Beiträge von Phantomaus

    Wie händelt ihr eure langen Schleppleinen (10m +), besonders wenn die Hunde dann doch mal reinbrettern? Mir kugelts da immer fast die Hand aus und passiert manchmal einfach noch, wenns kurz das Prinzentier Hirn raushaut. Hilft da ein Ruckdämpfer? Wenn ja, welcher ist gut?

    Beide Hände an die Schlepp, Ellenbogen anwinkeln und Hintern runter!

    Damit verlagerst Du zum Einen Deinen Schwerpunkt nach unten und wirst nicht so schnell umgerissen, zum anderen fängst Du durch die angewinkelten Ellenbogen, Knie und Hüfte den Ruck etwas sanfter ab.

    Und niemals die Schlepp um die Hand wickeln, um besseren Grip zu haben! Das kann Dir die Knochen brechen.

    Für's Schulpraktikum ist es doch erstmal nicht so wichtig, ob man sich da einen Beruf anguckt, von dem man später gut leben kann, oder nicht. Ist doch toll, wenn man bei der Gelegenheit einfach mal in irgendwas reinschnuppern darf, was man spannend findet und da Einblicke in den Arbeitsalltag bekommen kann.

    Für die "erwachsenen" Überlegungen ist doch später noch genug Zeit. Wäre ja schlimm, wenn man sich in der 8. Klasse schon auf seine Laufbahn festlegen müsste und nicht mal ein bisschen rechts und links gucken dürfte...

    Das Bellen mancher Hunde scheint man der Umwelt nicht zumuten zu wollen: Wir sind gestern - mitten im Wald - einem Labbimix samt Halter begegnet, der seinen Hund bei unserem Anblick angeleint, am Wegrand abgesetzt und ihm dann auch noch präventiv die Schnute zugehalten hat. Aber so komplett locker und lässig... Seinen Hund hats nichtmal gestört, der saß da, guckte und wedelte.

    Jaja, die Ratgeberliteratur ;-)

    Hunde haben unterschiedliche Charaktere, und was bei dem einen erziehungstechnisch was bringt, läuft bei dem anderen total ins Leere. Es gibt nicht DIE erfolgreiche Erziehungsmethode, erst recht nicht bei so einem interessanten Thema wie der Leinenführigkeit. Mach Dich darauf gefasst, auch mal eine unnütze Erziehungsmethode auszuprobieren und zu verwerfen, aber wechsele nicht alle paar Tage.

    Hör auf Deinen gesunden Menschenverstand und beobachte den Hund. Du wirst merken, mit welchen Argumenten man bei ihm weiterkommt und was ihn nicht interessiert.

    Du wirst auch merken, dass man im Alltag ganz automatisch ein paar Rituale einbindet, die sich dann irgendwann automatisieren - oft sogar im Hundehirn. Wenn Du ihn beispielsweise an der Straße immer "Sitz" machen lässt und er ein kluger Hund ist, wird er das irgendwann automatisch machen. Wenn er nicht so schlau ist, wirst Du halt ein Hundeleben lang an jeder Bordsteinkante "Sitz" sagen. Man gewöhnt sich dran.

    Natürlich ist es klug, immer stringente Signale zu geben und eindeutig zu kommunizieren. Das Menschenhirn ist aber auch keine Maschine und man sagt oft dummes Zeug oder verhält sich unlogisch. Aber der Hund achtet vor allem auf Deine Körpersprache und siebt auch viel Quatsch aus. Wenn Du mit ihm eine Straße überqueren willst, kriegt er das schon mit, egal, ob Du "okay" oder "rüber" oder "rechts ist frei" sagst. Du brauchst Dir kein Vokabelheft und keine Excel-Tabelle mit Kommandos und Wenn-Dann-Strukturen einzurichten - mehr als eine Handvoll Regeln benötigst Du für den Anfang nicht, der Rest ergibt sich im Zusammenleben.

    Ich denke mal, die Leute, die das Mitnehmen ins Büro für Tierquälerei halten, haben selbst keine Hunde – oder einen sehr miesen Arbeitsplatz. Das ist wahrscheinlich so eine vermenschlichte "da kann der arme Hund doch gar nichts machen und keiner hat Zeit, sich mit ihm zu beschäftigen"-Sorge. Die ist aber unbegründet.

    Auch ein erwachsener Hund verschläft gut zwei Drittel des Tages. Das kann er genausogut - und teilweise besser - im Büro machen, wo nicht viel passiert, was er verpassen könnte. Wenn er da seinen Menschen in der Nähe hat, kann er ganz beruhigt pennen und ist glücklich.

    Das gilt erstmal im Grunde für alle Rassen. Da hast Du also freie Auswahl. Der Hund sollte aber zu Deinem Freizeitverhalten und in Dein Privatleben passen. Ein spezielles Training brauchen die Hunde für's Büro eigentlich nicht. Du sitzt doof rum, der Hund merkt, es passiert nichts und legt sich schlafen. Natürlich gibt es ein paar Ideen, wie man ihm beibringt, dass er die Kollegen nicht nervt, aber das geht an dieser Stelle schon ein bisschen weit ins Detail.

    Bei einem Welpen ist natürlich die Stubenreinheit noch ein Thema. Da muss man die Freiheit haben, während der Arbeitszeit alle zwei, drei Stunden mal kurz mit dem Hund vor die Tür zu gehen und es darf kein Drama sein, wenn doch mal ein Pfützchen danebengeht.