Beiträge von Phantomaus

    Deine Voraussetzungen sprechen klar für ein "Ja."

    Wenn der Hund ab nächstem Jahr ab und an mal vormittags alleine ist, sehe ich da kein Problem.

    Worauf Ihr Euch aber vielleicht nicht so doll festlegen solltet: Dass Euer "großer" Sohn regelmäßig alleine mit dem Hund unterwegs ist. Da würde ich erstmal gucken, was für Kandidaten sonst noch in Eurer Umgebung rumlaufen und ob Dein Sohn und der Hund tatsächlich in der Lage sind, möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Dazu gehört ja nicht nur ein angemessenen Größenverhältnis.

    Ich habe hier auch schon ab und an sehr junge Kinder mit Hunden auf der kleinen Runde gesehen. Das waren immer sehr souveräne Kinder und Hunde, die gut mit allem klarkamen. Das ist aber nicht jedem gegeben ;-) und im Ernstfall ein Risiko, das offenbar von Hundehaftpflichtversicherungen auch nicht abgedeckt ist.


    "Wie alt ist er denn?"
    "Der ist jetzt eins"
    "Oh, das muss aber hart sein den dann sieben Jahre immer durch so eine Hitze zu schleppen"


    Ich hoffe doch, dass mein Hund älter als das wird :lol:

    Quatsch, das ist doch ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Hundejahr sind sieben Menschenjahre. Aus Menschenjahressicht schleppt der einjährige Hund seinen viel zu dicken Pelz also bereits sieben Jahre lang durch die Gegend.

    Geschädigt ist man auch, wenn man glaubt, dass alle Leute, die einem ausweichen, was gegen den Hund haben:

    Heute Abend beim Gassi durch ein schmales Pättchen: Uns kommt ein Jogger entgegen, stoppt bei unserem Anblick abrupt ab und schiebt sich dann langsam und so eng wie nur möglich seitlich am Zaun entlang. Ich diagnostiziere eine Hundephobie und nehme Jil rücksichtsvollerweise an die Leine. (Aber denke mir noch etwas gehässig, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er da am Rand in einen Kackhaufen tritt, ungefähr eine Million mal höher ist, als von meinem Hund belästigt zu werden.)

    Beim Näherkommen stellte sich raus, dass an der Stelle eine Riesenpfütze ist und er offenbar nur versucht hat, halbwegs trockenen Fußes daran vorbeizubalancieren...

    Boxer ist doch gar nicht verkehrt - das sind lustige Quatschköpfe, mit denen man gut was machen kann und die ein robustes, freundliches Wesen haben. Im Grunde ähnlich wie die Retriever, bloß mit anderer Ursprungsidee.

    Sportlich im Sinne von "lebhaft" und sind Boxer (und Retriever) durchaus, extrem sportlich aber nun auch wieder nicht. Nix, was man nicht mit normalen Spaziergängen und etwas intelligenter Beschäftigung abdecken könnte!

    Komisch seid ihr. Wenn ich seltsame Worte wie "Kuchentransportbox" lese, überlege ich immer als erstes, was das gewesen sein mag, bevor die Autokorrektur zugeschlagen hat: Kükentransportbox wahrscheinlich. Und schon machts wieder Sinn.

    Je nachdem, wo ich solche Worte lese, halte ich es auch für einen Übersetzungsfehler. "Kitchen drawer rail" (Küchenschubladenschiene) hätte es mal sein können oder "pie chart box" (Kreisdiagramm mit Linienrahmen drum).

    Ich frage mich, ob ihr im Moment nicht besser damit fahrt, wenn ihr die ganze Pöbel-Sache erstmal ignoriert. Das scheint Euch beiden ja gerade nicht gutzutun und es wird schlimmer statt besser.

    Mein Vorschlag: Geh mit dem Hund raus und es ist Dir egal, ob er sich anstellt. Soll sich der Hund halt bei Hundesichtung aufführen, wie er will und bellen, wie er lustig ist. Ihr gefährdet ja keinen.

    Macht was lustiges zusammen und konzentriert Euch erstmal nur darauf, zusammen Spaß zu haben. Der Rest kommt dann irgendwann später.

    Mal gesetzt den Fall, jemand versteht meinen freundlichen Einwand nicht: Ich würde niemals in so einer Situation handgreiflich werden, das ist unangemessen und unwürdig.

    Es geht auch viel dezenter: Menschen weichen automatisch aus, wenn man ihnen ETWAS zu nahe kommt. Da geht man einen halben Schritt auf die Leute zu, sieht ihnen ins Gesicht und sagt nochmal freundlich, dass jetzt bitte nicht gestreichelt wird. Da werden sofort Beschwichtigungsgesten gemacht und das unerwünschte Verhalten eingestellt. Da kann sich mancher Hund was von abschauen.

    Warte mit dem Hundebaden, bis Dein Mann nach Hause kommt. Nasse Hunde sind flutschig. Und wenn der Hund nicht so kooperativ ist, braucht man definitiv vier Hände.

    Meinem Hund traue ich auf Balkons auch nicht. Liegt wahrscheinlich auch dran, was für ein Balkon - bei einem Balkongitter sehen die Hunde ja, dass dahinter nur dünne Luft ist. Bei einer Betonbrüstung jedoch würde mein Hund womöglich versuchen, auf die Brüstung zu hopsen.

    Hundetrainer wirken meiner Erfahrung nach oft ein bisschen ruppig auf Menschen - die sind es in ihrem Job halt gewohnt, klare Ansagen zu machen und nicht jedes Wort in Watte zu wickeln. Die meisten sagen direkt: "Das war jetzt Mist." statt: "Du machst das total toll, und wenn Du an dieser oder jener Stelle das Alternativverhalten, über das wir gesprochen hatten, noch vertiefen möchtest, glaube ich, dass es unter den aktuellen Umständen sogar noch einen Tick besser laufen könnte!")