Beiträge von Phantomaus

    Ich kriege ab und an kleine Mitbringsel für unkomplizierte Nettigkeit unter Hundeleuten - ich nehme regelmäßig einen zweiten Hund mit im Büro, der nicht alleine bleiben kann. Das war mal ein selbstgemachtes Hundehalstuch, eine Packung Toffifee oder eine Einladung zum selbstgekochten Abendessen.
    Ich freue mich da ehrlich drüber, gerade weil es immer nur nette Kleinigkeiten sind und ich nicht das Gefühl habe, dass mich jemand für meine Freundlichkeit bezahlen will.

    Wenn Du Dich bei einer ganzen Truppe Leute bedanken willst: Lad sie doch einfach alle zusammen zu einem "Picknick im Grünen" an einer schönen Stelle auf der Gassirunde ein. Du bringst Kaffee und Kuchen mit, jeder kann seinen Hund mitnehmen und alle werden sich freuen.

    Bezüglich des Anspringens ist es gut, was ihr macht. Das wird er flott begreifen, dass ihr Springen nicht lustig findet.

    Wenn es klingelt und er Rabbatz macht, ist die Grundidee auch richtig. Ihr bringt den Hund dann ja nicht in ein anderes Zimmer, sondern bleibt mit ihm da, wo er gerade ist, richtig? Möglichst wenig Hektik verbreiten ist hier wichtig.

    Beim Alleinebleiben: Lasst Euch noch ein Weilchen Zeit, bis ihr ihn wirklich "alleine" lasst. Vorher könnt ihr aber schon den Grundstein legen, in dem ihr mal alleine ins Bad geht oder so ;-) Oder, wenn das klappt, mal zum Müll rausbringen kurz verschwinden. Immer möglichst nur so lange, dass er sich gar nicht aufregen muss.

    Mit dem Staubsauger würde ich ihn in den ersten Wochen noch nicht belästigen. Was macht er denn, wenn im anderen Zimmer gesaugt wird? Wenn er dabei ruhig bleibt, kommt ihr ja erstmal im Alltag klar.

    Bewegung baut Stress ab - aber stundenlanges Leinezerren oder Leinenlaufentrainieren baut Stress auf!

    Es wäre also wirklich gut, wenn Ihr eine Möglichkeit finden würdet, ihn auch mal frei laufen lassen zu können (eingezäuntes Gelände z.B.). Und wenn ihr da mit dem Hund gemeinsam spielen könnt - zusammen rennen, Löcher graben, Futter suchen oder so etwas. Damit es draußen mit Euch nicht immer nur stressig ist ;-)

    Und es wäre schön, wenn er auch auf den Gassigängen etwas Zeit zum Schnüffeln und Hund-sein und Entspannen bekommen könnte. Das ist vielleicht leichter gesagt als getan - mein Hund hat damals erstmal an der Schlepp genauso irre gezogen wie an der kurzen Leine - nur eben 10 Meter vor mir, das war erst recht nix. Aber es ist ja nicht jeder Hund so.

    Jedenfalls ist der Tipp, immer nur kurz zu trainieren, sehr wichtig. Eine Viertelstunde ist schon recht lang!

    Ihr kriegt das Problem nicht in vier Wochen gelöst, also müsst Ihr Euch was überlegen, wie ihr es dauerhaft managen könnt, ohne Euch und den Hund völlig fertig zu machen. Der Tipp, mit der Leine am Halsband konsequent zu trainieren und ansonsten ein Geschirr zu nutzen und es lässig zu sehen, scheint mir praktikabel.

    Umweltreize mit ängstlichen Hunden trainieren finde ich auch absolut richtig und ich habe selbst sehr viel Zeit mit solchen Aktionen zugebracht. Auch Dinge, die in meinem Alltag mit Hund nicht absolut nötig sind, wie z.B. Aufzug oder Bus fahren oder bei der Post Schlange stehen. Es hilft bei anderen Stressituationen, wenn der Hund insgesamt gelernt hat, dem Menschen im Zweifel zu vertrauen.

    Aber wenn man es sich aussuchen kann, würde ich für solche Trainingseinheiten eine Umgebung wählen, in der ich mich kontrolliert mit dem Hund an das Szenario rantasten kann. "Da musser jetzt durch" ist bei sowas nicht die beste Strategie. In die Waschanlage würde ich daher auch nicht mit meinem Hund fahren. Wahrscheinlich wäre es ihr sogar egal, weil sie sich im Auto sicher fühlt. Aber so soll es auch bleiben, daher muss ich nix riskieren. Bei Mr. Wash den Hund mal mitnehmen und am Fließband von außen gemeinsam zugucken – das wäre aufregend genug und ein gutes Training. Plan für morgen.

    Ich lebe auch mit dem Risiko der Selbstständigkeit und kenne die Sorgen, ob die Auftragslage im nächsten Jahr noch anhält. Inzwischen versuche ich, das etwas entspannter zu sehen: Wenn Du aktuell gut zurecht kommst, Erfahrung mit den Tücken der Selbstständigkeit hast und halbwegs gut in Deinem Job bist, hast Du alle Voraussetzungen, um Dich auch veränderten Gegebenheiten anzupassen. Kein Job wird in 15 Jahren noch genauso wie heute sein - der Schwerpunkt meiner Arbeit hat sich auch in den letzten 10 Jahren stark verändert - ohne, dass ich das unterwegs so wahrgenommen hätte.

    Und falls Du irgendwann die Selbstständigkeit aus welchem Grund auch immer an den Nagel hängen willst, wirst Du auch Möglichkeiten finden, das mit den Hunden ordentlich hinzukriegen. Diese Grundfähigkeit zur Organisation und zum vernetzten Denken hast Du als Selbstständige, als Single und als Hundehalter - darauf kannst Du vertrauen.

    Wieso muss in Kinderzimmern Ordnung herrschen?
    Habe vorhin zufällig eine Reportage gesehen, in der davon die Rede war, dass viele Ehen an diesem Them kaputtgehen. WTF? Kümmert es wirklich jemanden, wie es in einem Kinderzimmer aussieht?

    Ich nehme an, das macht man, um den Kindern von klein auf beizubringen, wie man Ordnung hält. Also, dass man sie dazu anhält, auch mal selber was wieder wegzuräumen und so. Ist wahrscheinlich naheliegend, das im Kinderzimmer zu üben, wo es nicht sooo drauf ankommt - und sie nicht als erstes die Spülmaschine ausräumen lässt, wo die ganze Familie was davon hätte.

    MEINE Theorie ist allerdings, dass es Menschen gibt, die so veranlagt sind, dass sie die Dinge gern an ihrem Platz haben. Die würden wahrscheinlich auch als Kinder recht früh von alleine drauf kommen, sich ein System zu schaffen. Und dann gibt es andere, die da geistig etwas flexibler sind. Die kann man zwar bestenfalls zur Ordnung dressieren, aber ein Grundbedürfnis ist es denen nicht.

    Ich habe es auch gehasst und meine Grundeinstellung zu "Ordnungsrufen" ist immer noch Rebellion. Aber ich weiß im Grunde, wie man ein gesellschaftlich anerkanntes Ordnungssystem schafft und kann es im Ernstfall umsetzen. (Mein Freund würde letzteres allerdings bestreiten.)


    Aber klar, bei den Kilopreisen von 800g Dosen oder doppelten 15 Kilo Säcken werd ich auch immer leicht neidisch ;)

    Und ich denke immer, wenn ich einen kleinen Hund hätte, hätte ich überhaupt kein Problem damit, eine 5-Euro Dose Nassfutter zu kaufen, wenn die dann 5 Tage hält - und nicht nur für ein Frühstück und das halbe Abendessen reicht!

    Aber ich bin auch ein Sparfuchs - und wenn der Kilopreis stimmt, kaufe ich auch gelegentlich gemischte Probierangebote, die dann beispielsweise aus 3 x 2kg-Tütchen bestehen. Und im Moment habe ich ziemlich viele kleine Beutel hier rumstehen, weil ich auch noch auf einer Messe hier und dort und da ein Kilo gekauft habe...