Beiträge von Phantomaus

    Mein Walnussbaum. Ich liebe den sehr und er ist total wichtig für das Gesamtbild des Gartens - erst recht, seit die Nachbarn ALLES an Grün auf ihrem Grundstück gerodet haben, um da einen hässlichen Neubau hinzusetzen...

    Gerade war die Nachbarin vom Grundstück nebenan da und hat mir angeboten, den Walnussbaum auf ihre Kosten fällen zu lassen.
    Der stünde ja sowieso viel zu nah an der Grenze. Und sie müssten da ja die Einfahrt pflastern und würden deshalb ohnehin die Wurzeln auf ihrer Seite abhacken. Wenn ich ihn jetzt nicht fällen lassen würde und der Baum dann neue Wurzeln ausbildet und damit ihre Einfahrt oder ihre Leitungen beschädigt, müsste ich dann dafür geradestehen. Also eine ziemlich deutliche Ansage.

    Ich habe ihr natürlich einen Vogel gezeigt und erstmal abgelehnt. Mit einem Hintertürchen, dass ich das hier noch intern besprechen muss.

    Denn: Der arme Baum hat ohnehin nur eine halbe Krone, weil bis vor kurzem auf dem Nachbargrundstück hohe Bäume standen, gegen die er sich nicht durchsetzen konnte. Er steht an der Westseite, also der Windseite. Und es ist ja nichts mehr da, um den Wind abzufangen. Wenn die dem Baum jetzt noch die restlichen Wurzeln auf ihrer Seite abhacken, kann ich ja praktisch drauf warten, dass er beim nächsten größeren Sturm hier aufs Grundstück kracht. Ich wohne in einem Mehrparteienhaus, das ist also nichtmal allein mein Problem.

    Aber ich hänge total an dem Baum und will den nicht gefällt haben. Mir war immer klar, dass der Baum irgendwann wegmuss, weil ein Walnussbaum so nah am Haus wirklich nicht optimal ist. Aber ich hatte gehofft, dass er da noch eine Weile stehen kann, bis das Gestrüpp drumherum ein bisschen dichter geworden ist... Ach scheiße. Was mache ich denn jetzt?

    Ich habe gestern eine Perserkatze gesehen. In der Stadt. An einer vielbefahrenen Straße. Sie ging rüber in den Park und hatte die Ruhe weg...

    Ich war ein bisschen verstört und habe sie 5 Minuten lang beobachtet, ob noch ein Besitzer kommt, ob sie eventuell ein Halsband mit Telefonnummer trägt und habe mich gefragt, ob die ausgebüxt ist, ob man sie einfangen sollte und wenn ja, wie man das bei einer Katze anstellt. :ops:

    Der Anblick war so ungewöhnlich, dass ich das Tier irgendwie nicht mit den Standard-Katzen in Verbindung gebracht habe, die ich auf meinen Runden (außerhalb der Stadt) natürlich oft sehe und um die ich mir gar keine Sorgen mache. Durch ihr anderes Aussehen hat sie irgendwie einen anderen Teil in meinem Hirn angesprochen... :ka:

    Frag 10 Leute und Du hast 10 Meinungen. Frag ein Forum und Du hast 100 Meinungen. Frag zwei Foren und Du bist bei 200 Meinungen. :D

    Aber die ganzen Meinungen sind auch für was gut: Man entwickelt ein Gefühl dafür, worauf man achten möchte, über welche Aspekte man überhaupt noch nicht nachgedacht hat und kann schon mal überlegen, ob und wie man mit den unpraktischen Features klarkommen kann, die irgendwie nur zusammen mit den wünschenswerten Eigenschaften lieferbar sind.

    Sei stolz und froh, dass Dir hier keiner ein Steiff-Tier empfohlen hat - das ist nämlich ein gutes Zeichen dafür, dass man Dir die Haltung eines Hundes grundsätzlich zutraut!

    Wenn die Rasse erstmal beschlossen ist, wird's übrigens auch nicht einfacher mit den Entscheidungen. Spoileralarm: Es ist völlig unklar, ob Rüden oder Hündinnen besser sind, was und in welcher Zusammensetzung man füttern sollte, wie die Erziehung genau vonstatten gehen sollte, wie viel Bewegung und geistige Auslastung der jeweilige Hund braucht und welches Zubehör was taugt.

    :shocked: Himmel! Auf was für Ideen so ein Hund kommen kann...
    Das muss man ja auch erstmal hinkriegen, einen relativ stumpfen Hundezahn in eine pralle, rutschige Dose zu bohren. Und in Deiner Signatur stehen auch noch zwei besonders zierliche Hunderassen, die nicht gerade einen Fang wie einen Schraubstock haben... Krass.

    Gut, dass keinem was passiert ist...

    ...wenn Du beim Arzt einen Fragebogen ausfüllen musst und dich schon leicht schlecht fühlst, weil Deine ehrlichen Antworten nicht immer dem entsprechen, was gesundheitstechnisch optimal wäre. Und dann kommt auch noch der Punkt Sport. Ich mache keinen Sport. Niemals. Null Stunden pro Woche. Aaaaber: Immerhin gehe ich jeden Tag ausgiebig mit dem Hund raus. Und wenn ich das als "Wandern" bezeichne, gilt das ja wohl als Sport. Damit bringe ich locker 8 - 10 Stunden pro Woche zu. Check. Das "Wandern" haut mich raus!

    Ich bin jeden Tag alleine spät auf Feld- und Waldwegen unterwegs - mit meinen blonden Labrador. Und ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich eine Begleitung mit Schutztrieb brauche. Ich finde Felder nicht so gefährlich. :ka:

    Mit den Rassen, die Du aufgezählt hast, kannst Du praktisch nirgendwo anders hin als nachts im Nichts allein über's Feld zu gehen. Will man das wirklich?

    So ein Staffordshire Terrier ist doch eine feine Sache, wenn einen die Rasselisten nicht schrecken. Oder ein Rottweiler, wenn's zwei Nummern größer sein soll.

    Aber die ganz krassen Vertreter? Man macht sich doch das ganze Leben unnötig schwer, wenn man so einen Extremhund hat, der laut Deinem Wunsch auch noch auf "Schutztrieb intense" selektiert sein soll.

    Zur Abschreckung reicht normalerweise viel, viel weniger. Und wenn die Gefahren bei Dir auf dem Feld so ernstzunehmen sind, dass Du einen Hund in Betracht ziehst, der seinerseits Ernst machen würde: Dann muss man wohl davon ausgehen, dass auch die Angreiferseite entsprechend ausgestattet ist, dass sie den Hund bei der Gelegenheit auch noch eliminieren würde.

    Ich hatte mal ein Wochenende lang den Weimaraner einer Gassifreundin bei mir. Die Rasse ist ja auch bekannt dafür, dass sie sich sehr eng an einen Menschen bindet. Und die Gassifreundin hat auch eine sehr, sehr enge Bindung zu ihrem Hund und war sehr unglücklich mit der Trennung. Sie hat alle zwei Stunden getextet und gefragt, wie es ihm geht. Und ich habe alle zwei Stunden ein Foto zurückgeschickt, wie ihr Hund mit meinem Hund zusammen bei mir auf dem Sofa liegt und es gemütlich hat. Und irgendwann ein Video, wie er sich mit Appetit sein Futter reingezogen hat.

    Ich glaube aber, dass die Halterin in ihrer Besorgnis eine Sache genau richtig gemacht hat: Sie hat den Hund nicht bei mir abgeliefert und ist dann abgehauen, sondern ich habe den Hund bei ihr abgeholt, bin eine Runde mit beiden Hunden gegangen und dann halt zu mir nach Hause. Das lief alles völlig problemlos für mich und den Hund.

    Nur mal so zum Mutmachen. Der Hund kennt Deine Freunde ja vermutlich sogar deutlich besser, als der Gassifreundinhund mich als Person kannte. Der wird das bestimmt gut verkraften!

    Wenn man entspannt drangeht, eine sichere Hand und eine ungefähre Vorstellung davon hat, wie weit man schneiden darf, UND einen einigermaßen kooperativen Hund hat, ist Krallenschneiden kein Ding.

    Aber wenn man gerade etwas unsicher ist und nicht so genau weiß, ob das, was man tut, richtig ist, dann wird der Hund das merken und anfangen, rumzuhampeln. Und dann wird's schwierig.

    Es kann also helfen, einem Tierarzt oder Groomer mal dabei zuzusehen. Einfach nur, damit man sieht, wie das läuft. Ob man es danach selber macht oder nicht, kann man ja immer noch überlegen!