Gerade bei der Tür ist einfach - da behält man die Hand an der Klinke und zieht sie sofort wieder zu, wenn der Hund aus dem Sitz aufsteht und versucht, sich durchzuquetschen. Da muss man den Hund gar nicht für anfassen und dafür braucht man auch keinen stabilen Stand. Das kann man ganz lässig und unaufgeregt machen und der Hund lernt es schnell.
An der Tür kann man super üben - wenn der Hund schlau ist, überträgt er das gelernte dann auch auf andere Situationen. Im Sinne von "Sitz heißt sitz, alles andere bringt mich sowieso nicht weiter, die sagen mir schon Bescheid, wenn ich losdarf."
Manche Hunde (meiner z.B.) sind nicht so vernünftig, da muss man das in jeder Situation einzeln üben. Zum Beispiel beim Spielzeugwerfen. Den Hund anleinen, Sitz machen lassen und Fuß auf die (kurze!) Leine stellen. Spielzeug erstmal sachte nur zwei Meter weit werfen. Im Idealfall bleibt der Hund sitzen. Wenn nicht, kommt er nicht weit, weil Du ja auf der Leine stehst. Dafür brauchst Du auch keine Kraft, Dein Körpergewicht hält die Leine ja am Boden fest und aus der Sitzposition an 60cm Leine hat der Hund auch nicht allzuviel Schwung. Nach ein paar Wiederholungen hat er raus, dann er erst dann hinterher darf, wenn Du es erlaubst. Und dann kann man später auch mal weiter werfen und den Reoz damit erhöhen.
Ich kenne das Problem mit dem stürmischen Hund besonders beim Rückruf. Die rennt mich auch fast vor Begeisterung um - es gibt ja immer was Gutes für's Herkommen, da kann sie sich nicht beherrschen und ich mag sie dabei nicht streng korrigieren, weil ich beim Rückruf genau diese Begeisterung haben will.
Da vermeide ich den Aufprall, indem ich mich leicht zur Seite drehe und das Leckerchen seitlich auf Schnauzenhöhe halte. Dann rennt sie nur gegen die Hand ;-).