Beiträge von Phantomaus

    Bezüglich des Anspringens ist es gut, was ihr macht. Das wird er flott begreifen, dass ihr Springen nicht lustig findet.

    Wenn es klingelt und er Rabbatz macht, ist die Grundidee auch richtig. Ihr bringt den Hund dann ja nicht in ein anderes Zimmer, sondern bleibt mit ihm da, wo er gerade ist, richtig? Möglichst wenig Hektik verbreiten ist hier wichtig.

    Beim Alleinebleiben: Lasst Euch noch ein Weilchen Zeit, bis ihr ihn wirklich "alleine" lasst. Vorher könnt ihr aber schon den Grundstein legen, in dem ihr mal alleine ins Bad geht oder so ;-) Oder, wenn das klappt, mal zum Müll rausbringen kurz verschwinden. Immer möglichst nur so lange, dass er sich gar nicht aufregen muss.

    Mit dem Staubsauger würde ich ihn in den ersten Wochen noch nicht belästigen. Was macht er denn, wenn im anderen Zimmer gesaugt wird? Wenn er dabei ruhig bleibt, kommt ihr ja erstmal im Alltag klar.

    Bewegung baut Stress ab - aber stundenlanges Leinezerren oder Leinenlaufentrainieren baut Stress auf!

    Es wäre also wirklich gut, wenn Ihr eine Möglichkeit finden würdet, ihn auch mal frei laufen lassen zu können (eingezäuntes Gelände z.B.). Und wenn ihr da mit dem Hund gemeinsam spielen könnt - zusammen rennen, Löcher graben, Futter suchen oder so etwas. Damit es draußen mit Euch nicht immer nur stressig ist ;-)

    Und es wäre schön, wenn er auch auf den Gassigängen etwas Zeit zum Schnüffeln und Hund-sein und Entspannen bekommen könnte. Das ist vielleicht leichter gesagt als getan - mein Hund hat damals erstmal an der Schlepp genauso irre gezogen wie an der kurzen Leine - nur eben 10 Meter vor mir, das war erst recht nix. Aber es ist ja nicht jeder Hund so.

    Jedenfalls ist der Tipp, immer nur kurz zu trainieren, sehr wichtig. Eine Viertelstunde ist schon recht lang!

    Ihr kriegt das Problem nicht in vier Wochen gelöst, also müsst Ihr Euch was überlegen, wie ihr es dauerhaft managen könnt, ohne Euch und den Hund völlig fertig zu machen. Der Tipp, mit der Leine am Halsband konsequent zu trainieren und ansonsten ein Geschirr zu nutzen und es lässig zu sehen, scheint mir praktikabel.

    Umweltreize mit ängstlichen Hunden trainieren finde ich auch absolut richtig und ich habe selbst sehr viel Zeit mit solchen Aktionen zugebracht. Auch Dinge, die in meinem Alltag mit Hund nicht absolut nötig sind, wie z.B. Aufzug oder Bus fahren oder bei der Post Schlange stehen. Es hilft bei anderen Stressituationen, wenn der Hund insgesamt gelernt hat, dem Menschen im Zweifel zu vertrauen.

    Aber wenn man es sich aussuchen kann, würde ich für solche Trainingseinheiten eine Umgebung wählen, in der ich mich kontrolliert mit dem Hund an das Szenario rantasten kann. "Da musser jetzt durch" ist bei sowas nicht die beste Strategie. In die Waschanlage würde ich daher auch nicht mit meinem Hund fahren. Wahrscheinlich wäre es ihr sogar egal, weil sie sich im Auto sicher fühlt. Aber so soll es auch bleiben, daher muss ich nix riskieren. Bei Mr. Wash den Hund mal mitnehmen und am Fließband von außen gemeinsam zugucken – das wäre aufregend genug und ein gutes Training. Plan für morgen.

    Ich lebe auch mit dem Risiko der Selbstständigkeit und kenne die Sorgen, ob die Auftragslage im nächsten Jahr noch anhält. Inzwischen versuche ich, das etwas entspannter zu sehen: Wenn Du aktuell gut zurecht kommst, Erfahrung mit den Tücken der Selbstständigkeit hast und halbwegs gut in Deinem Job bist, hast Du alle Voraussetzungen, um Dich auch veränderten Gegebenheiten anzupassen. Kein Job wird in 15 Jahren noch genauso wie heute sein - der Schwerpunkt meiner Arbeit hat sich auch in den letzten 10 Jahren stark verändert - ohne, dass ich das unterwegs so wahrgenommen hätte.

    Und falls Du irgendwann die Selbstständigkeit aus welchem Grund auch immer an den Nagel hängen willst, wirst Du auch Möglichkeiten finden, das mit den Hunden ordentlich hinzukriegen. Diese Grundfähigkeit zur Organisation und zum vernetzten Denken hast Du als Selbstständige, als Single und als Hundehalter - darauf kannst Du vertrauen.

    Wieso muss in Kinderzimmern Ordnung herrschen?
    Habe vorhin zufällig eine Reportage gesehen, in der davon die Rede war, dass viele Ehen an diesem Them kaputtgehen. WTF? Kümmert es wirklich jemanden, wie es in einem Kinderzimmer aussieht?

    Ich nehme an, das macht man, um den Kindern von klein auf beizubringen, wie man Ordnung hält. Also, dass man sie dazu anhält, auch mal selber was wieder wegzuräumen und so. Ist wahrscheinlich naheliegend, das im Kinderzimmer zu üben, wo es nicht sooo drauf ankommt - und sie nicht als erstes die Spülmaschine ausräumen lässt, wo die ganze Familie was davon hätte.

    MEINE Theorie ist allerdings, dass es Menschen gibt, die so veranlagt sind, dass sie die Dinge gern an ihrem Platz haben. Die würden wahrscheinlich auch als Kinder recht früh von alleine drauf kommen, sich ein System zu schaffen. Und dann gibt es andere, die da geistig etwas flexibler sind. Die kann man zwar bestenfalls zur Ordnung dressieren, aber ein Grundbedürfnis ist es denen nicht.

    Ich habe es auch gehasst und meine Grundeinstellung zu "Ordnungsrufen" ist immer noch Rebellion. Aber ich weiß im Grunde, wie man ein gesellschaftlich anerkanntes Ordnungssystem schafft und kann es im Ernstfall umsetzen. (Mein Freund würde letzteres allerdings bestreiten.)


    Aber klar, bei den Kilopreisen von 800g Dosen oder doppelten 15 Kilo Säcken werd ich auch immer leicht neidisch ;)

    Und ich denke immer, wenn ich einen kleinen Hund hätte, hätte ich überhaupt kein Problem damit, eine 5-Euro Dose Nassfutter zu kaufen, wenn die dann 5 Tage hält - und nicht nur für ein Frühstück und das halbe Abendessen reicht!

    Aber ich bin auch ein Sparfuchs - und wenn der Kilopreis stimmt, kaufe ich auch gelegentlich gemischte Probierangebote, die dann beispielsweise aus 3 x 2kg-Tütchen bestehen. Und im Moment habe ich ziemlich viele kleine Beutel hier rumstehen, weil ich auch noch auf einer Messe hier und dort und da ein Kilo gekauft habe...

    Ich habe viel Auswahl beim Fertigfutter und nutze das auch: Mein Hund frisst alles und verträgt alles. Ich kaufe jedesmal einen anderen Sack einer anderen Marke mit einem anderen Fleischsorte drin. Insgesamt habe ich so 10 - 15 Futtersorten in der Rotation, die ich für gut befinde. Wenn ich irgendwas sehe, wo mir die Deklaration zusagt, kaufe ich das. So hat die kleine Fressmaschine - und ihre Darmflora - etwas Abwechslung.

    Ich achte hauptsächlich drauf, dass Fleisch von Tieren drin ist, die sich nicht für Massentierhaltung eignen, die also hauptsächlich im Freien gelebt haben und Auslauf hatten. Also beispielsweise Lamm, Wild, Fisch, Strauß oder Freilauf-Huhn. Dann achte ich drauf, dass der Proteingehalt nicht so hoch ist und dass kein Mais drin ist (ersteres, weil ich meine, dass meinem Hibbelhund weniger Protein gut tut, letzteres ist vermutlich Aberglaube, liegt aber an der Vermutung, dass Mais insbesondere für ängstliche Hunde nicht gut ist).

    Da kommt einiges in Frage. Im Moment füttere ich LupoNatural Schweizer Poulet, davor hatte ich von Greenwoods eins mit Fisch, ein oder zwei Sorten Wolfsblut finde ich gut, Happy Dog Africa, was von Bubeck, etc. Ich bin da auch nicht dogmatisch, ab und an kaufe ich auch mal was, wo Ente drin ist oder Rindfleisch, bei dem ich nicht weiß, ob es tatsächlich aus Weidehaltung stammt (Black Angus) – oder wo noch irgendwo Geflügelfleisch in der Deklaration versteckt steht. Oder wo doch ein bisschen Mais in irgendeiner Form drin ist - wenn sonst alles stimmt, weil es z.B. ein Biofutter ist (Defu).

    Ab und an kaufe ich auch mal ein paar Dosen Nassfutter, aber das nutze ich hauptsächlich als Belohnung beim Trailen oder gelegentlich mal als Jackpot.

    Hi,

    im Augenblick staune ich nur, dass der Hund des 19. Jahrhunderts, der sich wohl hauptsächlich von dem ernährte was möglicherwese selbst hungernde Menschen übrig ließen, abgesehen vielleicht von einer zu schlanken Figur, offenbar viel gesünder waren als unsere Vierbeiner, wo mir schon bei der Formelberechnung der optimalen Bestandteile fast schlecht wird. Irgend etwas läuft da richtig falsch in unserer Zivilisation, so nach dem Motto: So viele Schadstoffe kann ein Hund in seinem kurzen Leben gar nicht ansammeln.

    Diese Verherrlichung der alten Zeiten, als es "den Hunden noch schlecht ging, sie aber so viel gesünder waren" ist nicht mein Ding. Und die Ernährung nach strengen Formeln auch nicht. Ich kann Deine Motivation trotzdem verstehen, ich habe anfangs auch versucht, herauszufinden, wie die optimale Ernährung des Haushundes aussehen sollte. Und war schockiert, dass das in all den Jahrhunderten des Zusammenlebens offenbar noch niemand zweifelsfrei auf die Reihe gekriegt hat.
    Inzwischen sehe ich das so: Ein gesunder Körper hält viel aus. Beim Menschen und beim Hund. Es gibt unterschiedliche Ernährungsformen und irgendwie haut es meist hin. Wenn es doch mal nicht passt, merkt man das und kann sich um eine Alternative bemühen.

    Natürlich gibt es immer Leute, die ihren Hund schauerlich ernähren und sich nicht drum scheren, ob er juckende Haut hat, verstopfte Analdrüsen oder aus dem Hals stinkt. Der Vorgänger ist doch mit der gleichen Kost uralt geworden. Das sind dann die, deren Weltanschauung im 19. Jahrhundert oder früher steckengeblieben ist.

    Und wenn ich jetzt mal vom emotional hoch belastetesten Thema Hundeernährung kurz abschwenke in die seichteren Gewässer der menschlichen Ernährung, stelle ich fest: Die Moden ändern sich. Während beispielsweise bis vor kurzem die allgemein anerkannte Empfehlung war, sich an einer Ernährungspyramide mit großen Mengen Kohlenhydraten und kleinen Mengen Fleisch zu orientieren, geht jetzt der Trend des ernährungsbewussten Homo Sapiens oftmals in die Richtung einer proteinlastigen Paleo-Kost. Die nierenkranken Diabetiker haben natürlich in beiden Fällen Pech, die müssen sich was anderes überlegen, sonst sind sie tot.