War es vielleicht ein Mudi?
Beiträge von Phantomaus
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Ich habe nach meinem Osterbesuch die Hundenäpfe bei meinem Vater in der Küche vergessen.
Heute habe ich mit ihm telefoniert und er erzählt mir stolz, dass er die Näpfe jetzt auf die Terrasse rausgestellt hat, weil: "Wenn dann vom Garten aus ein Einbrecher kommt, überlegt der es sich vielleicht nochmal, wenn er denkt, dass hier ein Hund wohnt!" -
Der Einfluss von Präparaten wie Adaptil oder eine Futterumstellung bringt mit Sicherheit keine riesigen Veränderungen!
Und einige originelle Verhaltensweisen sind auch einfach Charakter und lassen sich nicht mit sanften Methoden grundlegend ändern. Da gewöhnt man sich auch mit der Zeit dran und nimmt es dann nicht mehr als so schlimm wahr ;-)
Und viele störende Verhaltensweisen sind auch einfach erworben - ob jetzt durch eine ungeschickte Erziehung, schlechte Erfahrungen oder was auch immer. Auch die kuriert man nicht oral, sondern nur durch Training. Wenn man einfach nur einen Nervbolzen zu Hause hat, der gelernt hat, dass er mit Quengeln weiterkommt - dann kann man das wirklich nur mit Geduld und Üben ändern!
Wenn man allerdings einen Hund hat, der so gestresst ist, dass er für Training überhaupt nicht ansprechbar ist, dann tut man gut daran, ihm mit verschiedenen, hier schon genannten Tricks ein kleines bisschen auf den Weg zu helfen - in Härtefällen auch mit ernsthaften Medikamenten.
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Aber auch auf den Kohlehydrat-Gehalt im Futter achten: zu viele Kohlehydrate geben zu viel Energie und erhöhen den Aktivität des Hundes. Bei sehr aktiven Hunden vielleicht eher den Schwerpunkt auf eine eiweißreiche Ernährung richten als auf Kohlehydrate.
Ich habe bei meinem damals extrem ängstlichen Hibbelhund genau die gegenteilige Information gefunden: Zu viel Protein im Futter kann zu Nervosität und Stress führen. Ich bin gut damit gefahren, das proteinreiche High-Energy-Zeug durch ein Futter mit sehr viel geringerem Proteingehalt zu ersetzen und dieses mit zusätzlichen Energielieferanten in Form von Fett und Kohlehydraten aufzupeppen.
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... wenn Du unterwegs in wildfremder Gegend mit den Haltern von irgendwelchen netten Hunden so locker und krampflos plauderst, dass Dich Deine hundelose Begleitung hinterher fragt: "Woher kanntest du DIE denn?"
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Beim Tragen hätte ich allerdings Bammel, dass mir ein zappelnder Hund vom Arm runter über das Geländer springt...
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Coole Brücke, da will ich auch hin!
Ich habe einen Hund, der sich von ungewöhnlichen Dingen sehr schnell verunsichern lässt, aber ich glaube, Jil würde da freiwillig drüberlaufen. Da ist Maschendraht auf Hundekopfhöhe. Maschendraht kennt sie ;-)
Von oben runtergucken ist für meinen Hund scheinbar kein Problem - das hat man ja auch im Alltag gelegentlich, z.B. bei stinknormalen Kanalbrücken.
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habt Ihr einen direkten Draht zum Hund, weil er bereit ist auf Euch zu achten...
Und wenn man einen Hund hat, der im Gehorsam noch nicht so weit ist, kann man dieses "auf seinen Menschen achten" üben, indem man überraschende und spannende Dinge tut - ohne den Hund mit Kommandos zu belästigen, die sowieso noch nicht sitzen.
Da kann man sich einen hohlen Baum von innen angucken, verträumt im Laub herumkramen, in einen Maulwurfshügel pieken oder sich die Schuhe neu binden. Wenn man bei all diesen ernsthaften und wichtigen Tätigkeiten außerdem noch zufällig verborgene Leckerchen entdeckt, passt der Hund von ganz alleine auf, dass er nix verpasst, wenn man zum Abenteuer aufbricht.
Ich habe das früher ganz oft gemacht, weil mein Hund sich draußen mental komplett von mir verabschiedet hat, ich ihr aber trotzdem den Freiraum und die Entspannung des Rennens ermöglichen wollte.
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@'Mikkki
Was aber tun wenn ein Hund immer wieder neue Anwandlungen von Angstzuständen, wegen NICHT neuen Umwelteinflüssen bekommt ? Z.B. windet es draussen stärker, draussen kein Problem, drin Panikattacken (Geräusche), was aber 2 Jahre lang kein Thema war ?!

Ich habe gute Erfahrungen dabei gemacht, bei Panikattacken des Hundes das immer gleiche Programm abzuspulen. Ich denke mal, es ist egal, was man macht - bei uns war es "Sitz" neben meinem Bein. Ich brauchte da was, was man jederzeit unterwegs und angeleint machen kann, drinnen hat sie ihre Probleme nicht.
Ich glaube, dass dieses Ritual ihr Sicherheit gibt. Wir gehen nicht näher ran, es passiert nie was Schlimmes, wenn sie neben mir sitzt. Wir warten, bis der Horror vorbei ist oder seinen Schrecken verloren hat. Durch das Ritual weiß sie, was in Krisensituationen zu tun ist: "Ich sitze das aus." Es spricht auch nichts dagegen, ein spezielles Mantra aufzusagen oder den Hund in den Arm zu nehmen - wenn der Hund das gerade gut brauchen kann. Meinem Hund ist Text in solchen Situationen allerdings egal und angefasstwerden kann sie dann überhaupt nicht haben.
Ich stehe also rum, der Hund sitzt rum, bibbert vielleicht noch etwas, aber nix passiert, niemand tut ihr was. Nach einer Weile kriegt sie sich wieder ein. Und wenn sie dann soweit ist, dass sie mich anschaut, hat sie sich soweit beruhigt, dass sie wieder ansprechbar ist. Das Ganze unterstütze ich noch mit Futter - wenn sie guckt, gibt's einen Happen.
Mit der Zeit hat sich das soweit verselbstständigt, dass sie immer öfter in Krisensituationen direkt guckt, ob ich es auch bemerkt habe. Sie kriegt einen Keks, ich versichere ihr, dass alles in Ordnung ist und wir gehen weiter. Auch ohne, dass wir uns jedesmal mit "Sitz" aufhalten müssen.
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Vor ein paar Tagen bin ich mal woanders langgelaufen, mein Hund angeleint, da vielbefahrene Straße knapp neben dem Spazierweg. Wir treffen einen Jackie-Mix, der alleine und unbeschwert unterwegs war. Hatte keine Extra-Leine mit, aber Jackie dockt hinten an meinem Hund an und und konnte so aus dem Wäldchen ein paar hundert Meter in die nächste Siedlung geführt werden. Ich frage den erstbesten Menschen, der dort im Garten pröddelt, ob er den Hund kennt – und siehe da, es war seiner. Ich weise drauf hin, dass der Kleine gefährlich nah an der Straße unterwegs gewesen wäre und ob er ihn vielleicht reinholen möchte.
Der Mann: "Moment, da muss ich erst ein Leckerchen holen!"
Ich: "Ich habe welche dabei – hier, nehmen sie die!"
Er: "Nee, das müssen bestimmte sein!" Verschwindet ins Haus.
Kommt mit Kaustange wieder. Jackie findet Hinterteil von meinem Hund besser. Mein Hund vergisst nervenden Jackie und geiert auf Kaustange. Mann gibt meinem Hund die halbe Kaustange. Hrrrmph.
Ich: "So wird das nix. Soll ich vielleicht mit meinem Hund in Ihren Garten kommen? Dann läuft der Kleine mit und sie können ihn einfangen?
Er: "Können wir versuchen, aber ich glaube nicht, dass das klappt!"
Ich gehe mit Geierhund in seinen Garten, Jackie dreht am Törchen ab und zeigt die Mittelkralle. Mann gibt meinem Hund den Rest der Kaustange und sagt: "Sie können auch einfach weitergehen, meiner läuft sowieso nicht auf die Straße."Ich fange so oft freilaufende Hunde ein, suche den Besitzer und das ist IMMER das, was ich dann zu hören kriege. Ich habe auch schon behauptet, dass ICH den gerade fast überfahren hätte und kriege dann gesagt "Nee, keine Sorge, der weicht rechtzeitig aus." Und die Tatsache, dass ihr Hund noch lebt, gibt ihnen ja auch noch Recht...