Sie jagt außerdem allem intensiv hinterher: Mäusen, Ratten, Katzen, Schmetterlingen, Hasen, Vögeln. Hummeln interessieren sie Gott sei Dank gar nicht. Sie nimmt wirklich die Fährte auf, pirscht sich an und dann stürmt sie in den Busch rein. Erst vorgestern wollte sie einer Maus bis in den unterirdischen Bau folgen. Ein Vogel fliegt natürlich irgendwann weg und Lucy gibt auf. Aber ich befürchte, dass sie einem Hasen so lange hinterher laufen würde bis sie ihn hat.
Das klingt jetzt erstmal so, als ob Du die Zeit, in der Du sie noch an der Leine hast (egal, ob Flexi oder Schlepp), intensiv dafür nutzen musst, sie zu beobachten und die aller-allerersten Anzeichen zu erkennen, bevor sie in den Jagd-Modus schaltet. Der Hund wird nie einfach so das Jagen drangeben, um Dir nur noch brav hinterherzudackeln. Das ist Wunschdenken!
Ich fürchte, Du kannst erstmal nur in diesem kleinen Moment hoffen, dass sie da für Dich noch ansprechbar ist. Wenn der Hund erstmal jagt und hetzt, KANN sie Dich gar nicht mehr hören. Wirklich nicht.
Wenn Du schreibst, dass sie sich anpirscht, ist das vielleicht ein gutes Signal, das Du verstärken und belohnen kannst. Sie zeigt Dir " da ist was", egal wie. Du lobst und belohnst, so fett es geht.
Parallel solltest Du Impulskontrolle üben: Zum Beispiel ein Spielzeug werfen, ohne dass sie sofort hinterherdarf. Damit ganz, ganz sachte anfangen (Erstmal nur runterfallen lassen, dann mal zwei Meter weit weg hinlegen und so weiter. Besser keinen Ball nehmen, die hüpfen und machen es unnötig schwer.) Erst, wenn das einigermaßen zuverlässig klappt, hast Du überhaupt eine Chance, sie von irgendwas Spannendem abzurufen.
Auch ansonsten solltest Du natürlich auch jedes andere Fitzelchen an "auf Dich achten" draußen belohnen - an der Ecke warten oder sich zwischendurch umdrehen ist zum Beispiel super: Da darf auch mal ein Leckerchen angeflogen kommen!