Beiträge von Phantomaus

    Nachtrag zu meinem nussigen Walnussbaum: Die Eichhörnchen sind zurückgekommen! Habe gerade endlich mal wieder eins in meinem Garten gesehen!

    Die waren nämlich verschwunden, seit sie letztes Jahr den Garten nebenan gerodet und das alte Haus abgerissen haben. Die wohnten in der großen Tanne, die jetzt weg ist... :(

    Den Eichhörnchen haben wir den Baum ja überhaupt erst zu verdanken, also dürfen sie jetzt auch welche von den Nüssen knabbern!

    Nasenarbeit ist eine feine Sache und Deine Hunde werden sicher Spaß daran haben! Aber mach Dir keine Hoffnung, dass das Müllschlucken und Betteln damit aufhört.

    Mein Hund ist auch imstande, bei der Nasenarbeit kleine Schlenker einzubauen, um nebenbei noch ein paar Häppchen mitzunehmen. Die staubsaugt und kaut zum Beispiel beim Mantrailing ganz nebenbei.

    Mir hat mal ein Trainer gesagt: „Du hast einen Hund mit zwei Nasenlöchern. Eines ist für die Spur und eines für Fressbares.“

    Mein Walnussbaum hat zum ersten Mal richtige Nüsse mit Nüssen drin abgeworfen!

    Ich freue mich so - die letzten 5 Jahre hat er immer nur so getan, als ob. Und nur leere Nuss-Schalen produziert. Ich habe schon gedacht, es stimmt irgendwas nicht mit dem Baum ;-)

    Nachteil von 55 cm hohem Hund:
    Die Rute ist genau auf Couchtischhöhe. Wenn der Hund sich freut, kippen alle auf niedrigen Tischen abgestellten Getränke um. Zu Hause kann man das umgehen, indem man keinen Couchtisch hat. Aber wenn man irgendwo zu Besuch ist, fordert diese unglückliche Ambiente-Anatomie-Korrelation regelmäßig hohe Verluste.

    Gerade im Rewe vor mir an der Kasse eine ältere Frau:
    „Haben Sie überhaupt noch keine Weihnachtssachen?“

    Ist ja irgendwie logisch, dass es einen spätsommerlichen Bedarf an Weihnachtskram geben muss, sonst würden sich die Supermärkte ja nicht verfrüht die Gänge mit Spekulatius vollstellen. Aber dann wundert es einen doch, wenn man die Forderung danach mit eigenen Ohren hört... :weihnachtslicht:

    P.S.: Gibt es eigentlich das ganze Jahr durch Weihnachssmilies im dogforum, oder werden die auch termingerecht im Frühherbst zur Verfügung gestellt?

    KleinGustav: Da würde ich mir keine Gedanken machen. Es gibt ja noch mehr Geruchsfaktoren in unserem Leben, die sehr deutlich riechen und womit der Hund auch klarkommt. Ob das jetzt Räucherstäbchen sind oder Weichspüler oder Parfüm macht meines Erachtens keinen Unterschied.

    Und auch, wenn man solche "künstlichen" Gerüche selber nicht mag, hat man genug anderen Kram zu Hause, der den ganzen Raum in eine Geruchswolke hüllt – gerade um Weihnachten rum:
    Eine Orange schälen, mit Essigreiniger putzen, dieses Eukalyptus-Einreibezeug bei Erkältungen, Yogi-Tee und was nicht noch alles. Stört den Hund meiner Meinung nach alles nicht besonders. Findet er vielleicht im ersten Moment merkwürdig und dann hakt er's ab.

    :lachtot:

    Dann liest man in der Zeitung:

    Sie nahm die Hunde und ging in den Wald - Alles war zunächst wie immer!

    Alles schien normal als Zucchini wie jeden Tag mit ihren Hunden zum Gassi gehen los ging. Doch sie kam leider nie mehr Nachhause... Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiwache XY unter der Nummer XXX.


    Mehr dazu auf Seite 9:
    „Erst mehrere Tage nach dem mutmaßlichen Verschwinden von Frau Z. fiel Nachbarn ein verdächtiger Geruch im Treppenhaus auf. Der hinzugerufenen Hausverwaltung und Polizei bot sich beim Öffnen der Tür ein grausiges Bild.“

    Im Moment ist das ja voll der Kulturschock bei Euch für den Hund. Alles ist neu, alles ist anders, als sie es kennt. Ganz normal, dass sie da ängstlich ist. Das wird eine Weile dauern, bis sie sich daran gewöhnt hat und einschätzen kann, wie die Dinge bei Euch laufen. Das würde ihr auch in jeder anderen Familie so gehen, also nimm es nicht persönlich! Das hat nichts damit zu tun, dass sie Euch nicht mag: Das liegt daran, dass sie Euch noch nicht so gut kennt.

    Das Alter ist ein bisschen schwierig. Die Prägephase ist gerade vorbei und im Shelter hat sie nicht so viel kennengelernt. Ein Junghund geht nicht mehr so arglos an die Dinge heran wie ein Welpe es tun würde. Der braucht oft etwas länger, um festzustellen, wem er trauen kann und wo er sicher ist. Und oft können solche Hunde ihre Erkenntnisse auch nicht gut verallgemeinern - wenn ein Fahrrad okay ist, ist ein Tretroller das noch lange nicht. Das macht die Eingewöhnung etwas langwieriger.

    Ich habe selbst so einen Hund, der mit 5 Monaten und ganz viel Angst zu mir kam. Inzwischen merkt man davon fast nichts mehr, aber es hat ein ganzes Weilchen gedauert.

    Die ersten Fortschritte siehst Du nach ein paar Wochen, aber gib dem Hund Zeit. Viel Zeit. Zwischen "Der Hund schnuppert sich entspannt durch den Wald" und "Der Hund kann mit mir in einer Großstadt Bahn fahren" liegen viele, viele Zwischenschritte.

    Die gute Nachricht: Man merkt bei so einem Hund jeden kleinen Fortschritt und kann sich darüber freuen. Und man wächst sehr, sehr eng zusammen mit einem Hund, dessen Vertrauen man sich erstmal verdienen musste.


    Mein Tipp für die nächsten paar Wochen:
    Geht am Besten draußen erstmal immer nur die selbe kleine Runde, auf der möglichst wenig schiefgehen kann. Wenn sie sich draußen besser auskennt und entspannt ihre sichere Standard-Runde laufen kann, wird das auch sofort mit der Stubenreinheit besser. Und dann geht's in kleinen Schritten weiter raus in die Welt.

    Was hältst Du denn von einem Funkkopfhörer?

    Dann hört sie doch den Hund nicht mehr!

    Ernsthaft, ich frage mich das immer, wenn ich manchmal Leute sehe, die mit Kopfhörer Gassi gehen. Das geht doch nicht, dann hört man ja den Hund nicht mehr - da käme ich überhaupt nicht mit klar.

    Ist nicht so, dass mein Hund Klingeklimbim am Halsband hätte oder auf irgendeine Art gesprächig wäre. Aber man hört ja schon, ob sie hinterherkommt oder ins Gebüsch springt oder in den Tümpel. Sowas will man ja wissen.

    Mal ganz davon abgesehen, dass man hier in kürzester Zeit von Radfahrern umgemangelt wird, wenn man die nicht rechtzeitig hört und zur Seite springt.