Beiträge von Phantomaus

    Ich nutze beim Wandern in Karnickelgefilden oder nahe an Straßen auch eine 5m Biothane-Schlepp - mit Handschlaufe. Ich finde es völlig unproblematisch, beim Gehen das Ende in der Hand zu halten. Auf Waldwegen oder grasbewachsenen Pfaden verhakt sich auch nix. In den Bergen und auf felsigen Strecken mag das anders aussehen…

    Mein Hund läuft sowieso meistens vor, daher wird auch niemand von der Schlepp gefesselt oder umgemäht. Und wenn ich doch mal durch Blaubeergestrüpp durchmuss, nehme ich die Leine halt auf…

    Natürlich hat man zwangsläufig dreckige Hände mit der Schleppleine, aber ich glaube, dass man eine Handschlaufe immer noch entspannter halten (oder sich auch mal an den Ellenbogen/Gürtel hängen) kann, kann als den großen Kasten von der Flexi.

    Jil hat mal einem älteren Herrn das Butterbrot geklaut. Der war zwar selber schuld, aber trotzdem:

    Hund läuft frei und guckt sich aus höflicher Distanz einen Wanderer beim Pause machen an. Der guckt freundlich zurück und sagt noch: Der interessiert sich wohl für mein Essen, was? Na, was bist Du denn für einer?"
    Mann streckt brotlose Hand aus, um Kontakt zum Hund aufzunehmen. Hund kommt beinahe zutraulich näher, duckt sich unter der Streichelhand durch und holt sich mit einem Haps das Brot aus der anderen Hand.

    Ich glaube nicht, dass das so funktioniert. Meine Mutter hat früher versucht, unserem Hund das Stehlen abzugewöhnen, indem sie Fressbares mit Senf, Chili und Co. präpariert hat. Hat nicht funktioniert, der Hund hat es ohne erkennbare Probleme geklaut und gefressen...

    Ich fürchte, Du wirst Deine Hunde auf dem Gelände anleinen müssen. Diese Fresserei ist sowas von selbstbelohnend, da würdest Du auch mit strafenden Methoden wie Wurfgeschossen nix dran ändern können.

    Und es ist ja schon bei deutschsprachigen Nachbarn schwer genug, solche nett gemeinten Futterspenden abzulehnen...

    Würdet Ihr "gefundene" tote Wildtiere verfüttern?

    Ich bin gestern an einem frisch überfahrenen Karnickel vorbeigekommen. Das sah im Grunde noch ganz gut aus (keine Matschaugen, die Seuche grassiert hier gerade wieder…), war aber definitiv tot. Gestern war ich zu beschäftigt, meinen Hund einzusammeln und die Unfallstelle geordnet zu verlassen, aber heute ging mir im Kopf rum, dass das doch eigentlich gutes Hundefutter gewesen wäre und es im Grunde Verschwendung ist, sowas liegen zu lassen.

    Als ich diese Überlegungen mit meinem Freund geteilt habe, kriegte der direkt Herpes und fand die Idee unmöglich. Formal gesehen wäre es wohl Wilderei, einen gefundenen Wildtier-Kadaver mitzunehmen, glaube ich. Aber so vom Prinzip? Was denkt Ihr?

    Mich wundert, dass noch niemand einen Maulkorb vorgeschlagen hat. Das ist gerade bei einem Mopswelpen sicher nicht ganz einfach, einen passenden zu bekommen, aber damit könnt ihr schon mal verhindern, dass er die Kippen in die Schnute nimmt. Und das ist ja erstmal das vorrangige Ziel. Das Liegenlassen bzw. Ausgeben von Sachen kann man ja trotzdem und unabhängig davon trainieren.

    Diese Begeisterung für andere Hunde ist in dem Alter normal. Bei einem Hund aus schwierigeren Verhältnissen ist es nochmal normaler - Hunde kennt er, damit kennt er sich aus, da fühlt er sich gut.
    Ich würde ihm also den Hundekontakt ermöglichen. Dass er im Spiel nicht hört, ist ebenfalls völlig normal. Anfangs besser gar nicht versuchen zu rufen, später dann mal in einer Spielpause ranlocken, sofort wieder laufenlassen... und so weiter. Schön, wenn man ihn mit einem Hund spielen lassen kann, der hört - dann kriegt man den kleinen Racker auch wieder zurück ;-)

    Wenn die Welt da draußen zu bunt für ihn ist, lass es langsam angehen. Lauf anfangs immer die gleichen Strecken. Setz Dich zwischendurch auch einfach mal irgendwo hin und mach gar nichts, auch nicht mit dem Hund spielen. Bleib einfach ruhig eine Weile an einer Stelle, lass ihn gucken, den begrenzten Radius um Dich rum erkunden und dann runterkommen. Hund dabei an die Leine nehmen - sonst macht er sich wahrscheinlich selbstständig!

    Die Dauer Eurer Gassigänge kommt mir recht viel vor. Sowas ist grundsätzlich natürlich schön für einen Hund, aber wenn Deiner draußen so stark unter Strom steht, würde ich da erstmal etwas kürzen, es ruhiger angehen lassen und ihn nicht 4mal am Tag auf 180 bringen.

    Dreistigkeit, Sturheit, Altersschwachsinnigkeit... Ich hoffe für euch, dass ihr im Alter auf etwas mehr Verständnis stoßt.

    Ich glaube, so arschig haben es Deine Vorposter gar nicht gemeint und das Gegenteil ist oft der Grund für "dreiste" alte Mitbewohner - menschliche und tierische. Man lässt den Opa Opa sein, nimmt's nicht mehr so genau mit der Etikette und dann fängt er an, seine Schrullen zu kultivieren...