Beiträge von Phantomaus

    Was ich total praktisch finde:
    - Außenwasserhahn, um den Hund mal abduschen zu können, wenn sie zuuu matschig ist.

    - Abstellkammer, in der Staubsauger, Futtertonne, Gummistiefel etc. leicht zugänglich sind.
    Perfekt wäre die Abstellkammer direkt bei der Hauptausgangstür, so dass man das ganze Hundezubehör einfach reinpfeffern kann und wo man idealerweise auch mal nasse Jacken und Hundehandtücher drin trocknen lassen kann.

    - Brilliant wäre eine etwas höhere Bank oder ein niedriger Tisch im Garten, wo man den Hund zum Bürsten draufstellen kann.

    - Ledersofa. Auch, wenn der Hund nicht aufs Sofa geht - die Haare finden trotzdem drauf. Bei Leder kann man sie einfach runterpusten.

    - Latexfarbe, Vertäfelung oder Glas an den Wänden, vor denen das Körbchen steht.

    - Gefliester Standort für den Napf. Und besser kein Parkett auf dem Trampelpfad zwischen Kudde und Napf.


    (Man merkt, dass ich einen Labrador habe, was? Immer nass, immer dreckig, immer hungrig. Hundehandtücher, Staubsauger und Futtertonne und sind echt wichtig!)

    An den Umgang mit anderen Hunden würde ich erstmal arglos rangehen. Hier im Forum kriegt man immer das Gefühl, dass Fremdhunde die Hölle sind und dass man sich davor in acht nehmen muss ;-) Ich kann das so nicht bestätigen. Die meisten sind ganz nett und kommen freundlich angeschnuppert. Das kann man sich erstmal gut gefallen lassen, das würde ich auch bei dem Welpen erlauben. Du wirst es merken, ob Dein Hund den anderen Hund super oder gruselig findet – dann kannst Du im Zweifel immer noch regulierend oder beschützend eingreifen.

    Es gibt zwar keinen Welpenschutz und man will nicht, dass pampige Hunde alles unter sich ausmachen. Man will auch nicht, dass ein Babyhund mit einem ausgewachsenen Pony wild rauft. Aber im Allgemeinen kommen erwachsene Hund ganz okay mit Welpen klar – oder ignorieren sie gepflegt.

    Grundsätzlich ist es immer gut, den anderen Halter vorher zu fragen, wie deren Hund mit Welpen umgeht - die kennen ihre Pappenheimer ja auch. Und wenn Euch ein unangeleinter Hund begegnet, geh erstmal davon aus, dass der freundlich ist. In wenigen Wochen wird es Dir nämlich auch passieren, dass Dein frecher Junghund einfach mal so zu anderen Leuten und Hunden hinrennt - da kannst Du auch jetzt schon mal Verständnis haben, wenn andere Halter noch etwas Erziehung nacharbeiten müssen ;-)

    Mit dem Hochnehmen klappt das bei einem groß werdenden Hund nur ein paar Monate lang - in der Zeit kannst Du das natürlich machen, wenn ein anderer Hund Dir komisch vorkommt. Aber mach es nicht präventiv, wahrscheinlich ist das nämlich nicht nötig. Mit einem Boxer hast Du Dir ja eine sehr verspielte und nicht besonders zerbrechliche Rasse ausgesucht. Der freut sich, wenn er Kumpels zum Raufen treffen kann. Und die werdet ihr unterwegs schon kennenlernen!

    Hui, ich kann Deine Aufregung verstehen!

    1.) Hol ihn am Samstag ab. Du willst wach sein, wenn er sich Deine Wohnung anguckt!

    2.) Nicht gleich am ersten Tag zur Hundeschule. Warte damit mindestens eine, vielleicht sogar zwei Wochen. Er soll erstmal Dich und Dein Leben kennenlernen!

    3.) Ob Du mit ihm in der Wohnung spielst, ist Deine Entscheidung. Ganz lassen kann und will man das mit einem Welpen sowieso nicht ;-) Die meisten Leute legen allerdings Wert darauf, dass ihr Hund in der Wohnung Ruhe hält. Nicht, weil er sonst in Deiner Abwesenheit aus Langeweile was kaputtmacht, das hat damit nicht viel zu tun. Aber Du willst später sicher keinen wilden 30kg-Hampelmann in der Wohnung rumkaspern haben. Es ist also klug, dem Welpen schon zu vermitteln, dass drinnen nicht viel los ist und man genausogut pennen kann.

    Versuch Dich von dem Gedanken freizumachen, dass dem Hund langweilig sein könnte. Ein Welpe muss viel schlafen und ist ansonsten damit beschäftigt, die Welt zu entdecken. Das könnt ihr gut zusammen machen, das ist aufregend genug für ihn! Zwischendurch mal zusammen spielen ist prima, aber ich würde nicht ständig Entertainment anbieten.

    4.) Ob Spielzeug rumliegt oder nicht ist Geschmackssache. Ich würde es so halten, dass ein Ding immer zur freien Verfügung steht (wenn Du Deine Nerven schonen willst, nichts, was quietscht). Etwas, was man zerbeißen und rumschleudern kann, gefällt jungen Hunden meist ganz gut. Ein Knotentau oder so. Der Stoffball ist sicher auch prima und sicher auch bald kaputt. Viele Leute machen es so, dass sie die "besonderen" Spielzeuge nicht rumliegen lassen und nur zusammen mit dem Hund damit spielen.

    5.) Besuch ist okay, aber mach nicht zuviel. Nur der engste Kreis in den ersten paar Tagen ;-) In den ersten Tagen würde ich auch noch keine Ausflüge machen, da ist Dein Zuhause und Dein Viertel erstmal mehr als genug. Aber dafür ist nach zwei, drei Wochen eine gute Zeit. Du kannst ihn auch zwischendurch mal eine Runde im Auto rumkutschieren, das ist auch nicht verkehrt, das auf kurzen Strecken zu üben. In Innenräume mitnehmen ist bei Welpen immer so eine Sache wegen der Stubenreinheit. Muss man wissen, wo man das riskieren mag.

    Die Krallenlänge kann man am Besten beurteilen, wenn der Hund steht. Wenn die Zehenkrallen beim Geradestehen den Boden nicht berühren, ist es gut. Man sagt, ein Blatt Papier sollte noch dazwischen passen. Wenn mehr Platz ist, umso besser.

    Die Zehenkrallen bleiben normalerweise von ganz alleine kurz genug, wenn der Hund zwischendurch auch mal auf Asphalt oder Pflaster läuft.

    Die Daumenkralle zu kürzen ist eigentlich kein Problem und mit einer Krallenschere auch flugs gemacht. Mit einem Dremel bräuchte ich meinem Hund auch nicht zu kommen. Da würde ich Jahre lang für trainieren müssen.
    Aber so wie das auf Deinem Foto aussieht, könntest Du das spitze Ende an der Daumenkralle ja sogar mit einem Nagelknipser abkneifen. Mit dem Dremel kriegst Du zwar sicher schickere Ergebnisse und rund gefeilte statt etwas splitteriger Kanten, aber mein Gott - das wäre mir der Aufwand nicht wert. Nach zweimal Gassi sind die Kanten hier auch wieder glatt.

    Dazu fällt mir eine Frage ein, die mich schon länger beschäftigt:
    Parkplatzschranken. Was geht in denen vor – und geben die irgendein Geräusch oder sonstwas ab?

    Mein Hund hat einen Riesen-Horror vor Schranken. Ich habe ewig gebraucht, um zu merken, WAS da der Auslöser ist, weil sie auch austickt, ohne dass man die Schranke überhaupt sehen kann und mein Hund auch noch vor etlichen anderen Dingen Angst hat oder hatte – die ich ja auch alle erstmal identifizieren musste. Hatte das Schrankenproblem also erstmal schulterzuckend unter "Hund sieht Gespenster" verbucht und mich gefragt, wieso sie an bestimmten Stellen mal austickt und mal locker dran vorbeiläuft. Im Grunde habe ich erst nach Jahren festgestellt, dass es offenbar damit zu tun hat, ob da eine Schranke hoch- oder runtergeht. Wie gesagt, der Hund muss dafür nicht in Sichtachse der Schranke sein. Das Problem sind nicht die PKW, die aus der Einfahrt kommen, es sind nicht rotgestreifte Stangen, es ist nichtmal bei jeder Art von Schranke. Und es tritt nur auf, wenn die Schranke in Aktion ist.

    Weiß jemand etwas über Schrankentechnik?

    Tja, Bellen ist immer schlecht!
    Aber ich kenne das Phänomen auch von der anderen Seite: Vorzugsweise freundliche ältere Damen mit eigenem, kläffendem Hund an der Leine grüßen uns oft arglos und aufgeräumt: "Ja, Ihrer ist ja ganz lieb!" Völlig egal, ob mein Hund sich gerade keuchend in die Leine schmeißt, im Freilauf ein Kommando missachtet hat oder sich sonstwie daneben benommen hat. Was zählt, ist, dass sie dabei nicht bellt. Und natürlich nicht beißt. Aber vor allem nicht bellt. Es gehört nicht viel dazu, ein lieber Hund zu sein!

    Ähem, ich habe mir bisher überhaupt nichts dabei gedacht, den Hund nachts schlafen und nicht pinkeln zu lassen:
    In der Woche kommen wir üblicherweise so gegen acht/halb neun abends von der großen Runde zurück und die nächste Runde ist dann wieder morgens um acht. Da Jil immer ziemlich am Anfang der Runde ihre Geschäfte erledigt, liegen zwischen letztem und ersten Pipi/Häufchen also auch locker 12 - 13 Stunden...

    Als sie noch jung war, bin ich vor dem Schlafengehen auch immer nochmal mit ihr zur Hecke gegangen. Bis sie dazu irgendwann keinen Bock mehr hatte und direkt ins Schlafzimmer abgebogen ist. Daher schleife ich sie nur noch am Wochenende mitten in der Nacht raus – wenn ich vorhabe, morgens etwas länger zu schlafen.

    Und es kann gut passieren, dass ich dann um Mitternacht doof an der Straße rumstehe und warte, dass der Hund wenigstens irgendwas halbherzig markiert – weil sie drei Stunden nach dem Abendessen und dazu noch aus dem Schlaf gerissen einfach noch nicht wieder Pipi muss...

    Huch. Aber nach der Beschreibung wären ja wohl auch Staffordshire Terrier und deren Mixe auf der Liste der "dangerous dog types". Und auf der anderen Seite des Kanals ist das echt eine beliebte und häufige Hunderasse.

    Sehe ich das richtig, dass sie demnach auch keine Staffordshires reinlassen, so lange die keine Kennel Club Papiere haben?

    Anetty: Ich habe in Deinen vorherigen Beispielen gelesen, dass Dein Hund erst 4 Monate alt ist. Da sind die alle spillerig und schlaksig. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der noch deutlich kräftiger im Körperbau wird und möglicherweise auch mehr von den "verbotenen Körpermerkmalen" entwickelt.

    Yay! Ich habe einen klassischen Tutnix und andere Hunde sind echt kein Problem. Und die anderen Hundehalter hier in der Gegend sehen das genauso. Sogar die mit den Tutwassen kennen ihre Pappenheimer und wissen, vor welchen Hunden sie sich in acht nehmen müssen. Meiner gehört nicht dazu. (Eine einzige Erzfeindin mal ausgenommen!)

    Als mein Hund noch jung war, gab es natürlich bei Hundesichtungen kein Halten. Das war eben so und niemand hat mich jemals dafür angepupt. Mein Hund hat sich gelegentlich vom anderen Hund eine Absage eingefangen, aber auch das lief immer völlig zivilisiert ab.

    Als sie den Rückruf noch nicht kannte, konnte ich sie immer mit anderer Leute Hunde rennen lassen - sie kam dann mit dem anderen Hund zusammen zurück, wenn der gerufen wurde. Heutzutage ist es umgekehrt und die lustigen Junghunde rennen mit ihr mit und können dann im Zweifel bei mir wieder eingefangen werden.

    Inzwischen ist nicht mehr jeder Hund automatisch ihr bester Freund und gelegentlich ist sie auch mal so bräsig, eine Spielaufforderung zu ignorieren, wenn sie gerade was besseres vorhat. Seit sie das beschlossen hat, kann man auch MAL ohne Leine an angeleinten Hunden vorbei, WENN es nicht gerade ein lustiger Spielhund ist. Ansonsten leine ich natürlich an, wenn ich Leinenhunde sehe, die ich nicht persönlich kenne. Bei freilaufenden Kleinhunden und jungen Welpen bin ich vorsichtig und gucke, wie sich die Interaktion entwickelt. Wenn es nicht beim Beschnuppern bleibt und sich ein Spiel entwickelt, breche ich ab. Den lieben Kleinen kann man 25 grobmotorisch hopsende Kilos nicht zumuten. Aber bei mittelgroßen bis großen freilaufenden Hunden mache ich mir echt nie einen Kopp. Manchmal finden sie sich gegenseitig gut und manchmal nicht, aber es gibt nie Theater.