Beiträge von Phantomaus

    Also Kudde plus mehrere kleine Körbchen plus Ledersessel beim Einzug bereithalten... Am Besten kaufe ich den Sessel als erstes und erwähne nicht, dass der für den Hund ist. „Ich wollte schon immer einen semiantiken Sessel mit leichten Gebrauchsspuren haben und dieser hier ist einfach perfekt!“

    Die dekadente Hündin des Züchters hat auch ihre eigene Gartenliege. Die Hunde von da sind verwöhnt, denen muss man was bieten.

    Ich arbeite in Vollzeit von Zuhause und kann mir meine Zeit frei einteilen, sprich ich könnte mich nach 1-2 Arbeitsstunden immer erstmal wieder dem Hund widmen (einfach als Beispiel).

    So eine Arbeitssituation ist optimal! Da brauchst Du Dir auch nicht extra frei zu nehmen. Es reicht, wenn Du merkst, wenn der Hund aufwacht und Pipi muss und Du dann schnell aufspringen kannst.

    Wenn Du in dem Moment z.B. gerade in einer wichtigen Telefonkonferenz bist, ist das halt blöd und Du musst dann hinterher aufwischen. Aber wenn Deine Tätigkeit grundsätzlich so ist, dass man sie auch mal flugs unterbrechen kann, wird das problemlos klappen.

    Ich überlege gerade, wie ich das Liegeplatz-Thema demnächst mit dem Welpen angehe. Ob ich direkt eine zweite Kudde in ausgewachsener Größe kaufe, damit jeder Hund eine eigene hat. Oder ob der Welpe vielleicht erstmal lieber in einem kleineren Körbchen liegen würde?

    Normalerweise würde ich ja für den Anfang das günstigste Hundebett kaufen, was es gibt, bis der kleine Hund aus dem Zahnwechsel raus ist. Aber ich habe hier ja schon Jillies Kudde stehen. Die kann ich ja nicht wegräumen, bloß damit der kleine Hund nicht reinbeißt. Also: Das Beste hoffen und direkt eine zweite große Kudde hinstellen - oder dem kleinen Hund erstmal ein größenangepasstes Körbchen hinstellen und später upgraden?

    Ich habe von dieser Praxis vor ein paar Wochen das erste Mal gehört - vom Züchter meines nächsten Hundes. Ich fand das völlig in Ordnung und nachvollziehbar.

    Ich würd's auch machen, wenn der Züchter mich einfach so darum bittet, aber ich kann verstehen, dass eine Kaution die Untersuchungsquote erhöht - bezahlt hat man's ja sozusagen schon.

    Wobei ich glaube, dass die Rechnung so nicht hinkommt. Der Züchter sprach von 200 Euro Kaution für HD- und Augenuntersuchung. Das wird wahrscheinlich nicht die kompletten Kosten abdecken, aber möglicherweise wollte er auch nicht die doppelte Summe als Kaution fordern. Es wird mich jedenfalls nicht ruinieren, irgendwann noch ein paar Euro extra für die gewünschten Untersuchungen zu bezahlen, wenn der Hund dann alt genug ist.

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    Ich habe übrigens vor Jahren mal von einer Züchterin einer ganz anderen Rasse (Hovawart) gehört, dass ihr Rasseverband bei HD-erkrankten Hunden den Haltern irgendwie unterstützend entgegenkommt. Weiß nicht, ob das üblich ist? Habe damals nicht näher nachgefragt, fand es aber bemerkenswert, dass man dort offenbar nicht einfach sagt "kommt trotz allem vor, ist halt Pech".

    Die typischen ZOS-Gegenstände (halbe Wäscheklammer, Metallmarke, Feuerzeug etc.) sind von sich aus nicht so stark duftend. Die kann man umstandslos irgendwo hinlegen. Würde ich einen Teebeutel in gleicher Weise verstecken, wäre das Suchfeld in Kürze kontaminiert, weil überall starke Duftspuren. Das ist keine Raketenwissenschaft, aber man muss sich auch dazu was überlegen.

    Die Kontaminierung von Stellen, an denen das Objekt beim letzten Durchgang gelegen hat, hast Du in beiden Fällen. Das sieht man auch, wenn man den Hund suchen schickt. Dazu kommt noch die Kontaminierung der Geruchsproben mit Deinem eigenen Geruch und Deine Laufspur beim Verstecken. Und auch noch, dass der Hund sich Deine Lieblingsverstecke in der Wohnung merkt ;-) Außerdem weißt Du, wo es ist und der Hund kann sich wie beim Topfschlagen an Deiner mentalen Spannung orientieren. Im Wald kann der Hund außerdem noch Bodenverletzungen erkennen, wenn Du da was im Laub vergraben hast. Der weiß, welche Stelle "anders" ist.

    Es ist schon cool, dass Hunde das alles in ihre Suche mit einbinden können, aber es macht es etwas vertrackt, zu überprüfen, WAS GENAU der Hund da gerade macht. Ob er die Teedose sucht oder ob er einfach das Ding sucht, was Du zuletzt in der Hand hattest. Oder das Ding, über das Du Dich am meisten freuen würdest, wenn er das findet.

    Ich habe daher immer versucht, zwischendurch einzelne Faktoren zu beeinflussen - im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ich bin Zickzack durch die Wohnung gelaufen und hatte das Ziel, möglichst oft ein neues Versteck zu wählen. Ich habe Geruchsproben mit angehaltenem Atem und Gummihandschuhen präpariert und aus dem fahrenden Auto in den Wald geworfen. Man hat gesehen, dass es für den Hund schwieriger war, wenn ich das Suchfeld vorher nicht betreten hatte. Noch besser wäre es, wenn fremde Leute was verstecken könnten. Wenn man also eine Freundin bitten kann, ihre Teesorte im Wald zu verstecken und einem dann noch einen Beutel davon in den Briefkasten zu stecken. Man kann sich auch ein paar Tage Zeit lassen, bevor man anfängt, danach suchen zu lassen.

    Aber das macht man natürlich alles peu à peu. Erstmal bringt man dem Hund die Spielregeln bei: "Riech mal hier und dann zeig mir, was genauso riecht." In einem Umkreis von einem Meter. Und dann weitet man das Feld aus.

    Die "Fremdgerüche" der verschiedenen Behältnisse kann der Hund ganz leicht rausfiltern. Ich habe das oft so gemacht, dass ich die Geruchsproben immer wieder mal in unterschiedliche Umverpackungen gesteckt habe. Mal eine zusammengeknickte Klorolle, mal ein Tee-Ei, mal ein Zip-Lock-Bag, mal eine Filmdose, mal eine Socke. Man findet immer was. Teebeutel in zusammengeknülltem Papier riecht genauso nach Tee wie Teebeutel in Lederetui. Das ist ja das Coole an Hunden, dass die das so fein differenzieren und überlagernde Gerüche raussieben können.

    Und das Prinzip "anriechen und dann den Geruch suchen" hat mein Hund ganz schnell verstanden - auch ohne Hundeschule und lehrbuchmäßigen Aufbau. Das ist für einen Hund, der gerne mit der Nase arbeitet, wirklich ganz einfach zu vermitteln!