Damit zeigt sie doch ihren Unmut. Dabei waren wir davor wie immer lange draußen und Freßen gab es auch. Normalerweise wenn ich um die Zeit Zuhause bin, döst sie nur in ihrer Ecke.
Sie macht die Sachen höchstwahrscheinlich nicht kaputt, weil ihr langweilig ist, sondern weil sie ganz durcheinander und gestresst ist.
Ich habe dieses ganze Theater mit komischem neuen Hund, der draußen so gar nicht auf mich reagiert, auch mit Jil durchgemacht. Du hast immerhin einen Hund, der auf Dich wartet und sich mal nach Dir umguckt - das ist eine super Basis, dafür habe ich Monate lang gebraucht!
Es funktioniert auch nicht jeder Tipp bei jedem Hund - Du musst es ausprobieren und gucken, womit Ihr am Besten fahrt. Aber mach nicht alles auf einmal - sie ist so schon durcheinander genug. Schieb alle Sachen, die nicht hammerwichtig sind, für später auf. Mach erstmal nur die Sachen, die gut laufen und Spaß machen. Und ärgere Dich nicht über Dinge, die unterwegs schieflaufen - sowas passiert halt und meistens sind es ja nichtmal Katastrophen.
Ein Herdenschutzhund tickt auch anders als ein Labbi. Vielleicht will sie auch nicht ständig Action haben, sondern es würde ihr gefallen, auch mal ein paar faule Tage zu haben, an denen es nur zwischendurch mal um den Block geht. Ich weiß es nicht - aber einen Versuch ist es wert.
Konzentrier Dich erstmal darauf, dass ihr zusammen draußen entspannt. Sie ist an der Leine und kann nicht abhauen - das ist doch gar nicht so schlecht. Das nimmt ja auch für Dich den Druck raus, akkuraten Gehorsam einfordern zu müssen. Bleib an Schnupperstellen stehen, lass es langsam angehen und freunde Dich erstmal insgesamt mit ihr an. Das wird schon!