Beiträge von Phantomaus

    Es ist nicht so, dass in einer Eigentümerversammlung ALLES einstimmig beschlossen werden muss. Wenn die Mehrheit dagegen ist, kann man Dir beispielsweise verbieten, Deine Schuhe im Gemeinschaftsflur zu stapeln, auf Deinem Balkon Posaune zu üben und solche Sachen.

    Aber es gibt massive Einschränkungen, die (ich habe da gerade nochmal grob nachgelesen) offenbar zwar tatsächlich per Mehrheit beschließbar sind, dann aber innerhalb einer gewissen Frist anfechtbar sind. Und da gehört ein generelles Hundeverbot dazu.

    Ich sehe die Entwicklung viel, viel positiver.

    Der Trend geht meines Erachtens nämlich wieder in Richtung Natur, Wandern ist z.B. ein anerkannter Zeitvertreib geworden und als Hundehalter ist man da vorn mit dabei.

    Denn anders als beispielsweise in den USA ist es hierzulande sehr üblich, mit dem Hund rauszugehen. Hundehalter sind im allgemeinen regelmäßig mit dem Hund an der Luft und schätzen auch die gesundheitlichen Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden. Wer sich dabei mit High-End-Ausrüstung für Hund und Halter ausstatten will, kann das doch gerne machen.

    Hundesport im allerweitesten Sinne wird zunehmend zum Breitensport und soll Hund und Halter Spaß machen - dafür gibt's eine riesige Palette an Angeboten. Fast jeder Hundehalter macht doch nach der obligatorischen Hundegrundschule noch ein, zwei Kurse in Richtung Beschäftigung mit. Und Neuhundehalter müssen eher gebremst als ermutigt werden, damit sie ihren Hund nicht überbeschäftigen.

    Da Hundehalter auch wirtschaftliche Macht besitzen, ist es schon so, dass der Hund im Alltag präsenter ist als früher. Leute nehmen ihren Hund ins Büro, ins Restaurant und zum Stadtbummel mit. Nach meiner Beobachtung hat das nicht zu mehr Reglementierungen geführt, sondern eher zu weniger. Tagesmütter halten große Hunde und Eltern finden es okay, ihre Kleinkinder im Schatten eines Berner Sennen-Rüden spielen zu lassen. Wäre doch früher undenkbar gewesen.

    Und die Umwelt stellt sich darauf ein: Kacktütenspender in städtischen Grünflächen, Wassernäpfe im Biergarten, Hundeboxen vor Ikea. Lauter Dinge, mit denen sich die Welt um die Hundehalter bemüht. Von Pfötchenhotels und Doggie-Dinners im Restaurant mal zu schweigen.

    Natürlich treibt das hier und da mal seltsame Blüten. Aber im Gesamtbild ist der eher rustikale Hund, der auch mal Hund sein darf, doch in der Überzahl. Das sind übrigens zum großen Teil auch die nicht hundertprozent gehorsamen Tutnixe, über die hier immer wieder gelästert wird. Die auch mal ein Karnickel scheuchen und die nichts dabei finden, aus einer Pfütze zu trinken.

    Wenn Du irgendwas kaufst, wo die Hundehaltung verboten ist, bleibt sie verboten. Wenn die vorherigen Eigentümer in einem Objekt das verbindlich festgelegt haben, kannst Du als Neueigentümer nichts mehr daran ändern. Wenn es eine Hausordnung gibt, muss man sie Dir aber auch vor der Kaufentscheidung zur Kenntnis geben. Wahrscheinlich muss sie Dir sogar der Notar nochmal vorlesen ;-) Wenn es keine Hausordnung gibt, gilt auch kein Hundeverbot.

    Hundehaltung gehört nicht zu den Dingen, die vertraglich geregelt sein MÜSSEN. Gottseidank. Meist läuft das wie mit den Putzplänen für's Treppenhaus: Es gibt Absprachen, aber eher informell. Man braucht nicht unbedingt eine Hausordnung.

    Wenn Du etwas kaufst, wo man das Hundeverbot NICHT schriftlich in der Hausordnung festgelegt hat, und dann plötzlich NACH Deinem Kauf mit sowas ankommt, darfst Du mitentscheiden - und dagegen sein und es auch tatsächlich verhindern: Egal, ob in einem 20- oder in einem 2-Parteien-Haus. Solche Verbote müssen einstimmig beschlossen werden.

    Wahrscheinlich ist es angenehmer in einem Haus mit wenigen Parteien, in denen EIgentümer selbst drin wohnen: Die haben oft nicht den Drang, sich in Vorschriften einzumauern, weil man sich ja auch "persönlich kennt". Bei Häusern mit vielen Einheiten wohnen ja auch meist nicht die Eigentümer selbst, sondern deren Mieter – und dann wollen die Leute gewisse Dinge vielleicht eher wasserdicht geregelt haben.

    Gründe, weswegen man Ochsenziemer nicht gut finden könnte, wären beispielsweise:
    - Die Dinger stinken
    - Sie enthalten - wie alle getrockneten tierischen Kauartikel - ziemlich viel Protein

    Das kann man ignorieren, wenn einen der Geruch nicht stört und der Hund keine Nierenprobleme oder sonstigen Proteinverarbeitungsschwierigkeiten hat.

    Gott, ja. Ich wüsste nichtmal, wo ich 30kg Menschenfutter unterbringen sollte... Obwohl ich ein Hamsterkäufer bin und gerne bei Angeboten zuschlage, kämen mir 60 Packungen Nudeln oder Reis dann doch etwas übertrieben vor.

    Wohingegen ich zwei Säcke Hundefutter als einen eher bescheidenen Vorrat ansehe.

    Interessanterweise ist bei uns die Menge des täglichen Bedarfs gleich groß: Der Hund kriegt unter anderem 250g Trockenfutter am Tag, und wir brauchen auch jeden Tag so um die 250g Nudeln/Reis o.ä. als Basis für unser Essen...

    Es ist ja nicht nur die Jagdschwein-Problematik. Es ist auch die Schwein-Schwein Problematik, die andere Hundehalter nicht haben.

    Als Jil neulich mal wieder in einen Matschtümpel gesprungen ist und als Siam-Labrador mit schwarzen Beinen und schwarzer Schnauze wieder rauskam, fühlte sich eine vorbeilaufende Collie-Halterin tatsächlich bemüßigt, ihrem Hund mitzuteilen: "Boah, ich hab Dich ja sooo lieb!"

    Pfff. Ich habe meinen Hund auch lieb. Ich mache sogar oft ein Foto davon, damit wir diese magischen Momente nicht vergessen.

    Externer Inhalt www.fotos-hochladen.net
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.