Es ist ja noch viel komplizierter: Der prozentuale Rohproteingehalt im Futter ist im Grunde gar nicht so relevant - es geht ja nur drum, die richtige Menge Nährstoffe in den Hund zu bekommen.
Wenn ein Futter 40% Rohprotein und 20% Fett hat, kann es gut sein, dass man davon dann nur die Hälfte füttern muss wie von einem Futter mit 20% Protein und 10% Fett… Aber ob die anderen Nährstoffe (Kohlehydrate, Vitamine und Mineralstoffe) dann für den individuellen Hund noch stimmen - das weiß ich auch nicht…
Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass pro kg Körpergewicht 2g Protein angemessen wären - es kann allerdings sein, dass diese Empfehlungen auf Hibbelhunde ausgerichtet waren. Es scheint außerdem rassespezifisch zu variieren, wieviel Protein "gut" für den Hund ist.
Dazu kommt, dass die Werte sich teilweise gegenseitig bedingen oder ausschließen. Proteinreiche Futtersorten sind recht fettreich, dafür aber kohlehydratarm, die proteinärmeren haben in der Regel einen beträchtlichen Getreide- oder Kartoffelanteil. Einige Hunde benötigen kaum Kohlehydrate und andere Hunde kriegt man ohne nicht satt. Ernährungsphysiologisch verfolgen ja auch die Barfer und Preyer und Frischfütterer völlig unterschiedliche Strategien - es scheint einfach keine absoluten Regeln bezüglich Protein, Fett und Kohlehydraten zu geben...