Beiträge von Phantomaus

    Grundsätzlich finde ich, das passt bei Dir schon! Ich traue jemandem, der mit Tieren arbeitet jetzt einfach mal zu, dass sie auch mit einem Hund klarkommt. Schön, dass der Hund in Deinem Arbeitsalltag die meiste Zeit dabeisein kann.

    Ganz wichtig finde ich, dass man als Einpersonenhaushalt verlässliche Leute im Umfeld hat, bei denen man den Hund im Notfall mal parken kann. Solche Situationen kommen irgendwie doch häufiger vor, als man denkt. Klausuren, Feierlichkeiten, Überstunden etc...

    Die Arbeitssituation mit dem Nebenjob finde ich noch mit einem Hund vereinbar - natürlich nicht mit einem Welpen, aber ein erwachsener Hund kommt damit normalerweise klar. Aber man sollte das Alleinebleiben langsam üben - daher brauchst Du für den Anfang auch mit einem erwachsenen Hund möglicherweise eine Betreuung während des Nebenjobs. Dass Du in Deiner Pause eine kurze Pipirunde einlegen könntest, ist jedenfalls schon mal gut.

    Mit der Rasse Australian Shepherd habe ich persönlich keine Erfahrungen, aber auch da denke ich, dass ein Mensch mit Tierverstand es hinkriegen müsste, so einem Hund das richtige Maß von Ruhe und Auslastung zu bieten. Auch, wenn der Hund bei Dir überall dabei sein kann, bedeutet das ja nicht, dass er immer mittendrin sein muss. Da kann er auch mal in einer Ecke liegen und Pause haben. Die Aussies sind ja nicht umsonst so beliebt bei Reitern, da wird ja irgendwas dran sein, das diese Rasse zumindest nicht komplett ungeeignet für den Umgang mit Pferden macht. Ein geeigneter Reitbegleithund wäre übrigens auch ein Dalmatiner - das ist optisch natürlich ganz was anderes.

    Einen Haufen Verantwortung hast Du allerdings jetzt schon - wenn man drei Pferde hat, schrecken einen wahrscheinlich die 100 - 150 Euro, die ein Hund im Monat kostet, nicht ab. Aber trotzdem - es ist ein Tier mehr, um das man sich kümmert, Gedanken macht und das einen einschränkt. Das muss nicht negativ sein, mich stört's ja auch nicht. Aber viel Spontanität, Zeit für andere Dinge und andere Menschen bleibt Dir bei Deinem Pensum sicher nicht. Das muss man wirklich so wollen!

    Hundegeschädigt ist ja, dass man denkt "12 Euro-Hundeshampoo, das MUSS ja was können".

    Aber ich kenne das auch: Gescheites Hundezubehör kostet halt was, da zickt man nicht rum. Also kriegt der Hund ein 40-Euro Leuchthalsband um und man selber trägt ein Warn-Lätzchen für 2 Euro aus der Grabbelkiste. Das reicht ja wohl, damit ich nicht überfahren werde...

    Bei der Schleppleine gibt's unterschiedliche Trainingsansätze. Aber egal wie - das Ding dient erstmal nur dazu, dass der Hund im Ernstfall nicht abhaut. Dafür ist sie allerdings echt praktisch.

    Trainieren, dass der Hund auf einen achtet, muss man extra. Es gibt zwar ganz zahme Hunde, die selbst keinen Zug auf dem Geschirr oder Halsband mögen und die daher von alleine zusehen, dass sie mit dem Halter Schritt halten. Aber für die braucht man eigentlich auch keine Schleppleine. Die brauchst Du nur, wenn der Hund in Jagd- oder Krisensituationen eben nicht mehr auf Dich achtet und nicht mehr hört.

    Aber durch die Schleppleine allein lernt der Hund gar nichts. Außer vielleicht, wann die Leine dran ist und wann nicht...

    In Krisensituationen würde ich vor allem zusehen, dass ich den Hund nah bei mir halte und sie nicht am anderen Ende der Schleppleine alleine rumeiert. Dann kannst Du im Ernstfall nämlich die Heldin spielen und andere Hunde wegscheuchen. Das müsste bei dem kleinen Angsthasen eigentlich Eindruck machen, so dass sie nach einigen erfolgreichen Beschützungen von alleine zu Dir kommt.

    Andere Hunde wegscheuchen muss man aber üben - dafür ist ein Hundeplatz vielleicht gar nicht so schlecht. Wenn Du selber einen kleinen, ängstlichen Hund hast, musst Du ja auch erstmal lernen, wie man zum Beispiel einen großen, frechen Hund beeindruckt. Das würde ich dann aber erstmal ohne Deinen Hund üben.

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    Ps: habe schon bei suchen gelesen, dass 120x xy Außenmaße wohl gut sei... Ist 100x xy definitiv zu klein???? :headbash:

    Ich habe eine Labbi-Hündin, die mit 55cm Schulterhöhe eher groß ausfällt. Ein Hundebett mit 100 x 80cm Außenmaß ist absolut groß genug, damit sie ausgestreckt schlafen kann. Das Innenmaß ist bei uns ca. 85 x 65 und das reicht wirklich.

    Natürlich KANN sich ein Hund noch länger strecken, aber es ist nicht schlimm, wenn das allerletzte Stück vom Schwanzende dann über das Körbchen hinausragt :D.

    Mal eine vorsichtige Unterstellung: Wenn das Objekt mit neuem Dach und neuen Fenstern nicht mehr als 20.000 EUR wert ist, dann wird sich mit Euren Renovierungsarbeiten der Wiederverkaufswert auch nicht drastisch erhöhen. Mit anderen Worten: Das Geld, das Ihr reinsteckt, müsst Ihr rauswohnen - das kriegt man nicht beim Verkauf wieder.

    (Bisschen neidisch bin ich übrigens schon - hier gibt's für das Geld maximal eine Garage - oder einen gebrauchten BMW...)

    Ich kaufe auch jedesmal eine andere Sorte Trockenfutter. Das ist dann immer ein paar Wochen lang unser Hauptfutter, danach gibt's ein anderes - idealerweise mit einer anderem Fleischsorte drin ;-).

    Das Ganze ergänze ich durch Nassfutter für besondere Leistungen (Trailbelohnung, Rückrufpfeife), gelegentlich einem Knochen – und allem Essbaren, was weg muss.

    Und wenn mein alter Nachbar eine Tüte Frolic kauft, damit er "was zum anbieten" (echt!) hat, wenn der Hund ihn in seinen Garten besucht, ist mir das auch egal.

    Was ich praktisch nie sehe sind Setter. Das waren vor fünfundzwanzig Jahren DIE Familienhunde überhaupt. So wie jetzt der Golden Retriever. Wer damals kein langes Fell leiden mochte, hatte einen Boxer. Sieht man heute auch eher selten. Den hat wohl der Ridgeback ersetzt. Wer einen besonders klugen und eleganten Hund wollte, hatte vor 25 Jahren einen Collie. Heute entscheiden sich diese Leute dann für einen Australian Shepherd. Und Bobtails sind auch völlig aus der Mode - deren ökologische Nische ist jetzt wahrscheinlich von Berner Sennenhunden bevölkert.

    Aktuell sind hier Pudel und Lagottos groß im Kommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die den Labrador in der Beliebtheit ablösen. In diese Richtung zeigen ja auch so Erfindungen wie die "Labradoodles". Und es ist ja nicht so, dass ich als Labradorhalter nicht auch manchmal denken würde "der nächste Hund wird ein Pudel!". Man muss ja nicht auf Teufel-komm-raus unbedingt eine seltene Rasse oder einen besonderen Farbschlag haben - bloß, damit man nicht die gleiche Sorte Hund führt wie der doofe Nachbar...

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    Wessen Hund zieht, der ist nur zu langsam :D


    Ohne Scheiß - da ist was dran!

    Wenn ich so flott gehe, wie ich kann und dabei immer wieder überraschende Slalomschlenker um Pöhler, Passanten und parkende Autos mache, dann habe ich die Aufmerksamkeit meines Hundes ganz gut bei mir. Das ist aber hammeranstrengend. Nicht von der Kondition her - aber wenn Du Dich so zügig auf einem "abenteuerlichen" Kurs bewegst, musst Du ja auch gleichzeitig Dein Umfeld im Auge behalten und abschätzen "Schaffen wir es links um die Mülltonne rum, bevor die Oma mit dem Rollator aus dem Hauseingang kommt?"). Das ist in der Innenstadt nicht ganz einfach.

    Einfach nur Richtungswechsel ohne Ziel bringen's hier übrigens nicht: Bei Zick und Zack, Hin und Her glaubt mein Hund nämlich nicht, dass ich weiß, wo ich hinwill und setzt alles dran, nach vorn zu kommen und ENDLICH selbst eine Richtung vorzugeben. Da hilft gezieltes Slalomlaufen schon besser.

    Bei der Hündin weißt Du, was Du kriegst. Das ist bei einem Welpen nicht unbedingt der Fall. Wie sich der Charakter später entwickelt, kann man ja nur ungefähr ahnen. Natürlich ist da einer etwas frecher und ein anderer etwas schmusiger oder so. Aber ob der freche Fratz hinterher ein charmanter Partylöwe wird oder ein nerviger Motorradrocker - das weiß man vorher nicht. Oder ob der ruhige Welpe sich später als schwer zu motivierender Sturkopp herausstellt oder aber als Mamakind, das ohne Dich nicht sein mag - völlig offen.

    Die Prägephase ist sicher wichtig, aber da ist doch bei der Hündin offenbar alles gut gelaufen! Da muss man sich jetzt nicht drüber ärgern, wenn man nicht derjenige ist, mit dem der Hund das erste Mal Bus gefahren ist...

    Da würde ich nach Schmerzgrad unterscheiden: Das eine ist das Erlernen der Beißhemmung (weil Menschen ja solche Memmen sind - schön formuliert!). Dagegen hilft es bei Euch je offenbar, loszujaulen. Das ist doch prima.

    Aber manche Hunde zeigen ihre Liebe mit den Zähnen und knibbeln aus lauter Sympathie ganz leicht und vorsichtig an einem rum. Kenne das von dem Hund einer Freundin (ist auch ein Weimaraner :p) und finde es da ganz süß. Da es aber wahrscheinlich nicht jeder schnuffig findet, wenn so ein großer Hund an einem herumknabbert, würde ich mich da genauso verhalten, wie ich es bei schlotzigen Schleckattacken mache: Einfach die Hand wegziehen und gut ist. Dann merkt er schon, dass seine Komplimente bei Dir nicht ankommen :roll: .