Ach wie schön, ein Jagdhundthread. Da können wir uns ja gleich mal einreihen :)
Ich habe eine inzwischen fast 1,5jährige Pointer-Münsterländer-Mixhündin. Sie stammt von den zwei jagdlich geführten Hunden eines Jägers ab und wurde über eine Tierschutzorga vermittelt. Ich habe sie mit ca. 8,5 Wochen bekommen. Jagdtrieb ist definitiv vorhanden und ich muss mir sehr gut überlegen, wann und wo ich die ableine, aber glücklicherweise kann sie zumindest in bestimmten Gebieten recht gut offline laufen. Sie ist ein reiner Sichtjäger, was es in übersichtlichem Gelände recht "ungefährlich" für mich macht, sie abzuleinen. Dazu kommt noch, dass sie eigentlich fast nur auf Vögel und Kleinwild (speziell Hasen) reagiert, vor Rehen und Großwild aber Angst hat und in die entgegengesetzte Richtung flüchtet. Ich hoffe, das bleibt so ![]()
Mehr Probleme als das Jagen macht mir momentan ihr Bewegungsbedürfnis, dem ich nicht so richtig gerecht werden kann. Für sie ist es das Größte zu rennen (in einem Radius, der nicht wirklich großstadttauglich ist) und ich habe wirklich meine liebe Mühe, sie diesbezüglich auszulasten. Wir machen viel Verlorenensuche auf weiten Feldern, was ihr irrsinnig Spaß macht, aber das geht eben auch nicht immer und überall. Schwierig ist auch, dass sie (evtl. auch rassebedingt?) schnell in hohe Erregungslagen gerät und unheimlich lange braucht, um wieder herunterzufahren. Manchmal genügt es, sie 2x ihren Dummy suchen zu lassen, um sie in einen Erregungszustand zu versetzten, in dem sie nicht mehr ansprechbar ist und vor lauter Stress in wilde Rennerei verfällt. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich gelernt habe, den schmalen Grad zwischen Auslastung und Überlastung/Stress zu finden.
Im Großen und Ganzen kann ich aber nicht meckern und habe mich auf ein größeres "Jagdproblem" eingestellt, als ich sie übernommen habe :)