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Wenn meinem Hund langweilig ist, dann schmeisst sie mir ihr Spielzeug gegen den Kopf und starrt mich an.
Ah! *Notiz: Spielzeug ins Schlafzimmer legen.*
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Wenn meinem Hund langweilig ist, dann schmeisst sie mir ihr Spielzeug gegen den Kopf und starrt mich an.
Ah! *Notiz: Spielzeug ins Schlafzimmer legen.*
Ich habe mal ne ganz blöde Frage: Wie stellt ihr fest, ob Euer Hund DRINGEND rausmuss, oder ob er nur gerne rauswill?
Ich habe jeden Morgen (vor allem am Wochenende) ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht SOFORT aufstehe, wenn der Hund neben mir steht und stubst und trampelt und dringend rauswill. Richtig gemein fühle ich mich dann, wenn es wirklich dringend war und sie direkt vor der Tür pinkeln muss. Aber in den allermeisten Fällen hält sie es locker aus, bis wir beim Wäldchen sind und ich habe das Gefühl, dass sie es durchaus auch noch ein halbes Stündchen länger ausgehalten hätte.
Mir ist klar, dass der Hund mich dressiert mit der Stubserei morgens - sie hat ja auch Erfolg damit... Aber ich kann sie auch schlecht konsequent ignorieren - ist ja klar, dass sie morgens irgendwann Pipi muss. Es gibt auch keine Steigerungsstufe - sie stubst einfach nur und marschiert im Schlafzimmer auf und ab.
Manchmal habe ich Glück und sie legt sich nach 5 Minuten nerven und ignoriert werden wieder hin. Aber manchmal auch nicht - und das ist unabhängig davon, wie dringend es ist und wie spät sie abends was zu fressen bekommen hat und ob ich nachts noch mal mit ihr vor der Tür war...
Wie macht Ihr das?
Noch ein Denkanstoß:
Du sagst ja, die Hundeanschaffung wäre keine spontane Entscheidung gewesen. Du hast Dich also mit Sicherheit mental auf ein gewisses Maß an Chaos vorbereitet. Freue Dich über die Dinge, die gut laufen, obwohl Du mit Problemen gerechnet hast!
Die meisten Menschen sind ja mit einem Kleinkind alleine schon ziemlich ausgelastet, Du hast also in der Entscheidungsphase bei Dir noch Kapazitäten gesehen. Die musst Du jetzt nutzen!
Das Handling mit Buggy und Hund ist sicher nicht einfach, aber wahrscheinlich eine Frage der Technik. Welche Hand wohin, welche Seite, welche Leine - Du wirst es herausfinden. Auch da: Freue Dich, dass Dein Kind noch im Buggy sitzt. Da kannst Du Dich jetzt erstmal aufs Hundetraining konzentrieren, bevor das Kind anfängt, frei herumzulaufen und Du beide im Blick behalten musst ;-)
Der Hund ist jetzt erstmal eine große Veränderung für Eure Familie und ich kann verstehen, dass das gerade mit einem ängstlichen Kleinkind für Dich schwierig ist.
Das Kind braucht wohl noch ein Weilchen und ich bin kein Kinderpsychologe. Aber du wirst ihr ja sicher zeigen, dass der Hund nett ist und die beiden vorsichtig aneinander heranführen und vor allem nicht alleine lassen. Bleib ruhig und gelassen und lass Deinem Kind die Zeit, die es braucht. Du hast Glück, dass der Hund so vorsichtig mit ihr ist - das sind nicht alle, gerade Labradore sind oft sehr stürmisch! Die beiden werden sich schon anfreunden - am Besten passt Du auf, dass das Kind gar keine Angst zu haben braucht und dass sie soviel Distanz zum Hund halten kann wie sie mag. Dafür musst Du sie vielleicht noch eine Weile länger auf dem Arm behalten oder auch mal Hund und Kind durch ein Türgitter trennen.
Es geht vielen Menschen so, dass sie sich mit dem neuen Hausgenossen erstmal überfordert fühlen und sich unsicher sind, ob es die richtige Entscheidung war. Es dauert manchmal etwas, bis man wirklich ein Team ist. Die ganzen Unsicherheiten am Anfang gehören auch dazu - sogar hundeerfahrene Menschen müssen sich bei einem neuen Hund erstmal auf den anderen Charakter einstellen und können noch nicht jede Situation intuitiv richtig einschätzen.
Geht zur Hundeschule? Da gibt es nicht nur wertvolle Tipps für den Umgang mit dem Hund, sondern auch den Austausch mit anderen Haltern - Ihr seid nicht die ersten, die mit dieser Unsicherheit zu kämpfen haben!
Das Aufreiten würde ich übrigens nicht als Dominanz werten. Wahrscheinlich ist es Stress beim Hund - der weiß ja gerade auch noch nicht so genau, was eigentlich Sache ist. Schubst ihn runter, lobt ihn, wenn er mit 4 Pfoten auf dem Boden steht - das wird schon!
…wenn Du den Hund mit reinziehst, um eine strategische Mehrheit im Haushalt vorzutäuschen: "Der Hund und ich, wir finden DAS aber besser!"
ZitatIch benutz hier schon mal gespülte Edelstahlnäpfe als Salatschüsseln
Coole Idee! Wenn ich das nächste Mal die Hundefreunde zu Gast habe, werde ich Knabberkram in dem orangen Melamin-Napf anbieten: Der wird ja sowas von stylisch auf meinem Tisch aussehen - das ich da nicht von alleine drauf gekommen bin...
Merke:
... Du bist hundegeschädigt, wenn Du nicht genug Geschirr / bzw. überhaupt keine Dekoschalen hast, aber von Deinen 8 Hundenäpfen für besondere Anlässe welche abzweigen kannst.
ZitatAber ich muss mich hier mal freuen - der Stresskeks hat sich gestern trotz mehrerer Leute, die zu Besuch waren, echt gut geschlagen.
Ja, man freut sich über die "normalsten Sachen"! Ich hatte vor ein paar Monaten auch eine kleine Feier und dazu ein paar Gassifreunde eingeladen, die ihrerseits ganz fasziniert waren, meinen Hund mal "ohne Bewegungsunschärfe zu sehen". Mir glaubt da draußen ja keiner, dass der Hund zu Hause eigentlich ganz ruhig ist... und bei Hundebesuch *räusper* ist sie das auch nicht. Bei einer Party hatte ich also nicht erwartet, dass sie sich zwischendurch mal hinlegen würde. Aber es ging!
Und gestern hat sie es sogar trotz Hundebesuch geschafft, uns in Ruhe essen zu lassen. Natürlich standen beide Hunde unter Kommando und haben nicht freiwillig aufgehört rumzukaspern. Aber sowas ist keine einfache Übung für sie und ich bin sehrsehr stolz!
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Bei der Korrektur selbst, musst du meiner Ansicht nach etwas finden, was sich ohne großes Heckmeck in aller Ruhe machen lässt aber vom Hund auf jeden Fall mit einer Reaktion beantwortet wird. Alles was keine Wirkung hat, ist unnütz.
Gerade erst den Beitrag mit Verstand gelesen. Genau daran glaube ich auch. Kein Heckmeck, feste Rituale. Genau das mache ich mit dem stoppen und ins Sitz bringen (s.o.). Deshalb bin ich immer noch bei der Methode - auch, wenn es wirklich nur seeehr langsam besser wird...
Oh Gott, die Leinenführigkeit…
Ich bin auch zu dem Schluss gekommen, dass der Hund VOR mir schon mal gar nicht funktioniert. Aber neben/hinter mir bleibt sie nicht freiwillig und meine Korrekturen/Begrenzungen/Sanktionen führten bisher nicht dazu, dass sie begreift, dass sie einfach nur auf mich achten soll und fertig.
Was ich seit einem guten Jahr mache, ist, sie in dem Moment, wo sie Gas geben will, zu stoppen und sie (im Zweifel mit hochgezogener Leine) ins Sitz bringen. Dann geht's weiter, wenn ich den Eindruck habe, sie ist jetzt im Kopf bei mir. Dazu Slalomlaufen um Hindernisse (parkende Autos etc), wo es sich anbietet. Gelegentlich drängle ich sie an Mauern, Hecken etc. ab, so dass sie nur hinter mir bleiben kann. Aber immer, wenn ich sie so abgedrängt habe, will sie danach umso dringender nach vorne, das ist also keine Premiumlösung.
Ich bin auch schon vor sie gesprungen. Bringt von meiner Seite eine Unruhe rein, die völlig kontraproduktiv ist. Wenn ich mich nicht zielgerichtet bewege (dazu gehört auch das Hin und Her bei Richtungswechseln) glaubt sie mir überhaupt nicht, dass ich weiß, wo wir hinwollen.
Anstupsen habe ich in anderen Situationen (Hund schnüffelt sich fest oder ist sonstwie mit den Gedanken woanders) auch schon probiert. Da kann man sie wirklich im Dauerfeuer in die Seite picken, die zuckt nichtmal. Beim Leinelaufen bietet sich das aber rein physiologisch nicht an: Ich bin zwar nicht groß und sie ist nicht klein, aber um sie in die Seite zu picken, müsste ich mich runterbeugen - nicht gut. Immer schön aufrecht bleiben und zügig mit Blick nach vorn laufen - das klappt am Besten.
Ich habe auch schon eine Art Gerte genommen, um damit den Raum vor ihr zu blockieren. Mehr als ein nerviges "auf die Nase titschen" mochte ich aber damit zur Korrektur nicht veranstalten, also hat's nicht funktioniert. Ich habe aber auch andere Hundehalter gesehen, die da etwas herzhafter zu Werke gehen und deren Hunde trotzdem nicht Fuß gehen... Also habe ich die Methode verworfen.
Was lustigerweise echt gut funktioniert, ist ein Leitzordner in einem Leinenbeutel. (Ich nehme den Hund ja immer mit auf Botengänge zum Umwelttraining...) Den kann man ganz toll und lässig vor ihrer Nase schwingen lassen, wenn sie vorlaufen will. Das bremst sie und das ist mir nicht zu brutal. Das einzige Problem ist, dass ich nicht unbedingt auf jedem Spaziergang auch noch einen Ordner mitzuschleppen mag...
ZitatNun ja, war ja zu erwarten... bei der Vorgeschichte!
Naja, die Vorgeschichte ist zwar dubios, und so sollte man es nicht machen. Aber das ist jetzt erstmal kein Grund, den Hund nicht behalten zu können. Doof an der Vorgeschichte ist bis jetzt vor allem, dass die Threaderstellerin sich unter Druck gesetzt fühlt - und da wird man leicht panisch. Deshalb heißt es jetzt erstmal tief durchatmen, Bestandsaufnahme machen und in aller Ruhe entscheiden. Die Woche ist schließlich noch nicht mal halb rum ;-)