Die typischen ZOS-Gegenstände (halbe Wäscheklammer, Metallmarke, Feuerzeug etc.) sind von sich aus nicht so stark duftend. Die kann man umstandslos irgendwo hinlegen. Würde ich einen Teebeutel in gleicher Weise verstecken, wäre das Suchfeld in Kürze kontaminiert, weil überall starke Duftspuren. Das ist keine Raketenwissenschaft, aber man muss sich auch dazu was überlegen.
Die Kontaminierung von Stellen, an denen das Objekt beim letzten Durchgang gelegen hat, hast Du in beiden Fällen. Das sieht man auch, wenn man den Hund suchen schickt. Dazu kommt noch die Kontaminierung der Geruchsproben mit Deinem eigenen Geruch und Deine Laufspur beim Verstecken. Und auch noch, dass der Hund sich Deine Lieblingsverstecke in der Wohnung merkt ;-) Außerdem weißt Du, wo es ist und der Hund kann sich wie beim Topfschlagen an Deiner mentalen Spannung orientieren. Im Wald kann der Hund außerdem noch Bodenverletzungen erkennen, wenn Du da was im Laub vergraben hast. Der weiß, welche Stelle "anders" ist.
Es ist schon cool, dass Hunde das alles in ihre Suche mit einbinden können, aber es macht es etwas vertrackt, zu überprüfen, WAS GENAU der Hund da gerade macht. Ob er die Teedose sucht oder ob er einfach das Ding sucht, was Du zuletzt in der Hand hattest. Oder das Ding, über das Du Dich am meisten freuen würdest, wenn er das findet.
Ich habe daher immer versucht, zwischendurch einzelne Faktoren zu beeinflussen - im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ich bin Zickzack durch die Wohnung gelaufen und hatte das Ziel, möglichst oft ein neues Versteck zu wählen. Ich habe Geruchsproben mit angehaltenem Atem und Gummihandschuhen präpariert und aus dem fahrenden Auto in den Wald geworfen. Man hat gesehen, dass es für den Hund schwieriger war, wenn ich das Suchfeld vorher nicht betreten hatte. Noch besser wäre es, wenn fremde Leute was verstecken könnten. Wenn man also eine Freundin bitten kann, ihre Teesorte im Wald zu verstecken und einem dann noch einen Beutel davon in den Briefkasten zu stecken. Man kann sich auch ein paar Tage Zeit lassen, bevor man anfängt, danach suchen zu lassen.
Aber das macht man natürlich alles peu à peu. Erstmal bringt man dem Hund die Spielregeln bei: "Riech mal hier und dann zeig mir, was genauso riecht." In einem Umkreis von einem Meter. Und dann weitet man das Feld aus.