Beiträge von Phantomaus

    Hier gibt's 1-2mal pro Woche einen Fleischknochen vom Rind. Ich habe auch schon Hühnerbeine oder Hühnerflügel gegeben - aber rohe Geflügelknochen sind so weich, da beißt sie dreimal drauf und schluckt's runter. Der Hund freut sich, aber ich glaube nicht, dass die bei gelegentlicher Gabe für die Zähne irgendwas bringen. Für gefährlich halte ich Hühnerknochen nicht - wenn sie roh sind, splittern sie ja nicht.

    Allerdings habe ich einen Labrador - wenn Du nach Erfahrungen mit unseren "Kleinen" fragst, hast Du vielleicht einen kleineren Hund? Da kann es natürlich sein, dass der an einem Hühnerbein länger zu kauen hat.

    Ich füttere auch immer verschiedene Sorten, mal ist es getreidefrei, mal nicht. Einen Unterschied beim Verbrauch merke ich definitiv nicht, das liegt aber auch daran, dass die Fett- und Proteinwerte bei meinen Futtersorten alle recht ähnlich sind. Eigentlich merke ich auch keinen großen Unterschied bei den Kosten der verschiedenen Sorten.

    Und wenn Du sagst, Du kommst mit 7 kg Futter über den Monat - dann kostet Dich doch ein teureres getreidefreies Futter vielleicht 10 Euro im Monat mehr als ein gescheites Futter mit Getreide, oder? Wenn Du nur das vage Gefühl hast, das Futter optimieren zu müssen, aber ein enges Budget hast, würde ich persönlich eher auf andere Faktoren achten als auf das Getreide. Falls Dein Hund aber mit Getreide insgesamt nicht gut klarkommen sollte, ist es sicher die 10 Euro wert.

    Ich kaufe ja jedesmal einen anderen Sack, um das ganze "hier ist davon zu viel drin und dort ist dies zu wenig" auszugleichen. Insgesamt achte ich für meinen Hund hauptsächlich drauf, dass die Proteinwerte eher niedrig sind (also keine 70% Fleischanteil!) und dass kein Mais drin ist.

    Ich habe gestern bei Zooplus noch ein Futter bestellt, das ganz okay aussah:
    Futterbar Fertigmix Ente.

    Reis vermahlen, 22 % Ente getrocknet und vermahlen, 5 % Hirse, 5 % Rote Beete, Geflügelfett, Rübenmelasseschnitzel, Leber hydrolisiert, Cellulose, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Natriumchlorid, Muschelfleisch getrocknet, Yucca shidigera, 0,05 % Kräutermischung (Rotweintraubentrester, Holunderfrüchte, Artischocke, Löwenzahn, Bohnenkraut, Majoran, Ingwer, Rosmarin, Salbei, Thymian, Birkenblätter, Brennnessel, Anisfrüchte, Basilikum, Fenchelfrüchte, Holunderblüten, Lavendelblüten, Koriander, Kamille, Ulmenspierkraut, Süßholzwurzel, Bärlauch)

    Rohprotein Rohfett Rohfaser Rohasche Kalzium Phosphor
    21.4 % 10.9 % 3.0 % 5.7 % 1.13 % 0.85 %

    Bei diesem Futter weiß ich zwar auch nicht, wofür die Cellulose gut sein soll, aber was soll's. Sind halt ein paar Sägespäne drin :headbash:...

    Ich habe auch das Gefühl, dass mein Labbi der Arbeitslinie näher steht als der Showlinie. Aber das ist an sich völlig egal. Wenn man nur guckt, wie der Hund so drauf ist, habe ich einfach einen schlanken, extrem agilen Hund, der apportieren kann und der Spaß an Nasenarbeit hat. Und der Unfug macht, wenn man seine Fähigkeiten nicht in sinnvolle Bahnen lenkt.

    Diese "Fähigkeiten" bringt aber im Grunde auch ein Chihuahua oder eine beliebige andere Nicht-Arbeitsrasse genauso gut mit! Denn auch wenn mein Hund zufällig ein missratener, schlanker Labbi aus einer Showlinie wäre, hieße das ja nicht, dass sie nicht "arbeiten" kann oder will.

    Wie ernsthafte Arbeit aussieht, habe ich leider auch noch nie in echt gesehen. Und ich bin mir auch vollkommen sicher, dass mein Hund dafür nicht geeignet ist. Aber für den flüchtigen Betrachter sieht es natürlich wahnsinnig professionell aus, dass mein Hund einen Dummy im Gestrüpp oder eine versteckte Person drei Straßen weiter finden kann. Aber ich weiß, das andere Hunde das auch können, das ist einfach eine Frage der Motivation. Und die meisten Hundehalter bringen diese Motivation einfach nicht mit. Insofern müsste man bei den Haltern zwischen in Entertainment- und Gemütlichkeitshundehaltern unterscheiden.

    Zitat

    dachte eigentlich, dass ich meinem Hund mal was Gutes tu, wenn er sie ab und an mal bekommt. Quasi wie ne kleine Tüte Chips für mich...

    Genau sowas isses. Wie eine Tüte Chips für Menschen. Kann nun keiner behaupten, dass es besonders gesund wäre, aber lecker ist es natürlich schon. Und komplett schädlich ist es ja nun auch nicht. Also kann man das dem Hund ruhig ab und an mal gönnen. Jedenfalls, wenn es sich nicht um einen sehr moppigen Kandidaten handelt ;-)

    … wenn dein Vater dir beiläufig erzählt, dass er beim Metzger ein Geschenk für deinen Hund mitbekommen hat.

    Worauf du relativ entgeistert fragst, ob er etwa durchs Dorf läuft und jedem erzählt, dass am Wochenende der Enkelhund kommt oder was?

    Und er dann ganz pikiert meint: "Nee, die hatten so eine Aktion und es gab eine Leberwurst dazu – und ich esse doch sowas nicht!"

    Weiß denn irgendwer was drüber, wie sich ein zu hoher oder zu niedriger Rohaschegehalt auf den Hund auswirkt?
    Ich habe mich nämlich auch schon oft gefragt, was es eigentlich mit den propagierten Höchstwerten auf sich hat...

    Es scheint ja ein wichtiger Faktor zu sein, weil er bei allen Futtersorten angegeben wird. Andererseits würde man doch denken, dass ein Hersteller wie Wolfsblut die etablierten Empfehlungswerte auch kennt und entsprechend die Rezepturen anpasst?

    Ich habe mal auf die Schnelle gegoogelt und finde nicht so recht was. Hier meine unwissenschaftlich recherchierten Ergebnisse:

    - Ein hoher Fleischanteil bringt einen hohen Rohascheanteil mit sich
    - Ein zu hoher Rohaschewert kann scheinbar die Nieren schädigen.
    => okay, sehe ich ein. Zu viel Fleisch/Protein kann ja auch die Nieren schädigen, deswegen füttert man ja noch Kohlenhydrate und Co. dazu.

    - In der Rohasche sind wichtige Mineralien und Spurenelemente.
    => gehört ja auch zur ausgewogenen Ernährung
    - Zu viel Rohasche führt zu Zahnsteinbildung
    => auch das kann ich mir laienhaft mit einem Überschuss an Mineralien erklären

    Aaaber:
    - ein roher Knochen mit Fleisch dran hätte eine unvertretbar großen Anteil an Rohasche, wenn man ihn analysieren würde
    => ist ja klar, das Ding besteht ja fast nur aus Mineralien

    Und trotzdem hält man einen frischen Knochen für gesund, ein schön fleischhaltiges Futter für besser als ein stark getreidelastiges. Grundsätzlich sehe ich es auch so, dass ein möglichst naturbelassenes Futter (Knochen + Fleisch) besser ist als industriell hergestellte Kroketten, aber wieso der Rohaschewert dann zum Ausschlusskriterium wird, habe ich noch immer nicht verstanden…

    (Ich bin hier übrigens kein Hardliner für irgendwas - ich füttere auch nach bestem Wissen und Gewissen diverse Trockenfuttersorten, die ich für hochwertig halte.)

    Ich finde die Idee mit verschiedenen Leckerlies gut. Wenn er 4 Sorten super findet, 2 mega-super und 4 Sorten okay, er aber nie weiß, was er kriegt, erhöht das die Motivation. Wenn es jedesmal die gleichen mega-super-Snacks gäbe, wären die ja auch irgendwann langweilig.

    Den Magen eines gesunden Hundes bringt das nicht durcheinander - schon gar nicht, wenn es nur Leckerlis sind, die in kleinen Mengen verfüttert werden. Ich persönlich glaube ja sowieso daran, dass ein Verdauungssystem, das an verschiedene Sachen gewöhnt ist, auch (fast) alles verträgt.

    Ich belohne meistens mit normalem Trockenfutter, nehme als Super-Duper-Leckerli aber auch gern zweifelhafte Futterproben von dubiosen Herstellern, Katzenfutter, Würstchen oder ähnlich minderwertigen Schrott. Und der Hund kommt wie eine Rakete auf meinen Rückruf angeschossen: Kann sein, dass es nur Trockenfutter dafür gibt – aber es könnte ja genausogut sein, dass ich wieder lecker ungesunden Kram rausgebe!

    Zitat

    Gerade die Maisfelder entwickeln sich bei uns zu sehr beliebten Wildschwein-Treffpunkten...
    Ich wär' vorsichtig. :fear:


    Gerade bei Maisfeldern bin ich auch echt streng und mein Hund darf da nicht rein, weil ich da nicht sehen kann, was sie macht und wo sie ist. Wildschweine gibt's hier nicht, aber Karnickel und Co. Und da habe ich es nicht gerne, wenn sie sich ohne mich amüsiert. Außerdem kann ich nie vorhersehen, an welcher Stelle der Hund aus dem Maisacker wieder rauskommt, wenn ich zum Beispiel mal rufe, weil ein Auto kommt. DAS finde ich am gefährlichsten.

    Und außerdem und schlimm genug: Mein Hund frisst Mais. In rauen Mengen, wenn ich nicht aufpasse. Danach kackt sie 7-8 Mal am Tag große Mengen gelber Körner, die nichtmal mehr als Wurst zusammenhalten… Nee, nee...