Wir haben hier in der Nachbarschaft auch einen Weimaranerrüden, der als Familienhund gehalten wird. Anfangs habe ich auch mit dem Kopf geschüttelt und fand es unmöglich, so einen Hund in eine Familie mit jungen Kindern zu holen. Und damit habe ich der Halterin total unrecht getan. Der Hund hat sich zu einer echte Schnullerbacke entwickelt. Er ist gut erzogen und abrufbar, bekommt viel Auslauf und zwischendurch artgerechte Beschäftigung (immer das, was die Hundeschule gerade an Nasenarbeit anbietet).
Dazu kenne ich noch einen Weimaraner in Jägerhand, der ähnlich friedfertig ist. Die Jäger lassen ihre Hunde ja auch nicht einfach rumrennen und Wild scheuchen. Die Ausbildung ist ja ganz ähnlich, ob der Hund nun Mantrailing oder eine Nachsuche macht, eine tote Ente oder einen Dummy apportiert. Und auch Jäger gehen mit ihren Hunden ja nur ein paar Mal im Jahr ernsthaft zur Jagd. Und auch da kommt der Hund ja nicht notwendigerweise jedesmal zum Einsatz. Den Rest der Zeit fungieren die Jagdhunde inzwischen meist auch als "Familienhunde".