Beiträge von Phantomaus

    Sieh es so: Wenn es den Hund einmal in der Nacht überkommt und sie sich einen Napf voll Wasser reinhaut, ist danach wenigstens Ruhe. Besser, als wenn der Hund vier,- fünfmal pro Nacht zum Napf geht, ein paar Schlucke schlappt und denkt, "nee, das war's jetzt nicht, was ich gebraucht habe..." Sich dann schlotzend erst mal so richtig gründlich putzt. Dann guckt, ob nicht jemand mit ihr spielen will ("Äh, wo Du gerade zufällig wach bist - wie wär's?") und dann alle naselang ihre Decke umsortiert, weil sie es nicht bequem hat.

    Dazu kommt, dass für den Hund ALLES noch neu und ungewohnt ist. Da gibt ein unsicherer Hund schon mal versehentlich Fehlalarm. Sei froh, wenn sie nur bellt, wenn tatsächlich jemand an der Tür ist!

    Je nachdem, was der Hund an Kommandos kann, kannst Du versuchen, ihr freundlich eine Anweisung zu geben, die sie statt Bellen ausführen kann. "Auf die Decke" oder "Sitz" oder "Hol den Ball" oder irgendwas, was sie gut kann und was man gut belohnen kann. Manche Hunde sind sehr erleichtert, wenn man ihnen in unklaren Situationen sagt, was zu tun ist. Die bellen dann nicht weiter rum und sind froh, sich nicht länger verantwortlich fühlen zu müssen. Das klappt aber nicht bei jedem Hund.

    Kann also sein, dass Du mit so einem Trick schnellen Erfolg hast - kann aber auch sein, dass Sie Dich nicht hört, weil sie gerade so laut bellt ;-) In dem Fall ärgere Dich nicht darüber - dann bellt sie halt. Kommt ja nicht jeden Tag so viel Besuch!

    Jil reagiert auch überhaupt nicht auf jagbare Tiere in Gefangenschaft. Habe ich im Tierpark bei Rehen und Karnickeln beobachtet und sehe es außerdem fast täglich bei einer großen Hühnerfreilaufwiese: Huhn hinter hüfthohem Draht - total uninteressant, egal wie nah es am Zaun rumpickt oder wie es sich aufführt. Alle Jubeljahre mal ein ausgebüxtes Huhn VOR dem Draht: Hund schaltet schon auf Distanz in den Jagdmodus.

    Ich wäre bei der Kind-mit-auf die Runde-nehm-Geschichte auch feige und würde das Kind nicht kränken wollen - wobei das, wie mir Eltern versichert haben, unnötig sensibel ist, weil Kinder es total gewöhnt sind, dass Erwachsene ständig sagen: "Nee, kommt nicht in Frage." ;-) Die nehmen eine Absage nicht so übel wie Erwachsene.

    Allerdings wird meiner Erfahrung nach Kindern das Gassigehen auch ganz schnell langweilig. Umso eher, je langweiliger Du bist. Ich habe ab und an mal ein nettes hundeinteressiertes Kind einer Freundin dabei und wir unterhalten uns immer gut – aber jede Woche würde die auch nicht mit mir mitlatschen wollen. Von jedem Tag ganz zu schweigen!

    TrueType: Was machst Du dann mit den Ratten in den Lebendfallen? Ratten sind doch mehr oder weniger ortstreu und außerdem in Rudeln organisiert? Wenn man jetzt eine rausfängt und die beispielsweise in den Wald bringt, tut man ihr ja nicht unbedingt einen Gefallen damit.

    Ich frage aus ernsthafter Neugier - ich finde Lebendfallen gut. Ich verstehe auch, dass man Ratten im Schuppen loswerden muss. Aber es sind ja schon Generationen von Menschen an diesem Problem gescheitert - hauptsächlich, weil man ja so gut wie nie nur EINE Ratte auf dem Gelände hat. ;-)

    Aber zu den ganzen Horrorstories hier: Ratten lauern Menschen nicht auf, um ihnen dann mit gebleckten Zähnen ins Gesicht zu springen. Die greifen auch nicht an, sobald man ihr Territorium betritt. Da muss man sie schon sehr, sehr ernsthaft in die Ecke gedrängt haben. Und wilde Ratten krabbeln einem auch nicht das Hosenbein hoch. Soviel Scheu haben sogar die noch, dass sie sich nicht auf den Menschen flüchten. Das innen-im-Hosenbein-hochklettern ist mehr ein Problem bei zahmen Ratten ;-)

    Ich denke nicht, dass die Hühnerbeine vergiftet waren. Das passt nicht zu Reis und Sesam. Außerdem hätte man Köder sicher einzeln an verschiedenen Stellen deponiert und nicht alle auf einmal ausgekippt.

    Das Ganze passt außerdem zu einem gekochter-Reis-und-rohe-Paprika-Fund, den ich vor ein paar Wochen ganz in der Nähe entdeckt hatte. Vielleicht hat es dazu auch ursprünglich mal eine Fleischbeilage gegeben - an dem Tag hat es etwas länger gedauert, bis ich mal gucken gegangen bin, was mein Hund da macht...

    Meine Vermutung ist, dass ein leicht verwirrter Mensch denkt, die dass seine Essensreste zu schade für die grüne Tonne sind und dass sich die Tiere des Waldes sicher darüber freuen. Ich sammle das trotzdem ein, aber Sorgen mache ich mir deshalb nicht.