Mein Walnussbaum. Ich liebe den sehr und er ist total wichtig für das Gesamtbild des Gartens - erst recht, seit die Nachbarn ALLES an Grün auf ihrem Grundstück gerodet haben, um da einen hässlichen Neubau hinzusetzen...
Gerade war die Nachbarin vom Grundstück nebenan da und hat mir angeboten, den Walnussbaum auf ihre Kosten fällen zu lassen.
Der stünde ja sowieso viel zu nah an der Grenze. Und sie müssten da ja die Einfahrt pflastern und würden deshalb ohnehin die Wurzeln auf ihrer Seite abhacken. Wenn ich ihn jetzt nicht fällen lassen würde und der Baum dann neue Wurzeln ausbildet und damit ihre Einfahrt oder ihre Leitungen beschädigt, müsste ich dann dafür geradestehen. Also eine ziemlich deutliche Ansage.
Ich habe ihr natürlich einen Vogel gezeigt und erstmal abgelehnt. Mit einem Hintertürchen, dass ich das hier noch intern besprechen muss.
Denn: Der arme Baum hat ohnehin nur eine halbe Krone, weil bis vor kurzem auf dem Nachbargrundstück hohe Bäume standen, gegen die er sich nicht durchsetzen konnte. Er steht an der Westseite, also der Windseite. Und es ist ja nichts mehr da, um den Wind abzufangen. Wenn die dem Baum jetzt noch die restlichen Wurzeln auf ihrer Seite abhacken, kann ich ja praktisch drauf warten, dass er beim nächsten größeren Sturm hier aufs Grundstück kracht. Ich wohne in einem Mehrparteienhaus, das ist also nichtmal allein mein Problem.
Aber ich hänge total an dem Baum und will den nicht gefällt haben. Mir war immer klar, dass der Baum irgendwann wegmuss, weil ein Walnussbaum so nah am Haus wirklich nicht optimal ist. Aber ich hatte gehofft, dass er da noch eine Weile stehen kann, bis das Gestrüpp drumherum ein bisschen dichter geworden ist... Ach scheiße. Was mache ich denn jetzt?