Beiträge von Phantomaus

    Unsere Dauerbaustelle, die Leinenführigkeit, ignoriere ich im Urlaub komplett. Wenn sie da zwischendurch mal an die Leine muss, kriegt sie ein Geschirr an und kann ziehen, wie sie will. Ich habe im Urlaub zwar Zeit und Muße, aber in fremder Umgebung kann sich mein Hund üüüberhaupt nicht konzentrieren und über längere Zeiträume hinweg schon mal gar nicht. Also lasse ich es gleich ganz.

    Zurück zu Hause läuft sie dann wieder wie gewohnt: Mittelmäßig. Aber Rückschritte konnte ich bisher nicht feststellen.

    Zitat


    Wenn das ein stark frequentierter Weg ist, versuche doch, Futterhändler, Hundefriseure, Tierärzte oder andere Firmen als Sponsoren ins Boot zu holen

    Das ist eine brilliante Idee! Danke!

    Da werde ich morgen mal sehen, ob ich ein Entsorgungsunternehmen für sowas buchen kann. Sponsoren zu finden, dürfte nicht so schwer sein. Das kann ja kein Vermögen kosten - da finde ich sicher zwei, drei hundefreundliche Unternehmen, die sich mit ein paar Euro im Monat beteiligen!

    Zitat

    Aber auf diesen GESAMTEN Weg gibt es nicht eine einzige öffentlichen Tonne/Eimer, weil das ne Wohnsiedlung ohne Geschäfte und dergleichen ist.

    Das ist auf meiner Gassirunde auch so. Weit und breit kein öffentlicher Mülli. Ich habe daher zusammen mit einer anderen Hundehalterin vor drei Jahren an strategisch günstiger Stelle am Ortsrand selber einen Eimer mit Deckel und entsprechendem Schild aufgestellt. Auch, weil wir es leid waren, ständig für die liegengelassenen Haufen anderer Leute angeknallt zu werden, sobald sich unsere Hunde irgendwo hinhockten. Dieser Eimer wird inzwischen von vielen Hundehaltern genutzt.

    Die Kehrseite: Es ist MEIN Problem – und nicht das der Stadt – diesen Eimer regelmäßig zu leeren. Also bin ich alle zwei Wochen dran, 8kg Hundescheiße mit nach Hause zu nehmen und da in die Tonne zu entsorgen. DAS ist eklig, vor allem, weil nicht alle Nutzer die Kunst des Knotens beherrschen.

    Seit ca. einem Jahr versuche ich bei der Stadt zu erreichen, dass irgendwo da in der Gegend ein öffentlicher Mülli aufgestellt wird. Keine Chance.

    Ich bin es leid und würde den Eimer gerne drangeben und nur noch meine eigenen Kacktüten mit nach Hause nehmen. Aber ich weiß, dass sich dann an dieser Stelle Kacktüten ohne Eimer sammeln würden. Und das will ich auch nicht. Denn es ist eine schöne Gegend und ich laufe jeden Tag da vorbei. Ich suche also noch nach einer Strategie, die Last des Eimerleerens auf mehr Schultern zu verteilen bzw. mehr Druck bei der Stadt aufzubauen...

    Mir ist es auch ein Rätsel, wie man als hundeunerfahrener Mensch einen "guten Trainer" finden soll. Ich habe auch einen "Problemhund", der nicht nach Schema F funktioniert und habe daher auch ein paar Hundeschulen und Trainer durch.

    Hundetrainerin Nr. eins erklärte mir, dass Leinenruck die einzig funktionierende Methode sei, mit der man Leinenführigkeit vermitteln könne. Wenn ich das nicht wollte, würde mein Hund mich eben ewig durch die Gegend ziehen. Und wenn ein Hund nicht Platz machen will, müsse er einmal ruckartig am Hals zu Boden gezogen und dort fixiert werden. Danach würde er nie wieder beim Platzkommando zögern. Sie würde diese Aktion mal eben kurz selber durchführen, das müsse man mit sicherem Griff machen, denn einige Hunde würden aggressiv darauf reagieren. Das war's dann für uns.

    Trainerin Nr. 2, bei der ich ein ganzes Weilchen war, lockte die Hunde mit vorgehaltenen Leckerchen durch die Übungen und hielt die Halter an, möglichst durchgängig mit den Hunden motivierend zu sprechen. Harmlos, aber wenig zielführend.

    Trainer Nr. 3, bei dem ich mal versehentlich ein angeblich gewaltloses Leinenführigkeitsseminar gemacht habe, führte (während des Seminars!) einen Hund am (verdeckten!) Stachler.

    Trainerin Nr. 4 war bislang die Beste – obwohl es auch da durchaus Kritikpunkte gab, gab es da Hundeverstand, flexible Trainingsansätze und eine vernünftige Mischung aus Lob und Anschiss für den Hund.

    Trainer Nr. 5, bei dem ich mal Mantrailing gemacht habe, therapiert in seinen anderen Kursen unter anderem Artgenossenaggression mit Schockhalsband, wie ich aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern entnehmen konnte.

    Eine weitere Trainerin, bei der ich nur mal zugeguckt hatte, sagte mir auf die Frage, warum sie den überforderten Haltern mit dem hyperaktivem Hund keine Tipps gegeben hätte, wie sie da mal ein bisschen Ruhe reinbringen können: Der Hund müsse erstmal kastriert werden, damit das Sinn machen würde. So würde er nur alle nerven.

    Und trotzdem: Wenn ich mich mit anderen Kunden dieser Trainer unterhalten habe, waren alle hochzufrieden mit dem Rat der vermeintlichen Fachleute und dem Trainingsergebnis. Bei einem einfachen Hund kann man als Trainer offenbar nicht allzuviel falsch machen - die paar Sachen im Hunde-Einmaleins lernen die meisten irgendwie trotzdem und die meisten Halter fühlen sich scheinbar überall gut beraten, so lange es nur mit ausreichend Selbstbewusstsein vorgetragen wird.

    Aber bei einem Hund, der anders tickt, sind die Feld-Wald-und Wiesentrainer ganz schnell mit ihrem Latein am Ende. Und wie heißt es so schön im Volksmund: "Wenn man nicht mehr weiter weiß, einfach zuschlagen."

    Ich sehe eine Fahrt zur Messe (oder anderen Terminen) auch als Arbeitszeit an.

    Allerdings würde ich das anders sehen, wenn ich den Mitarbeiter nur "spaßeshalber" mitgenommen hätte, im Sinne von "Willste mal mit gucken kommen?" Dann hätte ich es nicht so gerne, wenn der hinterher einen Tag frei haben will, weil die Fahrt so lange gedauert hat.

    Zitat

    ...während dich das Klassentreffen nächste Woche einfach nur anstinkt und du nach einer guten Ausrede suchst

    ..wenn Dich ein Mädel, mit dem Du früher nie was zu tun hattest, auf dem Klassentreffen pampig anhaut mit "Und, bei Dir? Ehemann, Eigenheim, Kinder und so?" Und Du genauso patzig sagst, "Nee, Freund, Firma und Hund." Und sie plötzlich ganz begeistert ist: "Echt, du hast 'nen Hund? Was für einen? Ich hab auch zwei, erzähl mal!"

    Mir zieht eine Schultertasche auch die Nackenmuskulatur schief. Länger als eine Stunde könnte ich damit nicht rumlaufen - je nach Gewicht auch kürzer. Das ist nichts für mich.

    Ich habe eine Hüfttasche von Deuter, das kleinere Modell "Pulse three". Sie ist brillant. Platz für reichlich Leckerchen, 2 kleine Dummies, Wasserflasche, Telefon, Müsliriegel, Ziggies und noch ein bisschen Kleinkram. Jacke und ggf. Schleppleine hänge ich einfach über den Gurt. Damit kann ich auch einen halben Tag lang mit dem Hund auf Tour sein. Für ganze Tage muss ich unterwegs noch Essen zukaufen, aber dafür habe ich ja Geld mit.

    Ich überlege, dieses Jahr auch noch das größere Modell zu kaufen, damit mein eBook im Ernstfall auch noch mitkönnte. Aber mehr Kram brauche ich dann wirklich nicht.

    Die Hundemarkenregelung scheint von Stadt zu Stadt unterschiedlich zu sein. Wir haben das Schreiben damals zehnmal gelesen und sogar die Hundeverordnung der Stadt durchgeguckt und nirgendwo stand was davon, dass die Marke am Hund hängen muss. Ich habe sie zuhause in der Schublade, da klimpert sie wenigstens nicht den ganzen Tag rum.

    Falls ich bezüglich der Hundemarke falsch liege: Mir ist auch bekannt, dass ich eigentlich meinen Personalausweis jederzeit bei mir tragen sollte. Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, habe ich das aber nicht und dann kann ich uns im Ernstfall beide nicht ausweisen… Wäre mal ganz spannend, wie Ordnungshüter damit umgehen und wer da eigentlich welche Befugnis hat...

    Denn wenn das Ordnungsamt mich zum Beispiel mal wegen "Hund ohne Leine im Wohngebiet" packen würde: Was dürften die eigentlich? Ich könnte mich dann weder ausweisen, noch hätte ich irgendein Zahlungsmittel für eine Geldbuße dabei. Dürfen die bei der Polizei anrufen, um meine mündlichen Angaben zu verifizieren? Würden die mit zu mir nach Hause kommen, um meine Anschrift zu überprüfen? Und schicken mir dann eine Rechnung oder wie läuft das? Ist automatisch das Finanzamt mit involviert, das sicherstellt, dass ich keine Hundesteuer hinterziehe?

    Hach, so ein bisschen ziviler Ungehorsam kann ja so aufregend sein...

    Ich verstehe gar nicht, wieso man da eine Grundsatzdiskussion draus machen soll, ob ein Hund jetzt in einer bestimmten Situation auf den Arm kommt oder nicht. Man kann immer ein Erziehungsproblem auf unterschiedliche Arten angehen und muss das sowieso auf den jeweiligen Hund und Halter abstimmen. Wenn's hilft, isses doch gut.

    Wenn einem auf den Arm nehmen zu affig ist, oder wenn man einen Hund hat, den man nicht tragen kann oder der nicht getragen werden will, dann geht man halt anders vor.