebett in Gebrauch: Größe 4 ist definitiv groß genug für unseren Labrador. Da der Hund das Ding gerne nutzt und es auch noch gut aussieht, habe ich jetzt ein weiteres Modell für's Schlafzimmer gekauft - doch dort ist der Platz begrenzt und es passt nur eine Größe 3 Kudde rein. Und die ist irgendwie kleiner als gedacht.

    Meine Frage jetzt: Ist eine zu kleine Kudde für den Hund unbequem? Sie liegt ja auch in dem großen Ding häufiger mal "über den Rand geflossen" oder ganz klein zusammengerollt. Aber in dem großen kann sie wahlweise auch komplett ausgestreckt drin liegen - in dem kleinen nicht.

    Im Moment steht das Hundebett noch zum Ausprobieren im Wohnzimmer, wo der Hund auf andere Liegeplätze ausweichen kann. Im Schlafzimmer hat sie die Möglichkeit nicht - dort ist es sehr eng und sie mag nicht auf dem blanken Boden liegen.

    Aber bei der kleinen Kudde sieht das ziemlich unbequem aus, wenn sie sich da reinquetscht. Ich weiß aber, das Hunde sich tendenziell gerne in enge Körbchen reinzwängen. Also: Mini-Kudde behalten oder nicht?

    So sieht's unbequem aus:

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    So geht's:

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    Zitat

    Hi,
    Sie: "Entschuldigen sie bitte, möchten sie vielleicht eine Tüte haben?"
    Ich: "Nö, danke."
    Ihr Blick ging an mir vorbei zum Hund, der immer noch kackte.
    Sie: "Sind sie sicher?"
    Ich: "Jop."

    Da bist Du aber schon ein bisschen stumpf gewesen und hast es drauf ankommen lassen, wie lange das Gegenüber freundlich bleibt :p Ich winke bei diesen Wartezeiten ja immer schon vorbeugend allen Passanten mit der Tüte zu, damit keine falschen Verdächtigungen aufkommen... Meinen Hund macht das nervös, wenn ich angebrüllt werde ;-)

    Wenn man mit einer Gruppe trailt, ist das Gelände doch sowieso ganz schnell mit den Spuren aller Teilnehmer kontaminiert. Da muss man sich ohnehin darauf verlassen, dass die Hunde die frischeste Spur schon herausfinden können. Der ganze Pulk latscht - zumindest bei uns - ja immer mit, so dass vom Parkplatz ziemlich schnell sehr viele Spuren abgehen. Oder man kreuzt den Weg, den das Opfer vorher schon mal gegangen ist etc. Das ist ja sogar für die Hunde ganz gutes Training, das auseinanderzuklamüsern.

    Im Grunde könnte man also jede Woche am gleichen Ort trailen - aber das wäre doch doof und langweilig.
    Das Gedächtnis der Hunde ist eine Sache, aber viel schlimmer finde ich das Gedächtnis/die Gewohnheiten der Menschen, die dazu neigen, immer die selben Strecken zu gehen und sich die gleichen Verstecke zu suchen. Da muss man sich selber zwingen, mal anders zu denken und absichtlich gegen den Autopilot zu verstoßen ;-)

    Zitat

    Ich hätte die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen (Einzelhandel Sportgeschäft), aber ist das wirklich schön für den Hund? Oder würde er sich zu Tode langweilen?!

    Schön, dass Du Dir so viele Gedanken machst! Noch schöner, dass Du einen zukünftigen Hund mit zur Arbeit nehmen köntest. Das ist für einen Hund auch nicht tödlich langweilig - im Idealfall liegt der nämlich sowieso den größten Teil des Tag rum und pennt. Das kann er dann auch im Hinterzimmer oder hinter der Theke machen. Wichtig ist ein Platz, an dem nicht ständig jemand über ihn drübersteigt. Eventuell hängt da jedoch ein bisschen Erziehungsarbeit dran, dass er auch an seinem Platz bleibt und nicht jeden neuen Kunden abcheckt.

    Für den Hund ist es jedenfalls am schönsten, wenn er einfach irgendwie in Deiner Nähe entspannt abhängen kann - er muss (und soll!) nicht den ganzen Tag über bespaßt werden.

    Zitat

    Wie ist es denn mit festklemmen, so dass sie es nicht bringen kann? Und sämtliche Versuche, es zu nehmen, einfach komplett ignorieren und nur bestätigen, wenn sie es anzeigt.


    Das sagt sich so leicht, wenn der Hund versucht, sich durch Möbel zu beißen und durchs Parkett zu kratzen, um das verdammte festgeklemmte Ding ENDLICH APPORTIEREN zu können...

    Ich habe das Problem selber auch noch nicht ganz rausgekriegt, aber ich gebe ein freundliches Abbruchsignal ("möööp") wenn sie anfängt dranrumzuknibbeln. Und dann flugs den Doppelklick, wenn die Irritation vorbei ist und sie die Nase wieder dranhält. Mit Sicherheit habe ich da auch im Aufbau Fehler gemacht, so dass sie es nicht genug verinnerlicht hat, dass die Nase am Objekt bleibt und die Belohnung schon irgendwann zu ihr kommt.

    Sich ganz viel Zeit beim Aufbau lassen ist also grundsätzlich echt sinnvoll. Ich weiß, dass es total verlockend ist, ein, zwei Schritte zu überspringen: Aber das rächt sich später!

    Kauartikel gibt es bei uns so gut wie nie - ich glaube auch nicht, dass die für die Hundegesundheit einen wesentlichen Beitrag leisten. Das angesabberte Glitschzeug kann doch auch bei der Zahnreinigung keine große Rolle spielen - da gebe ich lieber ab und an einen richtigen Knochen zum dranrumnagen. Oder die berühmte Möhre, die wird hier auch gern genommen.

    Zur Beschäftigung setze ich Kauartikel sowieso nicht ein und für den Stressabbau hat mein Hund hier immer Kauseile rumliegen. Sie benutzt sie zunehmend weniger, aber früher habe ich die Dinger im Zehnerpack gekauft. Angeblich pflegen die ja auch die Zähne...

    Die Finessen der Unterordnung, wie zum Beispiel "Platz". So ein stinknormales Platz, wo man dem Hund sagt, dass er sich hinlegen soll und er das einfach macht und liegenbleibt. Können wir nicht. Ohne Ablenkung kriegen wir bestenfalls ein zögerliches "ich-rutsch-mal-runter-aber-ich-berühre-nicht-mit-dem-Bauch-den-Boden-und-weil-das-sauanstrengend ist-stehe-ich-auf-wenn-ich-nicht-mehr-kann." Ich hab's aufgegeben.

    Ansonsten kriegen wir keine saubere Grundstellung und kein sauberes Fuß hin, aber es reicht mir, wenn sie beides im 45° Winkel zu mir macht.

    An den anderen Baustellen (vor allem Leinenführigkeit und Umweltsicherheit) bleibe ich weiter dran!

    Zitat

    Das ist kein Kommando, sondern eine Bestechung, und sowas haben wir gar nicht. Ich habe aber Belohnungen für den ultimativen Rückruf, wenn du das meinst.

    Dazu habe ich auch eine Frage: Wo fängt denn eigentlich die Bestechung an?

    Mein Hund weiß auch, dass sie mit etwas Leckerem rechnen darf, wenn sie auf mein Rufen sofort und mit Schmackes angeflogen kommt. Es ist nicht so, dass ich mit Wurst winke, aber sie weiß ja, das ich was dabei habe, was ich für gute Leistungen rausgebe.

    Ich weiß, dass man im Idealfall variabel belohnt, aber das wirkt bei uns nur bei den läppischen Aufgaben - und auch nur dann, wenn sie eh nichts besseres vorhat... Futter hingegen wirkt - und das setzen wir sozusagen variabel ein: Kann sein, dass es nur ein paar Knöpfe Trockenfutter gibt, kann aber auch sein, dass es Wurst oder eine größere Portion Zeugs gibt. Ist das nun Bestechung, Hinhaltetaktik oder Belohnung?

    Zitat

    Also kämpfen wir uns irgendwie ins Feld und erst wenn die Hunde abgeleint sind und ca 10 Minuten gespielt haben, beginnt er „herunter zu fahren“ und ist wieder ansprechbar.

    Ich würde mich nicht "ins Feld kämpfen". Trefft Eure Gassifreunde doch einfach im Feld. Zum Üben dann mal 20 Meter, später 50 Meter an der Leine auf die anderen zugehen - aber nicht auf den letzten 50 Metern, sondern wenn ihr noch so weit weg seid, dass er noch nicht total freidreht. Geht auch gut andersherum: Ihr wartet am Treffpunkt und die anderen kommen auf Euch zu - und er muss sitzenbleiben.

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    Edit: Pädagogisch wertvoller ist der Tipp von Flying Paws. Mit meinem Hund wäre das allerdings nicht gegangen - wir sind erst jetzt so laaangsam so weit, dass an Leinenführigkeit unter solcher Ablenkung zu denken ist. Weiß nicht, wie das bei Deinem Hund läuft?