Beiträge von Phantomaus

    Es war so cool als Kind in den 80igern auf dem Land. Ich durfte mit unserem nicht leinenführigen, unkastrierten Boxerrüden raus*, der schwerer war als ich, war ganze Nachmittage unbeaufsichtigt und nicht auffindbar im Wald unterwegs und hatte außerdem Freundinnen, die Ponys hatten, aber keine Sättel...

    Später als erwachsene, verantwortungsbewusste Hundehalterin habe ich auch schon kurz gezuckt, wenn ich Kinder mit einem großen Hund (bestes Beispiel: ein Weimaraner-Ridgeback-Mix) draußen getroffen habe. Manchmal sogar auf dem Rad oder mit Inlinern. Und war dann beeindruckt, dass der Hund tatsächlich ganz okay auf die Blagen hörte, unangeleint in einem vernünftigen Radius blieb und auch sonst keinen Blödsinn machte. Das war früher bei mir und Charly anders. Ich hatte ein großes Herz für Hunde, keine Ahnung und einen ungestümen Hund, der aber nicht bissig war. Das reichte, um ihn in Feld und Wald frei laufen zu lassen, obwohl der Rückruf noch nicht erfunden war. Aber der Hund kam immer schon irgendwann wieder in Griffweite, da habe ich mir überhaupt keine Sorgen gemacht. :ugly:

    Die Kinder meiner hundehaltenden Freunde und Bekannten haben alle viel mehr Hundeverstand als ich früher. Die kriegen das - anders als ich damals - zu Hause oder teilweise auch in der Hundeschule beigebracht. Ich gehe davon aus, dass die paar Kinder mit Hund, die ich zwischendurch mal sehe, mit dem Segen der Eltern unterwegs sind, die ihr Kind und ihren Hund gut kennen. Trotzdem bin ich super aufmerksam, wenn ich Kinder mit Hunden draußen sehe. Mein Hund ist manchmal komisch und ich will nicht, dass sie einen Hund in Kinderbegleitung triggert, der vielleicht auch manchmal komisch ist und weiche deshalb oft aus. Und ich weiß aus eigener Erinnerung, wie hirnlos auch vernünftige Kinder sein können. Aber letztlich gönne ich den Kids den Spaß auch einfach!

    * Meine Mutter war eigentlich der übervorsichtige Typ. Ich durfte nur zu Fuß mit dem Hund raus, nicht mit dem Fahrrad. Das war ihr zu gefährlich. Wenn's keiner gemerkt hat, bin ich trotzdem mit Rad und Hund raus. Wundere mich bis heute, dass da nie was passiert ist... Mit meinen eigenen Hunden traue ich mich nicht, Rad zu fahren. Und die sind weniger ungestüm und leichter zu halten als Charly früher. Aber ich will meinen Schutzengel-Bonus nicht noch weiter ausreizen...

    "Warte, du hast da was."

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    "Mach es WEG! MACH ES WEG!!!"

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    Überlegungen, was es zum Abendessen geben soll. Nudeln und Tomaten sind im Gespräch, ich gebe zu bedenken, dass wir aber gerade kein Basilikum mehr haben (ich habe normalerweise immer einen Topf Basilikum auf dem Tisch stehen).

    Der Mann: "Aber da ist doch noch dieses Mini-Basilikum, was ist denn damit?"

    Hier ein Foto von dem "Mini-Basilikum":

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    Noch doofer läuft's, wenn man seinem Hund "verweisen" beigebracht hat, wenn er an ein Dummy nicht selber herankommt.

    Merke: Wenn der Hund nicht drankommt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man selber auch nicht mehr drankommt. Mal eben unauffällig ein Minidummy durch einen Stabmattenzaun schieben ist ohne Nachzudenken schnell gemacht. Das Ding aus dem sicher abgezäunten Areal wieder rauszufummeln, während der Hund ungeduldig verweist, kann sehr hampelig und unsouverän werden.

    Es regnet. Den ganzen Tag schon. Auf dem Rückweg der Runde begegne ich einer Nachbarin, die nach längerer Hundepause jetzt wieder einen Welpen hat und mit Hund auf dem Arm hastig durch den Regen läuft. Wir sind alle klatschnass.

    Ich: „Bombenwetter heute, das ist die reine Freude so als Hundehalter, ne?“
    Sie: „Ha, nee. Das sind die Freuden der Elternschaft. Ich muss mein Kind von der Schule abholen!“

    Ich habe eine neues Auto. Elektro. Meine Schwester bittet mich, damit bei einer Freundin von ihr vorbeizufahren, weil die auch ein neues Auto brauchen und wissen nicht welches Modell sie nehmen sollen. Und weil die sich wohl dachten, Phantomaus hatte das gleiche Verbrenner-Modell wie wir, da wird sie auch ein gescheites Elektroauto genommen haben.

    Ich fahr da also hin und erkläre denen, dass ich keine Ahnung von Autos habe, dass ich so ein Auto nicht nach technischen Daten aussuche, sondern nach optischen Vorlieben und dass meine Kriterien waren: Soll nicht wie ein "vernünftiger Kleinwagen" aussehen, muss irgendwie Charakter haben, darf kein Riesenschiff sein und muss trotzdem genug Platz für zwei Hunde bieten. Und die sagen mir: "Genau das sind auch unsere Kriterien!"

    Kenne auch keine Probleme beim Tablettengeben beim Labbi.

    Als ich mal in Terminschwierigkeiten steckte, bot mir eine Freundin an, dass sie gern den Hund betreuen könnte und sagte mir, ich müsse mir auch keine Sorgen machen, sie wüsste, wie man einem Hund Tabletten gibt und sie könnte das. Und ich dachte mir so, okay, das kann jeder, ne? Wirfst du einfach mit in den Napf und gut? Oder du gibst ein kleines Kommando wie "sitz" und dann gibt's ne Tablette zur Belohnung?

    Novalgin war hier aber auch tricky. Hatte mir schon richtig Sorgen gemacht, weil der alte Hund nicht mehr richtig fressen wollte, bis ich drauf kam, dass das Novalgin vielleicht was anderes ist als die anderen Tabletten. Danach gab's zermörsertes Novalgin in Babybrei mit Lachs und das hat sie SEHR gerne als Nachtisch aufgeschlappt, nachdem sie mit Appetit ihren Napf leergefressen hat.