Der naheliegendste Vorschlag für Dein Jogging-Problem wäre, ihm bei solchen Gelegenheiten ein Geschirr anzuziehen. Dann kann er halt etwas ziehen und es fühlt sich für ihn andes an als ein Halsband, mit dem er ordentlich laufen soll.
Beiträge von Phantomaus
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Überall da, wo sie reinhopst.
Reißende Flüsse haben wir hier nicht, und an größeren Gewässern schwimmt sie nicht weiter raus, als ich ein Stöckchen werfen kann. Für sich alleine planscht sie sowieso nur am Ufer rum.
Wenn sie einen sehr modderigen Tümpel besucht hat, lasse ich sie auf dem Rückweg halt nochmal in den Kanal springen zum sauberwerden.
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Stand neulich mit einer Freundin quatschend neben meinem Auto, Hund im Kofferraum. Ein älterer Herr kommt ganz nah ans Auto, guckt rein und fragt, was das für ein Hund wäre. So weit, so normal. Ich sage also artig "ein Labrador". Mann guckt weiter rein. Ich lasse ihn gucken. Und dann:
"So einen habe ich hier heute morgen beim Wildern gesehen. Aber ich glaube, dieser war das nicht. Die Halterin war auch jünger!"
Grrr.
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Also lieber anfänglich detailliert und sauber arbeiten, um Fehler oder zu hastiges Arbeiten zu vermeiden und am Ende hast Du mit einem sauberen Aufbau auch deutlich mehr Möglichkeiten, das ganze nach und nach zu erweiteren und zu erschweren.
Das kann ich nur unterschreiben - vor allem, weil ich es selber falsch gemacht habe. Ich fand es so toll, wie artig mein Hund wartet und wie begeistert sie dann sucht und apportiert, dass mir anfangs die partymäßige Belohnung wichtiger war als das saubere Ausgeben. Also hatte ich einen Hund, der mir den Dummy immer mit Anlauf vor den Latz geknallt hat. Es hat ewig gedauert, bis ich da ein (immer noch hampeliges) Vorsitz etabliert gekriegt habe.
Deshalb würde ich beim nächsten Hund auch nicht mit Futterdummies anfangen. Das Gefrickel mit dem Reißverschluss verzögert bloß die Belohnung und fördert das Gehampel. Vorsitzen lassen, Dummy rausnehmen, Belohnung reinstopfen - das ist viel eleganter. Und wenn man vorher ohne Aufregung "Vorsitzen und halten" geübt hat, ist diese Handlungskette für den Hund auch total selbstverständlich und naheliegend.
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Ich habe mich anfangs auch massiv geärgert, dass mein Freund mit dem Hund anders umgeht als ich. Gerade, weil sie so schwer zu erziehen war.
Irgendwann habe ich es abgehakt. Der Hund kann unterscheiden, wer wer ist und wie es gemacht wird. Dann zieht sie halt bei ihm an der Leine und darf fliegenden Dummies hinterher hetzen. Bei mir nicht. Auch sonst macht er alles anders, als wir es besprochen haben. Andere Rituale, andere Kommandos, andere Bedeutung der Kommandos - als ob er es mit Absicht macht. Er kriegt es nichtmal hin, sich beim Mantrailing am vereinbarten Ort aufzuhalten ;-)
Auf der anderen Seite muss der Hund bei mir nicht akkurat am Bein ausgerichtet Sitz machen, sie muss nicht Sitz machen, während ich ihre Haufen eintüte und ich gehe in der autoarmen Siedlung nicht grundsätzlich auf dem Bürgersteig. UND ich bin so frei, ihr gelegentlich GEWÜRZTES ESSEN! WAS WIR AUCH ESSEN! als Belohnung zu geben. Und ganz, ganz manchmal, wenn er nicht da ist, darf der Hund zu mir auf die Couch. Das weiß er aber nicht ;-)
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Dauernd.
Neulich spaßeshalber mal ein (wackliges) "Stop auf Distanz" an einer Stelle probiert, wo sich ein Waldweg und ein Feldweg kreuzen und wo nie ein Auto langfährt. Außer an dem Tag.
Mein Hund hat außerdem die Neigung, im letzten Moment bei entgegenkommenden oder überholenden Fahrrädern plötzlich die Richtung zu wechseln und sich genau am prognostizierten Aufprallort aufzuhalten. Sogar, wenn ich sie an der Leine habe. Da muss man echt auf Zack sein - die armen Radfahrer erschrecken sich trotzdem und der Hund denkt sich noch nicht mal was dabei.
Wild ist auch immer kritisch, wobei ich mich da auf meine Pfeife verlassen kann. Aber im Grunde bin ich jedesmal erleichtert, dass es funktioniert. Aber manchmal ist es trotzdem Kacke, wie neulich, als der Hund eine Katze quer über einen Bauernhof-Hof gescheucht hat, wo auch noch eine Horde kleine Kinder spielten und ich meine Pfeife nicht sofort pfiffbereit hatte. Aber es ist gutgegangen und niemand musste sich aufregen.
Und natürlich die vielen, vielen Male, wo sie irgendwas im Gebüsch findet und frisst. Besonders, wenn es Dinge sind, die sonst nicht im Feld liegen, wie ein Päckchen Hackfleisch (ernsthaft!), eine Tüte Studentenfutter, ein Haufen Brot oder ein halbes Würstchen.
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Ich staune im Alltag eher darüber, wie wenig an Erziehung Leute von Hunden erwarten:
Ich bekomme häufig ein Lob, dass mein Hund wahrhaftig Sitz machen kann, wenn ein Fahrrad kommt (und ich "Sitz" sage. Von alleine macht sie das nicht).
Andere Hundehalter finden meinen Hund superbrav, weil sie nicht bellt, wenn uns ein anderer Hund entgegenkommt. Dass sie ihre (ohnehin etwas zweifelhafte) Leinenführigkeit dabei komplett vergisst, hat noch nie jemand erwähnt.
Unser Superkunststück: Sie kann Sitz machen und unangeleint 3m von mir entfernt sitzen bleiben, während ich mir ein Brötchen kaufe. Alle Angestellten beim Bäcker bewundern mich für diesen tadellos erzogenen Hund.
Mit "Sitz" und "kein Theater machen" macht so ein Hund hier eigentlich immer schon einen ganz guten Eindruck.
Mein Hund würde bei jeder Unterordnungsprüfung durchfallen, aber für den Alltag reichts, um gut auszusehen.Ich hingegen bin einigermaßen stolz drauf, dass mein Hund kommt, wenn ich rufe. Das wird aber von Beobachtern oft ziemlich abfällig kommentiert: Weil ich mit Futter belohne. Das hält man allgemein für eine Erziehungsschwäche. Leute sind komisch.
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Es gibt Anti-Flohmittel auf pflanzlicher Basis, z.B. mit dem Wirkstoff Pyrethrum aus Chrysanthemen. Lass Dich aber von dem blumigen Hintergrund nicht täuschen - Pflanzen haben das giftig-sein praktisch erfunden. Also immer schön die Anwendungshinweise beachten und Nutzen und Risiken abwägen.
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Wenn es für Suppe ist, würde ich es gar nicht in den Backofen tun. Wenn es nicht in den Pott passt, lass es auftauen und hack es in ein topfgerechtes Format. Bei Hühnersuppe geht es ja nicht um Schönheit. Was nicht mehr reinpasst, mag der Hund. Roh natürlich.
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Und macht Euch nicht so viele Vorwürfe, dass Ihr da "geschludert" habt. Mit 5 Monaten hat sich das Verhalten noch nicht so verfestigt, dass es Euch im Training um Jahre zurückwirft. Da geht's nur um ein paar Wochen, die Ihr "hintendran" seid!