Ich habe auch eine Pfeife, und zwar für "Notfälle". Normalerweise tut's der reguläre Rückruf, aber es KANN passieren, dass der ignoriert wird
. Wenn ich die Pfeife mal vergessen habe, muss halt der normale Rückruf reichen.
Für die Pfeife gibt's was Ober-Super-Leckeres, jedenfalls nicht das normale Trockenfutter. Ich habe oft ein Döschen mit Essensresten oder so dabei, das gibt's für extra gute Leistungen - oder auf Pfiff. (Und oft genug nehme ich es auch wieder mit nach Hause :p.) Und genau wie jemand anderes hier habe ich immer noch ein Alutütchen Katzenfutter dabei, falls ich gerade keine andere Belohnung greifbar habe.
Ich bin ganz, ganz pingelig mit meiner Pfeife und nutze sie nicht, wenn es nicht nötig ist. Ich sehe auch zu, dass ich niemals vorher den normalen Rückruf verwende, sondern im Ernstfall NUR pfeife.
So ein- bis zweimal die Woche wird gepfiffen - meist, wenn der Hund gerade Wild hinterher will, aber zu Trainingszwecken auch mal, wenn sie gerade nichts "Wichtiges" vorhat. Und das klappt - bis jetzt hundertprozentig!
Aufgebaut habe ich das so, dass ich den Hund abgesetzt habe, ein Stück weggegangen bin und dann gewunken (ist hier ein Herkommsignal) UND gepfiffen habe. Also war die Pfeife das Signal, dass sie zu mir kommen DARF - und es gibt noch was Tolles dafür.
Dann habe ich den Schwierigkeitsgrad ganz langsam über mehrere Wochen gesteigert - der Hund läuft über's Feld: Pfiff. Hund schnuppert an einen Grasbüschel - Pfiff. Der Hund spielt mit anderen Hunden: Pfiff. Der Hund steckt in einem Mäuseloch: Pfiff. Und immer mal wieder einen ganz einfach zu befolgender Pfiff dazwischen. Und so haben wir uns peu à peu dahin vorgearbeitet, dass der Hund sich von flüchtendem Wild abrufen lässt. Magisch!