Beiträge von Phantomaus

    Ich bin ein großer Fan des Superrückrufs: Bei uns ist das eine Pfeife – und DAS Mittel der Wahl, wenn ich mal gepennt habe und der Hund schon durchgestartet ist. Die Konditionierung war auch nicht besonders schwierig oder langwierig aufzubauen.

    Ich benutze das Ding so selten wie möglich, aber der Pfiff dringt auch beim Hetzen noch zu meinem Hund durch.
    Ich habe allerdings auch einen sehr futtergeilen Hund, der weiß, dass die Pfeife heißt: "Yippieh - ich krieg eine ordentliche Portion feinstes Katzenfutter!" Ich weiß nicht, ob ein Kangal da genauso leicht zu begeistern ist wie ein Labrador...

    Allerdings: Auch ich lebe mit dem Restrisiko… Auch wenn die Pfeife bis jetzt 100% erfolgreich befolgt wurde - ich kann sie auch mal vergessen. Oder mich dagegen entscheiden, zu pfeifen, weil mein Katzenfuttervorrat verbraucht ist und der Hund gerade niemanden gefährdet. Allerdings kam mein Hund bisher auch immer nach wenigen Augenblicken/Minuten zurück - ich wäre sicher vorsichtiger und würde öfter sicherheitshalber anleinen, wenn sie jedesmal stundenlang wegwäre.

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    Das ist (für mich) falsch, denn ich MUSS gar nichts, ich WILL.

    Glücklich ist man dann, wenn man will, was man muss!

    Ich liebe es auch, mich nach der Arbeit erstmal eine gute Stunde lang ungestört nach draußen zu verdrücken. Aber natürlich MUSS der Hund auch raus. Also haben wir beide was davon ;-)

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    Je nachdem was man studieren will gibt es auch Unis wo man den Hund problemlos mitnehmen kann... bei uns zumindest... nur als Denkanstoß da könnte der Hund danach gleich mit ins Cafe ... aber klar Konzert und co sind wieder Organisationssache andererseits wann hat man so viel Zeit wie jetz um sich um einen Hund zu kümmern?

    Bestimmt kann man den Hund hier und da mitnehmen. Aber danach kann man ja nun sein Studienfach nicht auswählen ;-)

    Zum Zeitfaktor: Auf jeden Fall hat man bei den meisten Studiengängen viel mehr Zeit als später im Arbeitsleben. Merkt man nur nicht, weil man ja sooo beschäftigt ist!

    Ich selber denke oft, dass ich mir doch schon im Studium einen Hund hätte zulegen können und frage mich, wieso ich eigentlich so lange gewartet habe. In meinem Leben hätte das rückblickend immer funktioniert, ich hätte ihn sogar zum Studium und auch zu jedem Job mitnehmen können (glaube ich). Aber es hätte auch anders laufen können. Und wenn ich es mal ernsthaft beleuchte: Ich habe als Studentin unheimlich viel Zeit anderweitig vertrödelt und fand es gut. Ich bin herumgereist und spontan gewesen, ich habe bekloppte Projekte angefangen und hatte viel Zeit für alles mögliche. Das war schon super und ich bin froh, diese Dinge gemacht zu haben.

    Ich will damit nicht sagen, dass man als Student keinen Hund haben sollte. Sondern nur, dass das Leben mit Hund anders ist als ohne. Und dass man mit einem Hund nicht nur einen romantischen besten Freund für einsame Waldspaziergänge hat, sondern auch einen unmöglichen besten Freund, für den man sich ständig entschuldigen muss, den man nicht überall mit hinnehmen kann und dem man den Scheiß hinterherräumt, während alle anderen was Lustigeres machen. Um es mal bildlich auszudrücken.

    Mal ein kurzer Hinweis auf Dein künftiges Sozialleben als Studentin: Du bist in einer neuen Stadt und kannst viele neue Leute kennenlernen und haufenweise coole Sachen machen. Aber mit einem Hund bist Du da etwas eingeschränkt. Das kann man sich natürlich alles schönreden und es ist auch nicht wirklich schlimm (sage ich als Hundehalter), aber es sollte einem schon klar sein, was das im Alltag bedeutet.

    Im Studium erwarten die Kommilitonen voneinander maximale Flexibilität. Mal eben nach der Vorlesung zusammen in die Stadt gehen, mal eben direkt weiter um eine Live-Band anhören, mal eben locker dies und das machen.

    Aber als Hundehalter kann man nicht so spontan sein. Nach sechs Stunden Uni muss man erstmal mit dem Hund raus, und vor dem Konzert sowieso. Da nützt es auch nix, dass der Hund zum Kaffeetrinken oder zum Grillen mitkommen kann – weil der ja noch zu Hause sitzt und erstmal abgeholt werden muss: Die Kollegen wollen aber JETZT DIREKT los. Da fällt die eine oder andere gemeinschaftliche Aktivität für Dich aus. Denn auch, wenn praktisch alle es toll finden werden, dass Du einen Hund hast, denkt kaum einer soweit mit, um deswegen auf Dich Rücksicht zu nehmen. Und irgendwann fragen sie Dich auch nicht mehr, ob Du mitkommst, weil Du sowieso immer gleich weg bist, um Dich um Deinen Hund zu kümmern. Und diese Kontakte zu Deinen Mitstudenten werden Dir möglicherweise fehlen...

    Ich bin keine Studentin mehr, aber meine hundelosen Freunde haben es zum Beispiel immer noch nicht begriffen, dass ich nicht direkt nach der Arbeit Essen gehen kann. Oder dass wir in der Woche entweder Essen oder ins Kino gehen können. Nicht, weil der Hund nicht so lange allein bleiben könnte – sondern weil wir dafür einfach zu spät dran sind: Weil ich nach der Arbeit immer erstmal die Hunderunde drehen muss.

    Als Hundehalter lebt man natürlich nicht im sozialen Abseits: Als Hundehalter lernst Du viele verschiedene Menschen kennen, die alters- und berufstechnisch wild gemischt sind. Das ist natürlich auch toll – aber anders! Mit meinen Hundefreunden gehe ich nicht ins Kino oder in Konzerte. Mit denen latsche ich durch den Wald.

    Ich habe mir meine derzeitige Wohnung gesucht, bevor ich den Hund hatte. Wichtig waren mir nur Erdgeschoss, Garten und Hundeerlaubnis – die Alltagsaspekte der Hundehaltung hatte ich noch nicht im Detail bedacht. Sowas liegt ja auch ein bisschen am Charakter des Hundes und mit einigen Abstrichen muss man ja sowieso immer leben.

    Die Wohnung:
    - Erdgeschoss mit Zugang zum Garten (hier fehlt eine abschließbare Tür)
    - Garten nicht richtig eingezäunt und zum Nachbarn hin offen (nicht optimal, stelle daher gelegentlich im Sommer einen Schafzaun auf.)
    - Hainbuchenhecke als Sichtschutz zur Straße (wie nützlich Sichtschutz ist, fällt mir immer in den drei Wochen auf, in denen die Hecke die Blätter wechselt, halb kahl ist und der Hund ständig was zum Anbellen sieht)
    - Bodenbelag Parkett (ist zwar schöner als Laminat, aber es leidet definitiv unter der Hundehaltung)
    - offene Küche (bei meinem Hund kein Problem, sie klaut nicht von der Arbeitsplatte)
    - Fliesen in der Küche (das ist super, denn dort stehen die Näpfe und kleckert das Schlabberwasser)
    - Wasseranschluss im Garten (ganz wichtig, um dreckigen Hund abzuspülen)
    - Unglaublich hellhörig (zum Glück habe ich tolerante Nachbarn, die ein gelegentliches Bellen nicht stört)
    - Gefriertruhe hätte nur im Keller Platz. Falls man große Hundefuttervorräte einfrieren wollen würde.
    - Abstellraum, der groß genug ist für Staubsauger, Schuhregale und Futtertonne.

    Einrichtung:
    - Hauptsächlich offene Regale. Mein Hund interessiert sich nicht für Bücher. Regale bieten aber perfekte Versteckmöglichkeiten für ZOS ;-)
    - An den Wänden hängt Kunst. Mein Hund schleudert gottseidank keine Sabberfäden von sich.
    - Kleiderschrank steht nicht im Schlafzimmer, sondern in hundefreiem "Gerümpel- und Bastelzimmer". Hat organisatorische Gründe, aber scheint die Hundehaarproblematik auch nicht einzudämmen.


    Die Umgebung:
    - nach 10 Minuten Leinelaufen im Grünen mit Feld, Wald und kleinem Fluss für diverse mittlere und lange Runden
    - kleines "Kackwäldchen" 200m die Straße runter für kurze Pipirunden
    - viele freilaufende, halb erzogene Hunde (für uns kein Problem)

    So ein junger Hund eiert üblicherweise schon ziemlich rum beim Laufen. Da schaukelt das Bäuchlein und rudert das Schwänzchen und so richtig synchron kriegen die das mit den Vorder- und Hinterbeinen auch noch nicht hin. Und wenn er sich hinsetzt, rutschen ihm die Haxen unter dem Poppes weg. Richtig?

    Das ist nicht nur "Internetrecht", das ist Urheberrecht. Du darfst einen Zeitungsartikel auch sonst nicht einfach kopieren und z.B. an Deine Nachbarn verteilen: Klingt komisch, ist aber so. Bloß weil es "in der Zeitung stand" oder sogar öffentlich und umsonst auf der Webseite des Verlages einsehbar ist, heißt das nicht, dass Schreiberling und Verlag keine Rechte mehr daran hätten.

    Sogar, wenn die Zeitung einen Artikel über Dich schreibt, darfst Du den nicht einfach z.B. auf Deiner Webseite veröffentlichen. Da muss man immer vorher den Verlag fragen.

    Sich verstecken, "damit sie denkt, wir sind weg" funktioniert nicht mit jedem Hund. Sie wird wahrscheinlich genau gewusst haben, wo ihr seid und dass ihr sie beobachtet. Und dann hat sie womöglich wirklich gedacht: Ach Scheiße - jetzt sitze ich auch noch und bin hier festgenagelt…

    Generell:
    Manche Hunde sind einfach nicht so drauf, dass sie sich immer auf dem selben Quadratmeter wie ihr Mensch aufhalten müssen. Die machen ihr Ding und es reicht ihnen, aus dem Augenwinkel den Halter im Blick zu behalten. Falls das mal nicht reicht, kann man als Hund immer noch die Nase einsetzen und schon hat man seinen Halter wiedergefunden.

    Man kann die grundsätzliche Aufmerksamkeit des Hundes etwas verstärken, indem man zwischendurch was Lustiges macht (im Gras nach Leckerchen wühlen, ein Spielzeug verstecken, ein Stück rennen) - und nicht einfach nur die Runde ablatscht. Dann merkt der Hund, dass es sich lohnt, häufiger mal nach dem Menschen zu sehen und vielleicht ein bisschen mehr in der Nähe zu bleiben. Weil er sonst was verpassen könnte.

    Aber ohne Kommando und ohne Spaßversprechen frei auf dem Hundeplatz seinem Halter hinterherzutappen ist jedenfalls nicht unbedingt das naheliegendste Verhalten für einen munteren Junghund ;-)