Beiträge von Phantomaus

    Ich habe ja nie ein Problem mit Tutnixen und habe ja im Grunde auch so einen. Ich denke mir auch nichts dabei, wenn wieder einer mit Halter an der Leine hintendran ankommt zum Hallo sagen. Aber manchmal wundere ich mich doch:

    Mir ist gestern im Wald ein Mann mit mittelgroßem, angeleintem Hund entgegengekommen. Ich hatte Jillie sowieso gerade an der Schlepp wegen totaler Überdrehtheit, also habe ich die Leine kurz genommen und versucht, sie zum Fußlaufen zu überreden, was aber nicht geklappt hat. Ich eiere also mit schräg ziehendem Hampelhund auf meiner Seite des Weges entlang und versuche einfach nur, zügig an den beiden vorbeizukommen. Und als wir 5 Meter vor dem anderen Halter waren, sagte der „ach, das geht wohl“ und macht bei seinem Hund (der uns interessiert, aber entspannt musterte) die Leine ab.

    War das jetzt seine Einschätzung zu seinem Hund oder zu meinem? Man weiß es nicht. Sein Bauchgefühl war ja auch nicht wirklich falsch. Und trotzdem war es irgendwie merkwürdig...

    Mal in Kürze meine Einschätzung: Ihr habt Euch informiert und Ihr geht mit der richtigen Grundhaltung dran. Das wird schon klappen bei Euch.

    - Ab und an mal 7 Stunden allein sein ist nicht optimal, finde ich aber noch vertretbar – WENN der Hund mit dem Alleinebleiben klarkommt.

    - Wie lange die Eingewöhnung dauert, bis er damit klarkommt, ist individuell verschieden, auch bei einem etwas älteren Hund, der das Alleinebleiben in seinem vorherigen Zuhause kannte. Ihr solltet euch daher mehr als nur ein paar Tage Zeit nehmen, das auszuprobieren und ggf. zu trainieren. Man merkt es aber sehr schnell (im Zweifel mit Kameraunterstützung), ob der Hund mit den Schultern zuckt und pennen geht oder ob er die ganze Zeit unruhig auf Euch wartet und Stress hat. In jedem Fall ist es ratsam, vor der Anschaffung drüber nachzudenken, ob eine eventuell nötige Zwischenlösung mit Hundesitter machbar ist und an wen man sich da wenden kann.

    - Ob es okay ist, den Hund mit den Kindern kurzfristig allein zu lassen, liegt vor allem an den Kindern. Wenn es vernünftige Kinder sind, die verstehen, dass ein Hund kein Spielzeug ist, ist das in Ordnung. Aber da steht ein Lernprozess hinter, den Neuhundehalter in jedem Alter erstmal durchlaufen müssen: Dass der Hund auch mal in Ruhe gelassen wird. Und dass man nicht immer weiter Faxen macht, weil der Hund ja voll drauf anspringt und total lustig rumflippt. Das ist für Kinder unter Umständen noch etwas schwerer zu verstehen als für Erwachsene, wo die Grenze zwischen "wir haben Spaß zusammen" zu "der Hund wird total wuschig gemacht" ist.
    Gibt aber auch genug Kinder, für die der Familienhund nicht soo aufregend ist, als dass man da mehr mit macht als gemeinsam auf dem Sofa rumzulümmeln. Ist 'ne Typfrage.

    - Beim Spitz fällt mir als Allererstes "Wachtrieb" ein. Viel mehr weiß ich über die Rasse nicht, da bist Du sicher besser informiert. Trotzdem habt ihr bestimmt geklärt, dass Eure Wohnsituation so ist, dass die nächsten Nachbarn nicht bei jedem Beller auf die Barrikaden gehen, oder?


    Die Probleme mit der Nase hat sie schon länger und wir haben es mit verschiedenen AB probiert. Voerletze Woche habe ich dann einen Abstrich von der Nase nehmen lassen. Es konnte ein Keim isoliert werden, auf den dieses AB passt.
    Heute morgen habe ich ihr ihre Dosis nicht gegeben und es geht ihr nach und nach besser. Ein ganz kurzer Spaziergang war drin und sie ist auch ins Auto geklettert. Gestern musste ich sie ja fast nur noch tragen...! Nun liegt sie hier und schläft... Ich denke wirklich, dass es am AB liegt.

    Es ist nicht gut, ein Antibiotikum eigenmächtig abzusetzen, erst recht nicht, wenn es für einen speziellen Keim ist. Eine unregelmäßige Antibiotika-Gabe oder ein verfrühtes Absetzen begünstigen die Bildung von Resistenzen. Das solltest Du unbedingt mit Deinem Tierarzt abklären!

    Ich habe heute einen Tigerschnegel gesehen!

    Jetzt wollte ich mein dürftiges Wissen zu Schnegeln etwas ausweiten und lese auf Wikipedia, dass Tigerschnegel strikt nachtaktiv sind. Meiner war definitiv am helllichten Tag unterwegs, und er war auch lebendig - hat seine Fühler eingezogen, als ich ihm beim Fotografieren zu nahe gekommen bin.

    Jetzt hat Wikipedia ja nicht immer recht - hat die sonst schon mal jemand bei Tag gesehen?

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    Einmal aussteigen und das Komplettprogramm inklusive Suchhund :pfeif:
    War aber interessant wenn man weiß man hat nix zu verbergen :D

    Und an den armen Suchhund, der kein Erfolgserlebnis hatte, denkt wieder keiner...

    Ich frage jetzt nicht nach, was das Komplettprogramm noch alles beinhaltet hat. Vielleicht hast Du ja schon für Deine Gedankenlosigkeit gebüßt |) )

    @Vakuole: Mit Futterbeutel meinst Du doch diese Etuis, wo der Hund die Nase selber reinstecken und herzhaft zulangen darf, oder?

    Wenn Du auf die Futtermenge achten musst, würde ich in den Futterbeutel Kram packen, der wenig Kalorien hat, aber wovon der Hund mehr als nur ein paar Fitzelchen kriegen darf. Äpfel, Möhren, Gurke, zum Beispiel – WENN Dein Hund sowas mag.

    Getrocknete Lunge ist auch voluminös und kalorienarm, es gibt auch gepuffte Hundesnacks wie Hundepopcorn.

    Wenn Dein Hund solche Light-Produkte nicht besonders mag, würde ich den Spieß umdrehen und das gute Futter in den Futterbeutel und das weniger aufregende Zeug in den Napf packen.

    Sind Retriever wirklich SO extrem? :fear:

    Die meisten sind so, ja. Ist ein Gendefekt, kein Witz.

    Das macht die Ausbildung einfach, weil der Hund immer Appetit hat und mit Futter gut zu motivieren ist. Aber einem Labbi beizubringen, dass er freiwillig und unaufgefordert an irgendwas Fressbarem vorbeigeht, wird nicht klappen. Wenn man das Brötchen selber auf dem Gehweg liegen sieht, hat man bei guter Erziehung eine Chance, die Mitnahme zu verbieten. Aber wenn der Hund harmlos durch die Gegend schnuppert, siehst Du einfach oft nicht rechtzeitig, ob da Katzenscheiße, Eiswaffelreste, Fallobst oder sonstwas liegen. Und dann frisst so ein Labbi das – da machste nix.

    Mit der Zeit kennt man seine Gegend und weiß, an welchen Stellen man den Hund besser kurz nimmt. Aber die Quote von "der Hund hat's zuerst gesehen und jetzt isses weg" ist zumindest bei uns deutlich höher als die Erfolgsquote, es rechtzeitig zu verbieten.

    Und hinterher schimpfen bringt auch nichts - der Hund hatte seine Bestätigung schon beim Runterschlucken, das Thema ist für ihn durch...