Gib ihr ein Futter, bei dem die Nährstoffzusammensetzung sehr wahrscheinlich wirklich stimmt. Hunde haben sehr hohe Anforderungen, was Mineralstoffe betrifft. Und dann gib ihr das monatelang und möglichst nix anderes. Mit zusätzlichen Mineralstoffen bringt man das Gleichgewicht durcheinander.
Das Problem besteht ja nicht seit ich das Futter mit etwas ergänze sondern bestand schon vorher über Monate als ich noch nichts zugefüttert habe.
Ungefähr seit März diesen Jahres hat sie diesen spezifischen Juckreiz. Mal mehr mal weniger.
Mit der Zufütterung von Biotin hab ich ca. vor 2 Monaten angefangen und da überschüssiges Biotin ausgeschieden wird, sehe ich keine Gefahr dass eine Überdosierung schädlich wirken könnte.
Da mir bisher kein TA helfen konnte, fing ich an selbst zu recherchieren. Hunde mit ähnlichen Symptomen (Juckreiz, Haarausfall) konnte mit Zugabe von Biotin geholfen werden.
Hier ein umfangreicherer Text zur Wirkung:
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Biotin, wenn auch nur in kleinen Mengen, erhält das Tier zur
Hauptsache über die Nahrung. In der Regel reicht die in der intestinalen Mikroflora gebildete Biotinmenge für den Bedarf nicht aus. Typische
klinische Symptome des Biotinmangels werden wie folgt beschrieben : Das
Haar wird trocken und spröde, es verliert seinen Glanz, wird brüchig und
fällt schließlich aus, die Haut schuppt sich, Haut und Haare bleichenaus und es entwickelt sich eine Dermatitis mit Verschorfung und Schwartenbildung. Die Tiere zeigen Juckreiz. In verschiedenen Versuchen konnte experimentell Biotinmangel mit den geschilderten Symptomenerzeugt werden.
Durch Zufuhr relativ geringer Mengen dieses Vitamins wurden sie innerhalb kurzer Zeit wieder behoben. In Anbetracht dieser Befunde lag es nahe, durch Tierärzte, die in der Kleintierpraxis tätig sind, die Wirkung des Biotins an dem Hund zu überprüfen. Das Ergebnis war, dass 45 % aller Hautschäden geheilt und über 28 % wesendlich gebessert werden konnten und dies in einer relativ kurzen Behandlungsdauer von nur drei bis fünf Wochen. Um oben erwähnte Hautschäden zu vermeiden, sollte die Biotinversorgung des Hundes über Ihre Nahrung unbedingt sichergestellt werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Fleisch und Fleischabfälle nur sehr wenig Biotin enthalten und das Biotin in Getreide und Getreidenachprodukten nur teilweise oder sogar kaum verfügbar ist. Die Supplementierung des Hundefutters mit Biotin ist somit eine angebrachte vorbeugende Maßnahme zur Verhinderung krankhafter Veränderungen des Haarkleides.
Literatur: VÖLKER, L.: Einfluss von Biotin auf Haut- und Haarveränderungen. Vortrag vom internationalen Symposium, veranstaltet vom Institut für Tierernährung anlässlich der 200-Jahr-Feier der TH Hannover am 26. Juni 1978, veröffentlicht durch H. Meyer, Institut für Tiernahrung, Tierärztliche Hochschule, Hannover.
Ich hatte "gehofft" das der Haarausfall (den sie auch über Monate hatte) zu dem Juckreiz geführt hat.
Durch das Biotin ist der Haarausfall eingedämmt. Ich habe definitiv eine Verbesserung ihres Gesamtzustands feststellen können (weshalb ich es weiter gebe). Der Juckreiz blieb aber.
Ähnlich wie bei Biotin, sind Hunde aber auch häufig unterversorgt was Zink angeht. Deshalb hat wahrscheinlich der TA von dem Threadstarter Zink "verschrieben".
Ein interessanter Link zu dem Thema:
Untersuchungen zeigen, dass viele Hunde nicht unter Unverträglichkeiten oder gar Allergien leiden, sondern unter Zinkmangel
Ich werde Zink natürlich jetzt nicht monatelang geben. Sondern nur kurweise über ein paar Wochen und beobachten ob sich eine Besserung einstellt. Hier habe ich aber auch bezüglich der Menge Rücksprache mit meinem TA gehalten.
Die Nährstoffzusammensetzung der Futtersorten sollten stimmen. Es sind Alleinfutter. Beides verschiedene Marken.
Beide mit jeweils nur zwei Komponenten. (eine Fleisch und eine KH bzw. Gemüsequelle).
Öl ist nicht enthalten daher ergänze ich es.
Wenn dein Hund keine Allergie hat, sind die Komponenten ziemlich unwichtig. Wichtig ist die Nährstoffzusammensetzung. Und die drastische Reduktion auf so wenige Nahrungsbestandteile verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Zusammensetzung stimmt.
Sie hat mehrere Allergien. Bisher bekannt: Lachs, Pute und die größte Baustelle: Futtermilben. Somit darf sich auch kein Getreide und kein Trofu bzw. irgendwas das getrocknet wird bekommen.
Sicher verträgt sie: Pferd, Rind, Lamm und Huhn.
Alle anderen Proteinsorten sind bisher nicht ausgetestet. Das habe ich aber auch erstmal nicht vor.
Deinen letzten Satz versteh ich nicht. ![]()
Wie meinst du das?
Eine der Futtermarken die ich aktuell gebe und die sie sehr gut verträgt ist: Rocco Sensitive Huhn (das ergänze ich aber noch mit Kartoffel weil nur 4% in der Dose sind)
Das enthält doch nur Huhn und Kartoffel. Mineralstoffe werden künstlich zugesetzt. Oder was meintest du?