Beiträge von Phantomaus

    Ich würde es so machen, dass ich das Halten einzeln trainiere. Also vorsitzen lassen, Dummy in die Schnute geben, halten lassen (ggf. mit Kommando belegen und ggf. Zeit ausdehnen), dann die Hand drunterhalten, Kommando auflösen, Dummy auffangen, loben.

    Das ist recht einfach zu trainieren, und dann hat sie direkt was, was sie beim nächsten Mal anbieten kann.

    Ich finde es immer besser, wenn man bei sowas Denkanstöße gibt und nicht rumklugscheißert. Mein Text wäre daher in etwa: "Haben Sie keine Angst, dass der sich mal das Genick bricht, wenn der da so reinbrettert? Mein Hund ist ja auch so eine Knalltüte, da habe mit der langen Leine immer ein Geschirr drauf - da fühle ich mich wohler mit."

    Genauso, wie ich bei dicken Hunden gelegentlich sowas sage wie: "Der ist aber auch kein Kostverächter, was?" Oder "Der kleine Pummel will wohl nicht so schnell laufen beim Spielen, hm?" Wenn die Leute dann drauf anspringen und sich beklagen, dass der Hund echt ein bisschen dick ist, aber dass es ihm nunmal so gut schmeckt, kann man immer noch sowas sagen wie: "Mein Hund frisst auch alles. Aber der kann ich auch mal 'ne Möhre geben und die freut sich 'nen Ast. Aber es gibt ja auch extra Futter für dicke Hunde - da ist der Napf dann trotzdem voll und die merken nichtmal den Unterschied."

    Zitat

    Da habe ich diesen Deckel oben drauf mit Klebeband umwickelt, dass man da nicht mehr durch schauen kann und nutze die jetzt als Hütchen für Suchspiele. :smile:

    Als Hütchen für Suchspiele nehme ich umgedrehte Blumentöpfe. Diese ganz einfachen aus Ton. Die fallen nicht gleich um, wenn sie angeatmet werden und es ist praktischerweise sogar noch ein Loch zum dran schnuppern drin.

    Antwort: Tauschen!

    Du solltest etwas Besseres in der Hand haben als das, was er abgeben soll. Dann ist für den Hund einfach "logischer", dass er etwas ausgeben soll. Und er denkt nicht, dass Du ihm seine Beute streitig machst.

    Ich würde aber nicht ständig versuchen, sein Futter wieder an mich zu nehmen. Wenn er etwas von Dir bekommen hat, sollte er in Ruhe fressen dürfen. Wenn er darauf vertrauen kann, gibt's auch kein Theater, wenn Du ihm beim Fressen zu nahe kommst. Ich würde also das "Training" so aufbauen, dass Du an ihm vorbeigehst, wenn er kaut und ihm einfach nur so ein Stück Wurst oder so extra gibst. Ohne Forderungen zu stellen.

    Zitat

    Hast du keine Möglichkeit, dem Mann das zu erklären, würd ich mir meinen größten, kräftigsten Kumpel schnappen und den darum bitten, genau so mit dem Mitbewohner umzugehen, wie der es mit dem Hund tut.

    Ich habe das mal mit einem Kind gemacht (in Absprache mit der Mutter - auch Hundehalterin). In den Schwitzkasten genommen, an den Ohren gezuppelt und die Haare verstrubbelt. Er hat's verstanden und bedrängt jetzt keine Hunde mehr (oder zumindest meinen nicht :hust:).

    Und auch meinem alten Vater konnte ich auf die Art sehr schön deutlich machen, wie doof es ist, auf dem Kopf getätschelt zu werden und dass hinter den Ohren kraulen besser ist. Hat er sich gemerkt.

    Es lohnt sich also, etwas körperlicher mit Leuten umzugehen, die Hunde an sich mögen, aber zu ungeschickt oder beratungsresistent sind.

    Ich habe zwar keinen Junghund mehr, aber das Beschäftigungspensum ist immer noch ähnlich "hoch" - mein Hund ist ein Freigeist und sucht sich eigene Hobbies, wenn ihr langweilig ist.

    "Hoch" deshalb in Anführungsstrichen, weil ich ganz sicher nicht nonstop auf Spaziergängen des Kasper mache. Die meiste Zeit hat sie frei, rennt und schnüffelt. Aber auf einem einstündigen Spaziergang baue ich meist 5 - 10 Minuten Spaß und Training ein, immer in kurzen Einheiten für 1-2 Minuten, selten mal 5 Minuten lang. Wir machen Schnüffelaufgaben, Dummyarbeit, einfache, lustige Kommandos (auf Baumstämmen balancieren, auf Bänken Sitz machen oder einfach mal zusammen rennen oder Faxen machen. Eher selten machen wir Unterordnung wie Fuß gehen, Slalom um Bäume laufen oder Bleib-Übungen. Solche Sachen machen ihr und mir weniger Spaß, müssen aber zwischendurch mal sein.

    Es kommt aber auch häufiger mal vor, dass ich auf einem Spaziergang mal gar nichts an Beschäftigung veranstalte - zum Beispiel, wenn wir zusammen mit anderen Haltern und Hunden laufen. Da hat sie dann genug Entertainment durch die anderen Hunde und es wird nur Alltagsgehorsam gefordert (Rückruf, Absitzen für Radfahrer und ähnliches).

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist da doch jetzt
    - der alte Herr um den es eigentlich geht und der womöglich keine Kumpels mehr will
    - ein weiterer Rattenopi, der als Gesellschaft gedacht war
    - eine Gruppe halbalter Ratten

    Wenn der alte Herr besser alleine klarkommt, würde ich den auch nicht weiter mit Gesellschaft belästigen.

    Aber ich würde schon zumindest den Versuch starten, den "neuen" Opi zu der "neuen" Gruppe zu integrieren. Den hat doch vermutlich auch jemand nur deshalb abgegeben, weil er nicht wollte, dass sein Ratz alleine stirbt…