Ich kenne das Anbinden in Verbindung mit einer Aufmerksamkeitsübung. Dabei stellt man sich neben den angebundenen Hund und wartet darauf, dass er einen in einem definierten Zeitraum (z.B. 20 oder 30sek) anguckt. Macht er das, gibt es Lob/Belohnung. Bekommt man im festgelegten Zeitraum keine Aufmerksamkeit vom Hund, sagt man "schade" und entfernt sich kurz. Diese Übung kann man nach und nach in Umgebungen verlegen, in denen der Hund mehr unter Ablenkung steht. Ziel ist, dass er lernt, sich öfters am Halter zu orientieren und ggf. bei "Missachtung" eine Negativkonsequenz befürchten muss. So wurde es mir jedenfalls mal erklärt
Ich habs mit Leni selbst ausprobiert und sie hat sehr schnell verstanden. Da sie ja sowieso Probleme mit dem Verlassenwerden hat, war das für sie die Höchststrafe und es brauchte nur 2-3 Wiederholungen, bis sie das Prinzip durchschaut hatte. Danach reicht es teilweise, "schade" zu sagen, wenn sie abgelenkt war und ich ihre Aufmerksamkeit anders nicht bekommen habe, um sie wieder dazu zu bringen, sich an mir zu orientieren. Ich habs aber nicht weitergeführt, weil ich es bei einem Hund, der sowieso Trennungsangst hat, etwas problematisch und fies fand, über diese Angst zu arbeiten.