Beiträge von Deliara

    Ich hab hier ja auch so einen notorischen Zerstörer und erfolglos alle möglichen Bezüge ausprobiert bei inzwischen 8 Körbchen :roll:

    Was bei uns hilft: die Bezüge mit Jeans übernähen. Jeansstoff hat sie bisher noch nicht kaputt bekommen.
    Ansonsten wie schon gesagt den Hund auf Decken verbannen ;)

    Wünsche dir viel Erfolg :gut:

    Ich kann acidsmile wirklich gut verstehen, weil Leni eben von der Beschreibung her genauso war früher. Ich weiß nicht, ob man sich das vorstellen kann, wenn man einen solchen Hund nicht selbst mal erlebt hat. Bei uns war es so, dass sie sich irgendwann sehr gut auf ihren Platz schicken ließ und auch dort blieb usw. (nachdem sie früher auch gerne 3-4 Stunden permament in der Wohnung hinterhergelaufen ist ohne mal auf die Idee zu kommen, dass das nichts bringt und nur stressig ist), aber sie hat trotzdem permanent gefiept, gejankt und gejammert. Teilweise bis zu 3 Stunden lang und da half auch kein Ignorieren. Sobald man zu sich zu ihr gesetzt hat, sie gestreichelt hat oder sie rangerufen hat, war Ruhe und sie ist sofort völlig erschöpft eingeschlafen. Aber alleine Runterfahren war einfach nicht drin. Auch reichte das kleinste "falsche" Signal, um sie aus dem Tiefschlaf wieder auf 180 zu bringen. Ein zu laut abgesetztes Glas, ein zu lautes Lachen beim Telefonieren, ein Fingerschnipsen und sie war wieder komplett drüber. Ich mag nicht bestreiten, dass ich in der Welpenzeit auch Fehler gemacht habe, die das ganze Problem noch eskalieren lassen haben (ich war z.B. froh, wenn sie mal ruhig war und geschlafen hat, und habe dann auch zugelassen, dass sie immer jedezeit Körperkontakt suchen durfte), aber als es darum ging, sie aus diesem Zustand wieder rauszuholen, fand ich das Entspannungstraining schon sehr hilfreich.
    Heute hat sie gelernt, sich alleine hinzulegen, jankt so gut wie nicht mehr rum und buhlt nicht mehr andauernd um Aufmerksamkeit. Meiner Meinung nach ist das die Voraussetzung, bevor man überhaupt ans Alleinebleiben denken kann. Wenn der Hund schon nicht mit Ignoranz in Anwesenheit des Halters klarkommt, ist es ja kein Wunder, dass er alleine komplett abdreht. Wie gesagt, unsere Alleinbleibfortschritte sind bisher auch nicht sehr groß, aber immerhin macht sie welche. Und das klappt erst, seit es auch mit der Entspannung im normalen Alltag klappt :)

    Wir hatten so etwas letztes Jahr kurz nach Weihnachten einmal. Leni, meine Mutter und ich sind durch den verschneiten Wald gestapft, es war diesig, ziemlich dunkel-dämmrig und außer uns war offensichtlich niemand dort unterwegs (den Fußspuren nach zu urteilen). Plötzlich blieb Leni stehen und wollte nicht weiterlaufen. Wir sind dann einfach weitergegangen und sie fing an zu knurren, zu janken und lief aufgeregt von einer Wegseite zur anderen. Irgendwann begann sie dann laut zu bellen und meine Mutter und ich hatten beide das Gefühl, dass sie uns sagen will "Stop, geht auf keinen Fall weiter, gefährlich!"
    Wir sind dann auch tatsächlich umgedreht, nachdem wir an Wildschweine gedacht haben (da an dieser Stelle Futterstellen für Wildtiere eingerichtet sind) :D

    Nach 200-300m war wieder alles gut und sie hat sich wieder entspannt :???:

    Genau das gleiche ist mir mit meiner Hündin auch passiert. Sie wurde von einem (bestimmt 50m entfernten) Hund angebellt und ist Hals über Kopf nach Hause gelaufen über mehrere stark befahrene Straßen.
    Meine Konsequenz daraus war: Schleppleine dran und dem Hund vorerst nur noch gesicherten Freilauf lassen, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Ich denke, dass ein so junger Hund erst einmal lernen muss, dass er in für ihn bedrohlichen Situationen Schutz bei seinem Halter findet... bis dieses Vertrauen ausgereift ist, braucht es aber eben ein bisschen Zeit und bis dahin blieb bei uns die Leine dran.

    Parallel dazu habe ich versucht ihr zu zeigen, dass bellende Hunde nichts wirklich Schlimmes sind. Wir haben hier um die Ecke das Tierheim, wo immer permanent lautes Gebell herrscht, und direkt dahinter ist praktischerweise eine Hundewiese. Ich bin dann oft mit ihr dort hingegangen, hab sie mit Leckerchen vollgestopft, kurz mit ihr gespielt und bin dann nach 2min wieder gegangen. Irgendwann hat das Bellen sie dann nicht mehr gestört/verängstigt und sie war auch bei Hunden, die sie draußen im Vorbeigehen oder im Freilauf angebellt haben, ziemlich entspannt.

    Ich fand Hunde mit Mänteln immer furchtbar und für mich war klar, dass mein Hund niemals Kleidung bekommen würde. Dann kam Leni - 8 Wochen alt, keine Unterwolle, etwas zu mager. Draußen lag Schnee und Frauchen war der Meinung "Mantel - no way, da muss sie durch, sie soll sich halt bewegen". Sah das Angsthündchen aber anders und stand nur elendig zitternd und wie festgefroren bis zum nackten Bäuchlein im Schnee. Ganz ehrlich, ich weiß nicht, was mich damals geritten hat :ops: Ich kann froh sein, dass sie bei der Aktion nicht krank geworden ist. Im letzten Winter habe ich ihr einen Mantel gekauft und der tut ihr bei Kälte auch wiklich gut. Sie zittert damit zwar immer noch, aber deutlich weniger. Zum Einsatz kommt der Mantel allerdings nur, wenn sie an der kurzen Leine laufen muss oder wenn wir draußen irgendwo warten müssen (Bahnsteig oder so). Im Freilauf soll sie selbst zusehen, dass sie warm wird/ist ;) Mir ist es ehrlich gesagt immer noch peinlich, mit einem angezogenen Hund rumzulaufen, aber bei Hunden ohne Unterwolle, die wie Espenlaub zittern im Winter, halte ich Mäntel inzwischen für durchaus sinnvoll und angebracht. Genauso bei Hunden, die wenig Bodenfreiheit haben.

    Bei einem Langhaarhund finde ich persönlich Mäntel aber übertrieben - zumindst, wenn der Hund nicht den Eindruck macht, als ob er Probleme mit der Kälte hätte. Als Accessoir geht Hundekleidung mal so gar nicht!


    (Bei uns im Haus ist eine Dame mit Chi eingezogen. Der Kleine kam mir bei der Hitze vorgestern tatsächlich mit glitzerbesticktem Mantel mit Pelzkragen entgegen :hilfe: )

    Oh je, das klingt aber wirklich nach Härtefall.

    Wenn die Runde um den Block sie schon überfordert, würde ich persönlich wohl nur bis zur Wiese gehen und mich dann einfach dort ruhig hinsetzen, sie schnuppern und gucken lassen, ab und an mal ein Leckerchen reinschieben und so lange warten, bis sie ihr Geschäft erledigt hat. Erst wenn die Geschäftchen dort sicher funktionieren und sie (auch tagsüber) keine Stressymptome mehr in dieser "vertrauten" Umgebung zeigt, würde ich mich wohl langsam an winzigst kleine Gassirunden herantasten.

    Sorry, ich meinte jetzt eher die U-Bahn, mit der wir öfters unterwegs sind. Die sind so unglaublich eng, da passt nichtmals ne größere Tasche unter den Sitz. Und das Problem ist eben, dass Leni sich nicht hinlegt in solchen Situationen (bzw. genau genommen legt sie sich nie irgendwo auf "nackten" Boden, aber speziell wenn sich Menschen bewegen usw. hat sie da erst recht nicht die Ruhe für).
    Naja, zum Glück sind wir eigentlich nur im Winter auf die Bahn angewiesen, ansonsten sind wir Autofahrer. Ich sollte mir dringendst Winterreifen anschaffen :roll:

    Leni ist beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch sehr ängstlich, ich nehme sie aber einfach mit rein und da gibts auch keine Diskussion und kein Locken. Inzwischen macht sie das auch ganz gut mit.

    Unser Problem nur: sie legt sich nicht hin und steht/sitzt ständig irgendwo im Weg :roll: Wenn die Bahn halbwegs leer ist, suche ich mir einen Viererplatz und bugsiere sie da hinein, aber sobald sich jemand dazu setzt, wirds schon stressig. Bei zwei sich gegenübersitzenden Menschen passt einfach kein Hund dazwischen, dafür ist der Platz zu eng bemessen. Steht sie im Gang, ist der halbe Gang belegt. Sitz sie (immerhin halbwegs platzsparend), latschen die Leute ihr auf den Schwanz. Ich weiß einfach nie, wo ich sie so unterbringen kann, dass sie nicht stört und niemandem im Weg steht.