Beiträge von Deliara

    Liquid_Sky

    Danke für deine Antwort :)

    Hm, meinst du, ich mache zu viel mit ihr? Eigentlich ist nur die große Runde wirklich fordernd (die auch nicht immer 2 Stunden dauert, wir gehen auch durchaus mal nur eine), morgens und abends ist nur eine halbe Stunde langweilige Schnüffelei angesagt - und das nichtmals im Freilauf, sondern an der 5m Leine.
    Wenn es mal ein paar Tage ruhiger zugeht, ist das Verhalten exakt gleich. Ob wir eine oder zwei Stunden laufen ändert nichts daran, dass sie danach nur recht kurz schläft und dann rumstreunert.
    Das Programm fahren wir so seit ca. Anfang des Jahres (vorher dauerte die große Runde nie länger als 1 Stunde, es gab kein Agi und ich hab eher selten geclickert), die extreme Unruhe hat aber erst vor ca. 4 Wochen bei ihr eingesetzt. - Ziemlich zeitgleich mit dem Ende ihrer Scheinschwangerschaft übrigens. Ich verstehe ja, dass sie nun wieder energiegeladener und aktiver ist, aber der Unterschied ist schon wirklich heftig. Vorher war sie sehr ausgeglichen und hat einen absolut zufriedenen Eindruck gemacht.

    Knabberzeug ist bei uns leider keine gute Idee, da sie das in totalen Stress versetzt es irgendwo verbuddeln zu müssen. Sie kaut niemals sofort darauf rum, sondern legt immer erstmal irgendwo Depots an und holt sich das Zeugs dann ein paar Stunden später. Findet sie kein "geeignetes" Versteckt, ist sie so gestresst, dass sie mir das Teil irgendwann zurückbringt und in die Hand legt :headbash:

    Gesundheitlich ist sie soweit in Ordnung, allerdings habe ich die Schilddrüse noch nicht untersuchen lassen. Das wäre vielleicht mal ein Ansatz.

    Sorry, mir fiel keine passendere Überschrift für den Thread ein. Ich hadere momentan irgendwie ein bisschen mit meinem Hund, weil sie tagsüber - sofern sie nicht schläft - irgendwie total anstrengend ist seit ein paar Wochen. Und leider schläft sie nicht besonders viel ;) Genau genommen legt sie sich morgens nach der ersten Pipischnüffelrunde für ca. 3 Stunden nochmal hin und nach der großen Runde am Nachmittag (von der sie eigentlich müde sein sollte, wir laufen ca. 2 Stunden inkl. Gehorsamsübungen, Suchspielen, Dummysuche, Spielen, etc.) nochmal ca. 45min. Danach dauert es bis ca. 21.30h, bis sie sich wieder hinlegt. Zwar ist dann bis morgens auch wirklich weitgehend Ruhe und sie kommt somit schon auf ca. 15 Stunden Schlaf in 24 Stunden (wir stehen erst gegen 9h auf), aber trotzdem finde ich es komisch, dass sie tagsüber so wenig schläft. Ist das normal so??

    Das eigentliche Problem bei der Sache: wenn sie wach ist heißt das für sie, dass sie irgendwas tun muss. Sie kann einfach nicht "nur" irgendwo rumliegen und entspannen, sondern sie streunt permanent durch die Gegend und sucht Beschäftigung. Schicke ich sie 30x auf ihren Platz, steht sie auch ein 31. Mal wieder auf. Spielzeug gibts bei uns in der Wohnung nicht (von einem ollen Jeanstau mal abgesehen, von dem ich dachte, dass sie daran notfalls ihre Energie loswerden kann - allerdings interessiert das Ding sie kein Stück) und so strolcht sie quasi permanent auf der Suche nach irgendwas potentiell Zerstörbarem von Zimmer zu Zimmer. Findet sie nichts, müssen eben Zimmerpflanzen dran glauben oder meine Teppiche oder Tapeten. Beim einem Welpen kann ich da ja ein gewisses Verständnis für aufbringen, aber sie ist nun fast 1,5 Jahre alt und es nervt einfach nur noch tierisch (zumal sie eigentlich mal wusste, dass sie das alles nicht darf). Ich verbringe meine Zeit also damit, ihr hinterherzulaufen und "nein" zu sagen bzw. sie immer und immer wieder auf ihren Platz zu schicken. Leine ich sie dort an, kommt sie zwar nach einigem Geknatsche und Wandankauen bzw. Körbchen zerbuddeln (sie hat schon ihr 9. Körbchen, weil sie eben alles gnadenlos zerstört) zur Ruhe und legt sich zumindest mal hin, aber ich kann sie ja auch nicht permanent anleinen - und will das auch gar nicht! Ist das alles noch im Bereich des Normalen für ihr Alter? Und wenn nicht: habt ihr Ideen oder Tipps, wie ich ihr mehr Ruhe beibringen kann? Sie muss ja nicht zwingend schlafen, aber sie sollte zumindest lernen zu akzeptieren, dass nicht ständig irgendeine Beschäftigung stattfinden muss und sie sich da auch nichts selbst zu suchen hat.


    Vielleicht als Randinformation noch kurz was zur Auslastung: Neben den beiden angesprochenen Runden gehen wir abends noch eine kleine Schnüffelrunde von ca. einer halben Stunde oder gehen joggen (ebenfalls ca. 30min). Zusätzlich clicker ich ein bisschen mit ihr (10min am Tag maximal, sonst dreht sie zu sehr auf). Ansonsten gehen wir 1x wöchentlich zu einem Grundgehorsamskurs und machen seit Kurzem 1x wöchentlich Agility (danach schläft sie dann auch mal etwas länger *g).


    Würde mich sehr über Einschätzungen und Antworten freuen :)

    Ich hadere auch mit der Entscheidung. Mit der ersten Läufigkeit hatten wir keinerlei Probleme und wenn sich da in Zukunft nichts gravierend ändert, würde ich sie am liebsten intakt lassen. Allerdings: meine Hündin bleibt ja nicht alleine und ich bin auf Fremdbetreuung angewiesen. Ist sie läufig, kann sie dort aber nicht hin, da die Familie einen intakten Rüden hat. Auch alle anderen Betreuungsalternativen scheitern an diesem Punkt. Insofern sehe ich mich fast gezwungen, sie eben doch kastrieren zu lassen :sad2: Die nächste Läufigkeit fällt wohl zum Glück in die Semesterferien, so dass diese noch problemlos zu schultern sein wird, aber spätestens, wenns für mich ins Beurfsleben geht, wirds kritisch. Mich ärgert es maßlos, dass ich eine so weitreichende, medizinische Entscheidung von sowas Popeligem abhängig machen muss, aber ich sehe leider kaum eine Alternative momentan.

    Grundsätzlich würde ich nur kastrieren lassen, wenn es medizinisch notwenig ist oder die Hündin in der Zeit auffällig leidet (wie es beim Hund meiner Freundin der Fall war... das war echt nicht schön anzusehen). Den Zeitpunkt wiederum würde ich dann vom Hund abhängig machen. Meiner unsicheren, eher ängstlichen Hündin hat die Läufigkeit sichtlich gut getan und sie ist viel reifer und selbstbewusster geworden. So gesehen bin ich froh, dass ich entgegen der Empfehlung meines ersten TA nicht frühkastriert habe. Die Hündin einer Bekannten wiederum war schon als Welpchen total selbstsicher und gefestigt, ist mit 5 Monaten direkt kastriert worden und hat (sofern man das beurteilen kann) davon auch keinen Schaden im Umgang mit anderen Hunden genommen. Sie ist nach wie vor voll akzeptiert, hat kein auffälliges Babyfell und ist selbstbewusst wie eh und je. Wiederum eine andere Hündin im Bekanntenkreis ist als Frühkastrat der absolute Mobbingkandidat für andere Hunde und wird einfach nicht ernst genommen. Wahrscheinlich "trifft" es jeden Hund anders und man kann einfach nicht voraussagen, wie sich eine Kastration für den einzelnen Hund auswirken wird - einer der Gründe, wieso ich am liebsten darauf verzichten würde, sofern es nicht unbedingt nötig ist ;)

    Zitat

    Ich weiß nicht ganz, was du mit "charakterlich schnarchig" bezeichnest, wollte nur kurz anmerken, dass auch für einen Gesellschaftshund die angedachte Menge Auslauf zu gering ist.
    Warum sollten diese Rassen weniger Auslauf benötigen als andere Hunde, das ist dann schon etwas Klischeedenken (wie z.B. Pudel= Omahund)...


    Da gebe ich dir absolut Recht. Ich wollte nur ausdrücken, dass der Auslauf evtl. für einen Gesellschaftshund ausreicht, der vom Temperament her sowieso schon eher gemütlich veranlagt ist - was nicht heißt, dass automatisch jeder Gesellschaftshund so ausgelegt ist, sondern dass man auch innerhalb dieser Gruppe sehr genau nach einem Hund suchen muss, der mit dem Maß an Bewegung zufrieden wäre ;)

    Ich finde euren angedachten Auslauf ehrlich gesagt etwas wenig, wenn es nicht gerade ein charakterlich etwas schnarchiger Hund aus der Gruppe der Gesellschaftshunde sein soll ;)
    Der Labbi meiner Freundin braucht seine 3 Stunden Spazierengehen täglich (zusammengerechnet, nicht am Stück) inkl. Kopfarbeit unterwegs, sonst wird er dezent unausstehlich. Bei meinem Hund ist es exakt genauso. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass jeder Hund (egal welche Rasse) ca. 2 Stunden raus kommen sollte. Die Zeit sollte man sich für seinen Hund schon nehmen :)

    Thema Schule: bei uns haben die Gymnasiasten mit G8 schon in der 7. und 8. Klasse an manchen Tagen locker bis zur 8. Stunde, ab Klasse 10 gehts dann bis 17h oder 18h. Sollte man immer im Hinterkopf haben ;)

    Deine Eltern sollten sich in jedem Fall vorher gut informieren, was mit einem Welpen auf sie zukommt. Ein Welpe ist bei aller Freude und Euphorie wirklich anstrengend - ich weiß nicht, ob ich nochmal einen nehmen würde :D In den ersten Wochen überwogen Frust und Zweifel ganz klar die Freude.

    Für die Zeit des Alleinebleibens solltest du unbedingt einen (verlässlichen!) Sitter suchen, denn das wird der Welpe nicht so schnell lernen. Wenn du Pech hast, erwischst du einen Hund wie ich, der es überhaupt gar nie lernt - sicher passiert das in den seltensten Fällen, aber man sollte zumindest darauf vorbereitet sein und für diesen Fall einen Plan B in der Hinterhand haben.
    Besser wäre es imo in deiner Situation, einen erwachsenen Hund zu nehmen... evtl. aus dem Tierschutz, der bereits auf einer Pflegestelle lebt, dessen Charakter und Eigenarten bekannt sind und der einfach zu dir und deiner Lebenssituation passt :)

    Ich mache weg, was mein Hund an Straßen und Wegen hinterlässt. Ins Gebüsch krieche ich ihr aber nicht hinterher, das bleibt liegen. Im Wald mache ich normalerweise auch nichts weg, außer in stark frequentierten Stadtwäldern. Bei Wiesen bin ich ehrlich, da lasse ich es meistens liegen (außer hier bei der Wiese direkt vor der Tür, die am Wochenende und bei gutem Wetter vom ganzen Viertel als Liegewiese benutzt wird). Ausnahmslos jeden Haufen wegzuschaufeln, finde ich übertrieben, aber da wo sie stören und viele Menschen sich bewegen, sollte es schon selbstverständlich sein.

    Ich habe auch 2 Schleppleinen. Wenn ich die Leine in der Hand halten will/muss, nehme ich die gummierte Leine, die ist dafür echt super. Soll sie hinterherschleifen, habe ich eine Kunststoffleine. Das tolle an der Kunststoffleine ist, dass sie sich damit noch nie irgendwo verfangen hat (die gleitet super überall durch) und dass sie keinen Regen aufnimmt. Dazu kommt noch, dass sie superschnell wieder sauber ist - einmal mit dem Taschentuch drüber gewischt, fertig :D Allerdings sollte man in diese Leine wirklich nicht spontan reingreifen und aufpassen, dass der Hund damit nicht irgendwem um die Beine fetzt. Gibt böse Verbrennungen. Ich nutze die Leine aber sowieso meistens irgendwo im Wald, wenn wir relativ alleine unterwegs sind. Und dafür ist sie echt klasse :)

    Wegen des Vorstehens: meine Hündin hat anfangs auch jeden Mist angezeigt, das hat sich aber von ganz alleine wieder gelegt irgendwann. Heute steht sie nur noch vor, wenn sie Vögel oder Hasen in realistischer Jagdweite entdeckt (also in sehr naher Entfernung).
    Klar kann man auch versuchen, mit einem "nein" jeden Ansatz des Jagens zu unterbinden, aber ich stelle mir das ziemlich schwierig vor - speziell, wenn das Vorstehen genetisch verankert ist. Bei mir gibts das "nein" nur, wenn sie nach Belohnung des Vorstehens nochmal das gleiche Tier zu fixieren anfängt :D Ich sehe es so, dass ich sie ihrer Veranlagung entsprechend ihre Aufgabe erledigen lasse, aber versuche ihr klar zu machen, dass ihr Part damit dann auch erledigt ist und sie nicht hinterherflitzen darf. Ist aber sicher Geschmackssache, wie man das handhabt :)