Beiträge von Phantomaus

    Das ist jetzt eine Entscheidung, die ihr treffen müsst und keiner kann beurteilen, ob der Hund zu Euch passt oder nicht.

    Aber eine Woche zum Testen ist nicht sehr aussagekräftig. Ich kann verstehen, dass man so eine Probewoche gut findet, damit man (gefühlt) nicht die ganze Verantwortung ab der ersten Minute hat. Allerdings brauchen Hund und Mensch (und Katz) meist länger, um sich wirklich aneinander zu gewöhnen.

    Das ist bei ganz vielen Leuten so: Eine Bindung und eine tiefe Zuneigung muss erstmal wachsen! Viele Leute kriegen auch nach ein paar Tagen erstmal die Krise und denken, dass sie der neuen Verantwortung doch nicht gewachsen sind (Stichwort hier im Forum: Welpenblues). Wenn man den neuen Hund "nur" okay findet, wenn der sich zu Hause und draußen anständig aufführt und man sich das Leben mit so einem Hund grundsätzlich vorstellen kann, ist das schon mal eine Menge!

    Zu der Katzenproblematik kann ich nichts sagen, das ist sicher im Moment eine große Belastung für Euch. Da weiß ein Katzenforum wahrscheinlich besser, wieviel Zeit man den Katern einräumen muss, um sich mit dem neuen Hausgenossen zu arrangieren. Sehr wahrscheinlich ist es jedoch so, dass die Katzen bei einem anderen Hund genauso reagieren - schließlich hat dieser ihnen nichts getan und sie unterscheiden da sicher nicht nach der Optik...

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    Lustig wäre auch wenn man dann tatsächlich zusammen kommen würde und dann irgendwann die frage käme "wie habt ihr euch denn kennengelernt?"

    "Na, mir gefiel sein/ihr Hund" :headbash:

    :D Ich habe mich aber auch schon schlimm erschrocken, als ich mal einen Hund getroffen habe, der mir gefiel (wie überraschend!), den ein bisschen geknuddelt habe und dann irgendwann hochgucke und da ein schleimig grinsendes Ekelpaket stand, dass sich wahrscheinlich halbtot gefreut hat, dass der Welpe selbstständig Frauen aufreißt…

    Aber lustig genug ist es auch, wenn auf Parties von Gassifreunden eingeladen wird und dort auf die Frage "Und woher kennst Du XY?" lässig sagen kann: "Ach, unsere Hunde sind befreundet!".

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    Heißt Hund heizt ca. 3 Stunden im Sommer umher, der Boden ist megatrocken und dann blättert nach diesen 2-3 Stunden Dauergalopp die oberste Hautschicht der Ballen ab.

    :schockiert: So schnell geht das bei Euch? Ist der Lucky denn auch einer mit Hautproblemen? Gab am Anfang ja mehrere Leute, die das berichteten. Ich kenne sowas von meinem Hund nicht... 2-3 Stunden Dauergalopp schafft meine auch in bester seelischer Verfassung, wenn wir zum Beispiel in fremder, aufregender Umgebung sind. Neulich in den Dünen und am Strand waren das locker 3-4 Stunden Schweinsgalopp am Stück. (Am ersten Tag. Am zweiten konnte sie dann auch mal traben :D ). Und vor zwei Jahren habe ich mal eine Tageswanderung mit ihr gemacht, da rannte sie nach 6 Stunden immer noch, hatte aber keine Probleme mit den Pfoten oder irgendwas.

    Ansonsten sehe ich aber schon zu, dass ich meinen Hund da nicht noch absichtlich hochtrainiere - auch deshalb habe ich zum Beispiel keinen Ehrgeiz, mit ihr Fahrrad zu fahren.

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    Kommt ein Konflikt auf, rennt man einfach hirnlos durch die Gegend.

    Rennen hilft - Bewegung senkt den Stresspegel!

    Eigentlich müsste ich mit meinem Stresskeks also mindestens mit dem Fahrrad die schlimmen Strecken abfahren - das Blöde ist, dass ich mich mit ihr wirklich nicht am Fahrrad in den Stadtverkehr begeben kann - es ist echt zu gefährlich...

    Was meinem Hund aber auch hilft, ist Kauen. Wenn sie auf unseren Umwelt-Stressrunden mal eine Pause zum Runterkommen braucht und ich mich abseits irgendwo mit ihr hinsetze, sucht sie sich meist einen Stock und beißt den klein. Wenn es keine Stöcker gibt, gräbt sie ein Loch. Ich sehe meist zu, dass wir einen Stock finden...

    Was ich damit sagen will: Mein Hund muss sich abreagieren können. Der Stress geht nicht weg, wenn man sie zwingt, Sitz zu machen und sitzen zu bleiben - im Gegenteil.

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    Ich frag nur wofür der Thread gedacht ist. :smile:

    Weil den jemand "Genie und Wahnsinn" nennen wollte - und lebhafte Hunde mit genialer Arbeit sind halt keine "ADHS Hunde" oder Hunde mit "krankhaft" überdrehtem Wesen und Dünnnervigkeit. Da ist einfach der riesen Unterschied und darum hab ich gefragt.

    Das schließt sich dann aus.

    Naja, erstmal ist es ein Austauschthread. Und dann ist auch nicht "krankhaft" das Thema, sondern "sehr lebhaft bis "hyperaktiv"". Das ist ein weites Spektrum. Da muss man nicht definieren, wer jetzt gestört ist und wer nicht und wer dann noch hier hingehört - oder?

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    Ich wollte schon vorschlagen, den Thread in "zwischen Genie und Wahnsinn" umzubenennen

    :gut: Dafür!

    Das kennzeichnet die durchgedrehten Hunde ja scheinbar auch, dass die durchaus arbeiten können mit ihrem Tunnelblick. Und als Halter ist man ja auch total dankbar, wenn man eine Beschäftigung gefunden hat, die dem Hund gerecht wird. Andere Leute verstehen das nicht: "Wieso machst Du denn solche Mätzchen (Mantrailing) mit dem Hund, wenn die noch nicht mal die Grundbegriffe der Hundeerziehung (Platz) kann?"

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    Die Symptome in dem Buch treffen aber auch zu 95% auf schlicht unerzogene Hunde zu.

    Und da vermischen sich Symptom und Ursache. Ein extrem reizemfänglicher Hund ist schwieriger zu erziehen. Vieles ist machbar, es dauert nur länger. Und so lange sieht man halt aus, als ob man den Hund nicht im Griff hat ;-)

    Es erklären ja auch viele Leute die Erziehungsdefizite ihrer Hunde mit dem Rassestandard - und zwar quer durchs Sortiment: "Dalmatiner sind eben so" genauso wie "Bullterrier sind eben so".

    Es ist ja bei allen "Diagnosen" so, dass sich Leute drauf ausruhen, die keinen Ehrgeiz haben oder die nicht weiterwissen. Hier im Thread achtet interessanterweise ja jeder der Betroffenen drauf, den Begriff der Hyperaktivität für sich selber umzuformulieren - zum einen, weil offenbar gottseidank kein Hund hier das Komplettbild zeigt. Zum anderen aber wahrscheinlich auch, um gerade nicht auf den Zug aufzuspringen...

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    Ich habe das gehört, dass Hunde, wenn zuviel Reize vorliegen, ausblenden - also in der Stadt z.B.. Berichtigt mich, wenn ich falsch liege.

    Jein.
    Ich trainiere ja fast jeden Tag Umweltreize - Angsthund eben. In der Innenstadt ist meine inzwischen auch einigermaßen unauffällig, halbwegs ansprechbar und fängt sogar an, zu schnüffeln und Essbares zu finden. Das gilt hier als Fortschritt, weil sie vorher für sowas buchstäblich "keinen Nerv" hatte. Gestresst ist sie allerdings schon noch. In der Fußgängerzone habe ich das Gefühl, dass sie das alles nur "verschwommen" wahrnimmt. Wenn zum Beispiel in der Innenstadt vor uns eine Taube hochfliegt, reagiert sie nicht darauf - insofern blendet sie schon Dinge aus.

    Aber an einer befahrenen Straße blendet mein Hund gar nichts aus - da steht sie extrem unter Spannung und scheint alles ultrascharf wahrzunehmen. Wenn da irgendwo eine Tüte fliegt, ein Sack Reis oder - Gott bewahre - ein Fahrrad umfällt, dann war's das und sie tickt aus. Da kann sie dann nur noch an Flucht denken und das einzige, was sie komplett ausblendet, bin ich :muede2:.

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    Zum Training und zum Spaß werde ich ihr den Leinen-"touch" oder eher Leinenbiss jetzt wohl beibringen. Wenn wir das dann sowieso könnten, wäre ich wohl versucht, mich damit um das Anleinen rumzumogeln. Sollte ich mir das gleich aus dem Kopf schlagen? :headbash:

    Wie wäre es denn dann damit, eine Beißwurst an die Leine zu binden? Wäre für Dich einfach zu basteln, praktisch in der Handhabung und für den Hund wahrscheinlich leicht zu verstehen und außerdem noch attraktiv. Oder?