Beiträge von Phantomaus

    Wir haben noch Probleme mit dem nomalen Rückruf :| das heißt wenn es Leckerlies gibt, funktioniert es ganz gut. Zufriedenstellend ist es trotzdem nicht. Wenn ich mal länger ohne Leckerlies arbeite funktioniert es gar nicht.

    Dann gib doch Leckerlies! Bei meinem Hund hat sich der Rückruf erst so richtig schön gefestigt, als ich großzügiger mit den Leckerchen wurde.

    Ich hatte mir das auch mal so vorgestellt, dass mein Hund hört, einfach nur um mir einen Gefallen zu tun. Mein Hund sieht das andersherum: Sie glaubt, dass ich nur rufe, um ihr einen (fressbaren) Gefallen zu tun. Wir machen es jetzt so, wie sie sich das vorstellt und dafür habe ich einen Hund, der immer schön angeflitzt kommt, wenn ich rufe. Haben wir beide was davon.

    Hört auf, alle zu diesen ACME-Pfeifen zu raten! :hilfe:
    Ich habe auch eine und war neulich in einem sehr beliebten Hundeauslaufgebiet hier, da pfiff es aus allen Richtungen. Mein Hund war ganz wuschig…

    Aber ernsthaft: Wie geht man damit um, wenn wer anders rumpfeift, und der Hund das irrigerweise auf sich bezieht? Immerhin rennt sie dann zu mir und nicht zu den anderen Leuten. Aber trotzdem: Ich kann ja nicht für sowas die ganz große Pfeifenparty feiern.. Wie macht Ihr das?

    Dein Mutter weiß ja, wie das Leben mit Hund ist. Wir können also davon ausgehen, dass sie einen triftigen Grund hat, dagegen zu sein. Im Alltag ist es ja auch meist so, dass an den Müttern ein Großteil der Arbeit hängen bleibt. Sie wird wissen, dass erwachsene Kinder über kurz oder lang ausziehen und wird ihre Pappenheimer schon kennen...

    Die Tatsache, dass Dein Vater während seiner Tagesbetreuung mit dem Hund einen Großteil der Zeit schlafen würde, sehe ich allerdings nicht als problematisch an. Meinem Hund wäre es nämlich auch egal, ob ich tagsüber am Schreibtisch sitze oder schlafe. Ich bin halt da und atme, das reicht schon.

    Für seine Eltern bleibt man immer 12 Jahre alt:

    Ich war schon deutlich über 30 und mit meinem Dad in der Stadt unterwegs. Ich wollte in einen knallvollen Laden nicht mit rein und bin mit dem Hund draußen geblieben. Nach wenigen Augenblicken stand mein Dad mitsamt Einkauf wieder vor mir. Ich so: "Hä, war da jetzt doch keine Schlange an der Kasse?"

    Er: "Ich habe gesagt, mein Kind wartet draußen - da haben mich die Frauen alle vorgelassen!"

    Weil man ja dann die Pfeife echt immer immer immer dabei haben muss

    Wenn Du die Pfeife mal vergisst, ist das nicht so wild. Du pfeifst ja sowieso fast nie ;-)

    Im Zweifel hast Du ja immer noch den normalen Rückruf, der zu - sagen wir mal - 90 Prozent funktionieren sollte. Und wenn Du dann doch mal mitten durch den Wildwechsel läufst, muss der Hund halt an die Leine.

    Du solltest nur, wenn Du die Pfeife dabei hast, immer, immer auch eine Belohnung mitnehmen!

    Ich kann Dir dieses Buch ans Herz legen:

    "When pigs fly: Training success with impossible dogs" von Jane Killion

    Es gibt das Buch nur auf englisch, aber bei amazon kannst Du mal einen Blick rein werfen, ob das was für Dich ist.

    Die Autorin gibt Tipps zum Clickern und Instrumentalisieren von selbstbelohnendem Verhalten. Keine ganz neue Idee, aber wirklich supercool geschrieben. Man hat seinen unmöglichen Hund direkt noch einen Tacken mehr lieb.

    Ich empfehle es vor allem deshalb, weil sich die Autorin hauptsächlich auf die scheinbar recht unterhaltsame Erziehung von Bullterriern bezieht ;-)

    Ich habe meinen ultimativen Rückruf etwas anders aufgebaut als Maus1970. Natürlich auch mit langsamer Steigerung der Ablenkung und - ganz wichtig - so, dass es keine Fehler gibt. Aber ich habe die Superbelohnung von Anfang an zu einem seltenen Geschenk gemacht. Mehrere Durchgänge gab es nie - es gibt nur eine! einmalige! Chance, diese spezielle Beute zu bekommen.

    Und ich nutze eine Pfeife - wenn mein Hund erstmal rennt, könnte ich gar nicht laut genug rufen, dass sie ein Spezialwort noch hören würde. Ich glaube außerdem, dass der Pfeifton besser im Hundehirn ankommt - habe ich hier ja schon mal geschrieben.

    Mein Hund hatte den Pfeifton ratzfatz mit der Belohnung verknüpft, trotzdem habe ich mir viel Zeit gelassen mit der Steigerung der Ablenkung. Nur zwei, drei Mal die Woche gepfiffen - und erst nach ca. 4 Monaten mal, als sie einem Hasen hinterherwollte. Wenn's irgendwie geht, darf sie nach dem Verputzen ihres Snacks auch direkt wieder losrennen.

    Zur Absicherung pfeife auch ich gelegentlich in harmlosen Situationen - aber immer schön selten und immer mit Wahnsinns-Belohnung: Hier Katzenfutter-Alutütchen, die kann man wochenlang in der Tasche auf Standby haben.

    (Von variabler Belohnung hält mein Hund nichts. Die Pfeife garantiert ihr eine Premium-Futterportion. Katzenfutter oder einen großen! Batzen anderer Köstlichkeiten. Mit einzelnen Hühnerherzchen im Traininghätte ich sie wahrscheinlich nicht dazu gebracht, sich aus voller Hatz herumreißen lassen und zu mir zurückzurasen.)

    Aber natürlich kann es hart sein, von seinem eigenen, bereits versteuerten Einkommen dann noch einen Hundetrainer mit all seinen Nebenkosten zu bezahlen. Die Kosten kann man ja noch nichtmal bei der Steuer absetzen…

    Wenn jemand 8,50 die Stunde brutto verdient, muss der etliche Stunden arbeiten, um sich eine 50 EUR-Einzelstunde leisten zu können.

    Aber man muss auch ganz genauso lange arbeiten, um 50 EUR für einen Friseurbesuch auszugeben… Nur mal so zur Verdeutlichung.