Zitat
- du bestätigst deinen Hund im Bellen, in dem du ihm dann Beachtung schenkst
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und wenn er bellt, wird er halt nicht beachtet (achja, würde ich tags über probieren)
Hier muss ich mal eine Lanze für die TE brechen. Meine Hündin ist auch regelmäßig nachts überdreht und hat gebellt und wenn man in einem Mehrfamilienhaus mit nicht allzu dicken Wänden wohnt, KANN man das nicht ignorieren. Dass das den Hund evtl. irgendwie bestätigt, ist schon klar, aber man denkt nur noch daran, den Welpen möglichst schnell irgendwie wieder ruhig zu bekommen in dieser Situation, damit die Nachbarn nicht von Anfang an einen Hass auf den Hund kriegen. Meine Nachbarin hat sich auch recht früh über das nächtliche Gebell und Gepolter beschwert und das ist wirklich keine angenehme Situation.
@WirLernenNoch
Wie gesagt, bei uns hat es (speziell nachts) geholfen, sie festzuhalten (hochheben und rumtragen, bis sie halbwegs aufhörte zu zappeln, später konnte man sich dann auch setzen und sie einfach auf dem Arm festhalten). Dadurch hat sie sich relativ schnell beruhigt und ist meistens auf meinem Arm direkt eingeschlafen. Ansonsten half es auch, ihr Kauzeugs anzubieten oder einen Kong (vorzugsweise mit ein bissi Leberwurst, das zog immer
). Während sie damit beschäftigt war, ist sie meist soweit runtergefahren, dass danach halbwegs Ruhe war.
Vielleicht könntest du auch versuchen, einen Platz einzurichten, den sie mit Ruhe verknüpft und wo sie lernt runterzufahren und sich zu entspannen. Leni bekommt auch heute noch ihre dollen Minuten und wenn es zu sehr Überhand nimmt, leine ich sie manchmal kurz für 2-3 Minuten an einem bestimmten Platz an. Den kennt sie mittlerweile, legt sich dort hin und wartet darauf, dass sie wieder aufgelöst wird. Danach ist Ruhe. Konditioniert haben wir den Platz, indem ich sie einfach dort angeleint habe und sobald sie irgendwelche Zeichen von Entspannung gezeigt hat, wurde kräftig bestätigt und die Übung beendet. Anfangs reicht es da, wenn sie aufhörte zu bellen und an der Leine zu zerren. Nach und nach habe ich gewartet, bis sie erst still stehen geblieben ist, dann bis sie sich hingesetzt und schließlich bis sie sich hingelategt h. Heute wird sie erst aufgelöst, wenn sie wirklich entspannt liegt (also nicht in irgendeiner Erwartungshaltung). Klar funktioniert das nicht von heute auf morgen, aber ich finde es mittlerweile sehr hilfreich, dass sie an diesem Platz runterkommt und ihn mit Ruhe verknüpft. Bestimmt eignet sich dafür auch eine Box (wenn man das Training richtig aufbaut), bei uns hat es damit aber leider nicht funktioniert.