Meines Erachtens brauchst Du nicht unbedingt ein neues Wort, um den normalen Rückruf zu festigen. Das Problem hängt nicht an der Vokabel.
Ich würde erstmal darauf achten, dass das Rückrufwort nicht mehr verpufft. Also erstmal möglichst nur rufen, wenn der Hund sowieso schon auf dem Weg zu Dir ist, später dann, wenn er sowieso nichts besseres vorhat, und so weiter. Den Ablenkungsgrad nur langsam steigern. Und immer schön hoch belohnen - mehr ist mehr!
Einen Ernstfall-Rückruf, z.B. mit Pfeife finde ich sehr hilfreich - zum Beispiel bei einem jagenden Hund. Gerade ein Pfeifton dringt schön tief ins Hundehirn vor und ermöglicht dem Hund - bei sorgfältiger Konditionierung auf Spitzen-Belohnung - eine automatische Umorientierung auch bei sehr starken Reizen.
Die beiden Rückrufe würde ich getrennt trainieren. Im Grunde ist es egal, welchen Du als erstes machst, ich würde jedoch empfehlen, den normalen Rückruf zuerst anzugehen. Der ist ja einen Tick gnädiger, sonst bräuchte man schließlich keinen Superrückruf. Aber sei streng mit Dir und überleg Dir immer dreimal, ob Du jetzt wirklich rufen oder pfeifen willst. Wenn es nicht gerade um Leben oder Tod geht, ist es besser, es gar nicht erst zu versuchen, wenn der Hund vermutlich ohnehin nicht hören wird!