Ich mache das im Grunde so wie Mikkki: Irgendwas fällt mir zwischendurch immer ein – und das trägt dazu dabei, dass der Hund nicht vergisst, dass wir ZUSAMMEN unterwegs sind. Sie hat nämlich auch jede Menge eigene Ideen, die nicht alle gesellschaftlich und forstwirtschaftlich akzeptiert sind. Das muss man ein bisschen im Auge behalten und gegebenenfalls in vernünftige Bahnen lenken.
Ich laufe natürlich nicht einen 5 Kilometer langen Trainings-Parcours ab. Die meiste Zeit laufe ich einfach nur mit und mein Hund macht das, was sie interessiert. Aber zwischendurch werfe ich auch mal einen Vorschlag ins Rennen – und da geht sie sehr gerne drauf ein.
Ich bin aber auch manchmal so wie die anderen Leute, die Mikkki beschreibt. Manchmal ist mein Hund ein ganzes Stück voraus. Wenn ich die Lage einigermaßen überblicken kann, lasse ich sie. Geht sie halt Brombeeren pflücken oder schnuppert die Wiese nach Mäusen ab. Oder nach was auch immer.
Wenn ich Gassibekannte treffe, bleibe ich auch gern stehen und quatsche ein paar Minuten. Oder man geht ein Stück zusammen.
Für die letzte Runde gehe ich nur kurz rüber ins Kackwäldchen und latsche da uninspiriert einmal im Quadrat rum. Kann sogar passieren, dass ich dabei rauche. Kommt vor.
Telefonieren oder texten vermeide ich allerdings, soweit es geht. Das kann ich unterwegs nicht gut, weil ich immer mit einem Auge beim Hund sein sollte. Es passiert zwar kein Drama, wenn ich mal nicht aufpasse, aber es ist auch nicht ideal, wenn der Hund die Gelegenheit nutzt, um auf die Weide zu witschen und ein paar Pferdeäpfel zu snacken. Oder einem Radfahrer den Weg abschneidet. Oder ins Maisfeld verschwindet. Oder ein Karnickel scheucht. Oder so.