Ich habe mich mit dieser Frage auch mal beschäftigt und bin damals bei meiner Forschung auf die Faustregel von 2g Protein pro kg Hund gestoßen.
(Ich würde das hier gern mit einer seriösen Quelle untermauern und irgendwo habe ich diese Zahl auch her, aber ich finde bei einer schnellen Recherche alle möglichen Tabellen mit ganz unterschiedlichen Empfehlungen. Entweder kann ich die Daten also nicht richtig deuten oder es gibt möglicherweise keine universell richtige Maßgabe dafür. Ich vermute, letzteres ist der Fall.)
Bei meinem Hund passt das mit 2g Protein pro Kilo - sofern ich noch eine ordentliche Portion Kohlehydrate und eine gute Portion Fett dazugebe!
Eine handelsübliche Ration Trockenfutter hat viel zu wenig Energie für meinen Hund. Als mir in der Startphase mit diesem Hund vor ein paar Jahren auffiel, dass bei 500g High-Protein-Premium-Trockenfutter für 22kg rappeldürren hochnervösen Hund irgendwas schiefläuft, bin ich mehr oder weniger durch Zufall drauf gestoßen, dass für diesen Hund ein Schmalhans-Futter als Basis besser ist als ein Sportlerfutter. Obwohl ich erst schockiert war, wieviel Fett ich zu dem "Magerfutter" dazugeben musste.
Mein Hund frisst alles und verträgt alles - insofern hatten wir da nie ein Problem. Es gibt Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Ähnliches an Kohlehydraten dazu (auch mal altes Brot, wenn es weg muss) und dazu noch Rinder- oder Lammfett vom Metzger. Hühnerhaut, Gänse- oder Schweineschmalz würden auch gehen, das ist mir aber zu glibschig, um es als Superbelohnung unterwegs zu nutzen und daher hier nicht in Gebrauch.
Mein Hund ist immer noch sehr lebhaft und sehr schlank, wirkt aber nicht mehr unterernährt - und steht vor allem nicht mehr unter Dauerstrom.