Beiträge von Phantomaus

    Ich habe viel Auswahl beim Fertigfutter und nutze das auch: Mein Hund frisst alles und verträgt alles. Ich kaufe jedesmal einen anderen Sack einer anderen Marke mit einem anderen Fleischsorte drin. Insgesamt habe ich so 10 - 15 Futtersorten in der Rotation, die ich für gut befinde. Wenn ich irgendwas sehe, wo mir die Deklaration zusagt, kaufe ich das. So hat die kleine Fressmaschine - und ihre Darmflora - etwas Abwechslung.

    Ich achte hauptsächlich drauf, dass Fleisch von Tieren drin ist, die sich nicht für Massentierhaltung eignen, die also hauptsächlich im Freien gelebt haben und Auslauf hatten. Also beispielsweise Lamm, Wild, Fisch, Strauß oder Freilauf-Huhn. Dann achte ich drauf, dass der Proteingehalt nicht so hoch ist und dass kein Mais drin ist (ersteres, weil ich meine, dass meinem Hibbelhund weniger Protein gut tut, letzteres ist vermutlich Aberglaube, liegt aber an der Vermutung, dass Mais insbesondere für ängstliche Hunde nicht gut ist).

    Da kommt einiges in Frage. Im Moment füttere ich LupoNatural Schweizer Poulet, davor hatte ich von Greenwoods eins mit Fisch, ein oder zwei Sorten Wolfsblut finde ich gut, Happy Dog Africa, was von Bubeck, etc. Ich bin da auch nicht dogmatisch, ab und an kaufe ich auch mal was, wo Ente drin ist oder Rindfleisch, bei dem ich nicht weiß, ob es tatsächlich aus Weidehaltung stammt (Black Angus) – oder wo noch irgendwo Geflügelfleisch in der Deklaration versteckt steht. Oder wo doch ein bisschen Mais in irgendeiner Form drin ist - wenn sonst alles stimmt, weil es z.B. ein Biofutter ist (Defu).

    Ab und an kaufe ich auch mal ein paar Dosen Nassfutter, aber das nutze ich hauptsächlich als Belohnung beim Trailen oder gelegentlich mal als Jackpot.

    Hi,

    im Augenblick staune ich nur, dass der Hund des 19. Jahrhunderts, der sich wohl hauptsächlich von dem ernährte was möglicherwese selbst hungernde Menschen übrig ließen, abgesehen vielleicht von einer zu schlanken Figur, offenbar viel gesünder waren als unsere Vierbeiner, wo mir schon bei der Formelberechnung der optimalen Bestandteile fast schlecht wird. Irgend etwas läuft da richtig falsch in unserer Zivilisation, so nach dem Motto: So viele Schadstoffe kann ein Hund in seinem kurzen Leben gar nicht ansammeln.

    Diese Verherrlichung der alten Zeiten, als es "den Hunden noch schlecht ging, sie aber so viel gesünder waren" ist nicht mein Ding. Und die Ernährung nach strengen Formeln auch nicht. Ich kann Deine Motivation trotzdem verstehen, ich habe anfangs auch versucht, herauszufinden, wie die optimale Ernährung des Haushundes aussehen sollte. Und war schockiert, dass das in all den Jahrhunderten des Zusammenlebens offenbar noch niemand zweifelsfrei auf die Reihe gekriegt hat.
    Inzwischen sehe ich das so: Ein gesunder Körper hält viel aus. Beim Menschen und beim Hund. Es gibt unterschiedliche Ernährungsformen und irgendwie haut es meist hin. Wenn es doch mal nicht passt, merkt man das und kann sich um eine Alternative bemühen.

    Natürlich gibt es immer Leute, die ihren Hund schauerlich ernähren und sich nicht drum scheren, ob er juckende Haut hat, verstopfte Analdrüsen oder aus dem Hals stinkt. Der Vorgänger ist doch mit der gleichen Kost uralt geworden. Das sind dann die, deren Weltanschauung im 19. Jahrhundert oder früher steckengeblieben ist.

    Und wenn ich jetzt mal vom emotional hoch belastetesten Thema Hundeernährung kurz abschwenke in die seichteren Gewässer der menschlichen Ernährung, stelle ich fest: Die Moden ändern sich. Während beispielsweise bis vor kurzem die allgemein anerkannte Empfehlung war, sich an einer Ernährungspyramide mit großen Mengen Kohlenhydraten und kleinen Mengen Fleisch zu orientieren, geht jetzt der Trend des ernährungsbewussten Homo Sapiens oftmals in die Richtung einer proteinlastigen Paleo-Kost. Die nierenkranken Diabetiker haben natürlich in beiden Fällen Pech, die müssen sich was anderes überlegen, sonst sind sie tot.

    Ich habe mal eine interessierte Frage zu den Kohlenhydraten: Ich füttere ja neben Fett auch noch "Sättigungsbeilagen" zum Fertigfutter dazu, hauptsächlich Vollwertprodukte, also beispielsweise Naturreis, Vollkornnudeln, Kartoffeln mit Schale...

    Macht das eigentlich Sinn - sind da beispielsweise für den Hund wichtige Mineralstoffe oder Spurenelemente drin? Oder ist das Quatsch und weißer Reis/normale Nudeln/geschälte Kartoffeln wären genauso gut und würden weniger Ballast mitbringen?

    Meinem Hund ist das völlig egal, die verträgt im Grunde alles. Die Häufchengröße kann halt mal variieren, aber das ist es auch schon.

    Also ich darf bei meinem Bäcker mit Hund rein. Das war schon Quelle für viele bemerkenswerte Sätze, weil ich da jeden Tag komme, immer dasselbe kaufe und auch oft Faxen mit der Bedienung mache.

    Aber lustig war es auch, als eine neue Bedienung da war, die uns nicht kannte und erstmal nervös nach hinten fragte "Ähhh, da ist ein Hu-hund, das geht doch nicht?" Und von hinten kam: "Das ist Jil, die kriegt zwei Kürbis und ein Baguettebrötchen und Hunde dürfen hier immer rein!"

    Ich habe mich auch schon oft gefragt, ob ich den Hund nicht alleine reinschicken und selber draußen warten sollte, was passiert...


    Oder neulich: Der Bedienung fällt ein Brötchen runter, sie legt es zur Seite und will mir ein neues in die Tüte tun. Ich sage, "Macht doch nix, ich esse das wohl noch!" "Sie: Nee, das geht nicht!" Dann: "Oh, aber vielleicht für den Hund! Würde die das mögen?" Ich: "Die mag alles, aber die braucht jetzt kein Brötchen!" "Aber essen dürfte die das?" "Naja, schädlich ist es nicht, wenn Sie das meinen!" Sie sagt: "Na dann!" und wirft dem Hund über die Theke das Brötchen zu...

    Ich war dieses Jahr im Teutoburger Wald und kann es empfehlen: Horn Bad Meinberg hieß der Ort, Silvester haben wir dort im Waldhotel Silbermühle verbracht. Da war um Mitternacht fast nix zu hören, es lag wirklich mitten im Wald. Der Wald dort war auch super schön zum Spazierengehen, niedliche Bächlein und Wanderwege ohne Ende – der Hund konnte stundenlang frei laufen.

    Gewohnt haben wir allerdings in einem anderen Hotel, das irreführenderweise "Waldschlösschen" hieß und direkt an zwei vielbefahrenen Straßen lag. Aber immer noch außerhalb des Ortes und damit fern der Vorab-Böllerei. Also im Rahmen dieses Threads auch empfehlenswert ;-)

    Und ob ich das kenne...

    Bei meinem Hund ist ein Gestankaroma besonders populär, das ich "Tümpelschleim" nenne.
    Trifft man hauptsächlich rund um kleine Gewässer an und ist wahrscheinlich Entenkacke. Grün, schleimig, stinkt nach Verwesung. Wisst Ihr, was ich meine?

    Das schleimige kann man abwaschen, aber der Geruch bleibt und setzt sich auch beim Streicheln an den Fingern fest. Da ich weiß, dass mein Hund sich vorzugsweise auf der rechten Seite wälzt, achte ich drauf, sie hauptsächlich von links zu streicheln wenn mir mal wieder der Geruch von grün-braunem Schmodder in die Nase steigt.

    Und auch, wenn Tümpelschleim wirklich eklig stinkt: Schlimmer geht immer. Gülle und toter Fisch sind erst recht die Hölle. Da ist auch nix mehr mit "von links streicheln", da muss man mit Tomatensaft ran und den laaaange einwirken lassen.

    Matsch hingegen finde ich einigermaßen unproblematisch, Matsch geht mit Wasser wieder ab. Es gibt aber auch Spezialmatsch, der im Sommer in einem Tümpel, den ich "Teergrube" nenne, vor sich hin modert. DAS Zeug ist echt hartnäckig...

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    Gar keine Frage - die Fähre!

    Aus meiner Sicht ist das auch für den Hund erheblich schonender - erst recht, wenn die Möglichkeit besteht, ihn offiziell im Auto zu lassen. Damit hätte ich gar keine Bauchschmerzen - im Auto ist doch alles prima. Da ist nicht viel los, er hat eine vertraute Umgebung, kann pennen... Und ab und zu guckt ihr nach ihm und er kann sich auf dem Pipideck die Beine vertreten. Wenn es ein Rüde ist, wird er vermutlich nichtmal zögern, dort an den Pinkelpflock zu pinkeln - meist sind es nur die Hündinnen, die da etwas pimschig sind.

    ... wenn Du fremden Leuten, die den Hund streicheln wollen, empfiehlst, dann aber besser nur die eine Seite anzufassen. *an den Hund tipp, um richtige Seite anzuzeigen*

    Da halten sich die Leute auch dran und fragen nach einer kleinen Weile ganz besorgt, was der arme Hund denn rechts hat, dass man da nicht streicheln darf. Und Du dann sagen musst: "Öhm, auf DER Seite hat sie sich vorhin in totem Maulwurf gewälzt - das wollen Sie nicht an der Hand haben..."

    Konzentriert Euch erstmal darauf, den Hund kennenzulernen und ihn bei Euch ankommen und Vertrauen zu Euch aufbauen zu lassen. Die ganzen Futter, - Diät- und Sportfragen sind gerade nicht das Wichtigste!

    Seht zu, dass der Hund ausreichend Ruhe bekommt und draußen angenehme Erlebnisse mit Euch zusammen hat. 3 x 20 Minuten finde ich für den Anfang prima, später könnt ihr das steigern, so dass auch eine große Runde mit mehr Bewegung dabei ist.