Beiträge von Deliara

    So, ich habe heute meine erste Stunde gehabt :)
    Neben den drei schon angesprochenenden Problemen (Leinenführigkeit, Abbruchsignal und Durchsetzen) haben wir auch über unser eigentliches Nr. 1 Problem, das Alleinebleiben, gesprochen. Positiv ist zu bemerken, dass ich noch nie einen Trainer hatte, der sich derat ausführlich über unseren Alltag, unsere bisherigen Trainingsmethoden und Lenis Vorgeschichte informiert hat. Dann gab es zwei kleine Übungen, wo bei herauskam, dass - oh Wunder :D - unser "nein" nicht wirklich gut sitzt und ihre Frusttoleranz auch nicht sonderlich hoch ist. Das "nein" wurde dann geübt, indem die Trainerin meiner Hündin ein Leckerchen hingehalten hat und ich leicht ihren Kopf wegschieben sollte, wenn sie es trotz meines Verbotes nehmen wollte. Das reichte bereits aus, um sie zu mehr Zurückhaltung anzuhalten. Unsere Aufgabe besteht nun darin, das "nein" zu üben und sie außerdem verstärkt Frustsituationen auszusetzen. Das hatte ich in der Vergangenheit in der Wohnung bereits öfters gemacht, draußen aber eher selten und grundsätzlich haben wir es damit wohl auch zu lange schleifen lassen in den letzten Monaten. Zusätzlich soll ich unsere Routinen in der nächsten Woche etwas über den Haufen werfen, unberechenbarer sein in meinen Gewohnheiten und sie gehörig verwirren. Also im Wesentlichen das, was auch andere hier im Thread schon berichtet haben :) Nächste Woche geht es dann mit der Leinenführigkeit los.

    Ich muss sagen, dass ich wirklich ein sehr gutes Bauchgefühl habe mit der Trainerin, ihre Erklärungen logisch und einleuchtend fand und auch nicht den Eindruck hatte, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird - ganz im Gegenteil, ich fand eher, dass sehr genau auf den Hund und seinen Charakter geschaut wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es weiter geht und kann nach der ersten Stunde absolut nichts Negatives berichten :)

    Bei uns ist das genauso :D

    Ich habs tatsächlich so gemacht, dass ich wieder neue Sachen an den alten Stellen deponiert habe. Und seitdem gibts unbeaufsichtigt keine Knabbersachen mehr, weil diese Verbuddelei eben nicht nur ein kurzes unters-Kissen-schieben ist, sondern sie reißt mit Vorliebe Bezüge auf und versteckt ihre Sachen darin. Ich weiß auch nicht so recht, wie ich ihr das austreiben kann.. wenn sie nichts vergraben darf, hat sie so einen Stress, dass sie mir das Keuzeugs irgendwann unter die Hand schiebt ("Mama, nimm's und gut pass auf" :D ).

    Leni hat eine Regenjacke, da sie keine Unterwolle hat und bei Regen schnell friert. Die bekommt sie allerdings nur an, wenn es zusätzlich zum Regen noch kalt ist und sie sich nicht warmlaufen kann (also an der Leine quasi), ansonsten bin ich der Meinung, dass sie da durch muss und es auch prima ohne Mantel geht.

    Ausnahme: wenn wir bei meiner Mutter zu Besuch sind, da man dort Probleme mit dem Geruch nach nassem Hund hat :roll:


    Wenn dein Hund keine Probleme mit Regen hat, würde ich keine Regenjacke kaufen :)

    Tür schließen bringt nichts, die öffnet sie (selbst mit hochgestellter Klinke), wenn sie da rein will :roll: Ich hab dann ein halbes Jahr mit Kindergitter in der Küchentür gelebt, aber irgendwie ist es auch nicht das Wahre, ständig über Hindernisse zu klettern. Kaum war das Gitter wieder weg, ist sie wieder fröhlich reinmarschiert, also nix Gewöhnungseffekt ;) Eigentlich will ich auch nichts verbarrikadieren, sondern sie soll "einfach" Tabuzonen akzeptieren.

    LasPatitas
    Hast ja Recht eigentlich ;) Eigentlich wollte ich ihr das Bett auch dauerhaft verbieten, bloß zieht sie sich zum Schlafen immer ins Schlafzimmer zurück und ich bekomme einfach nicht richtig mit, was sie dort treibt. Ich kann ja auch nicht den ganzen Tag dem Hund hinterher laufen. Zur Abschreckung hab ich mal Mülltüten auf dem Bett verteilt, um es ihr auf der Folie möglichst unbequem zu machen. Das Ergebnis sah so aus:

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    Danach hab ich aufgegeben und beschlossen, dass die Tagesdecke okay ist :D

    Zitat

    Wenn ein Hund in einen Raum nicht darf, sorge ich dafür das er diesen nicht betritt, in dem ich ihn vorher stoppe und wenn er doch reinkommt - dann habe ich einen Fehler gemacht - und das Raus ignoriert, wird der Hund rausgeleitet und fertig.


    Genau exakt so habe ich es mit der Küche gehalten. Das brachte gleich mal gar nix - außer, dass sie nun grundsätzlich zwar weiß, dass sie nicht rein darf, und in 8 von 10 Fällen auch draußen bleibt, aber trotzdem munter reinmarschiert, wenn ihr die Laune danach steht. -Es passiert ja nichts, außer dass ich sie wieder rausgeleite, und das wiederum juckt sie kein Stück ;)

    LasPatitas

    "Wenn sie alleine ist" gibts bei uns nicht, das kann sie noch nicht :rolleyes: Auch so ein Grund, wieso ich denke, dass mal jemand auf unseren Umgang schauen sollte.. vielleicht ist unser Alleinbleibproblem ja ein Symptom der Gesamtsituation?
    Bei der Bettgeschichte ist es so, dass sie tagsüber schon drauf darf, wenn die Tagesdecke draufliegt. Aber sobald ich rein will und die Decke runternehme, hat sie da nichts mehr drin/drauf zu suchen. Das hat sie auch gut verstanden, sie geht freiwillig ins Körbchen, wenn ich abends aus dem Bad komme und lässt sich auch jederzeit runterschicken. Nur sobald ich in die Tiefschlafphase drifte, legt sie los :D Bin ich noch halbwegs wach und höre sie tapsen, sage ich "nein, geh ins Körbchen" und dann dreht sie auch meistens wieder ab. Verpasse ich diesen Punkt allerdings, muss ich schieben - sobald die Vorderpfötchen einmal oben sind, sieht sie gar nicht ein, auf Kommando wieder abzudrehen. Aber diese Kleinigkeiten sind ja auch gar nicht mein Hauptproblem, es geht eher um das Verhalten in der Öffentlichkeit und dass sie da noch viel weniger reagiert.

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    Zu dem anderen Sachen: du musst variabel Verstärken, mal kommt Futter, mal nicht.


    Ja das ist schon klar, jedes Mal gibt es sowieso nichts.

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    Wenn du sicher bist, dass der Hund verstanden hat was du möchtest (bloß weil er es im Hinterhof in reizarmer Umgebung macht, heißt es ja nicht, dass sie es an einem Fahrstuhl wo Leute rumlaufen von der Konzentration kann), dann kannst du mit neg. Bestrafung arbeiten, indem sie nicht das bekommt, was sie möchte, wenn sie etwas nicht macht.


    Wenn sie Kommandos nicht ausführt, bekommt sie natürlich sowieso nichts. Das ist ihr aber dann auch herzlich egal irgendwie und bringt uns nicht weiter.
    Und ich verlange sowas auch nicht im proppevollen Einkaufscenter, sondern ganz simpel bei uns im Haus im Aufzug. Den kennt sie von kleinauf und der ist nicht gerade reizvoll ;) Auch ohne zusteigende Nachbarn setzt sie sich nicht hin.

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    Wenn sie kein Problem mit Knabbersachen hat, dann würde ich ihr bei Wartezeiten (Restaurant) einen Kauknochen geben.


    Das geht leider nicht, das versetzt sie in Stress. Sie meint immer, dass Kauzeugs in erster Linie zum Verbuddeln und Vorräteanlegen da ist... hat sie zum Vergraben keine Gelegenheit, wird sie ganz hektisch und legt mir das Kauzeugs dann meistens irgendwann in die Hand.

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    Ich bin dazu übergegangen nicht nur mit Futter zu belohnen, auch wenn ich das sehr viel mache. Ich schaue einfach mal, was möchte mein Hund in dem Moment und was ist sein Bedürfnis. Damit kann ich noch variabler belohnen und kann eben auch mal an richtiger Stelle eine Kuscheleinheit einschieben und mal ein Spiel oder auch nur ein Spielzeug geben.


    Ja, das tue ich auch. Es ist nicht so, dass hier alles nur über Futter geht, das kam wohl falsch rüber.

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    Die Frage ist doch auch, ob dein Hund dich generell ernst nimmt, wenn er deine Ansagen schon nicht ernst nimmt.


    Allerdings, genau darum gehts wohl 8)


    Ich werde nach dem Termin am Donnerstag mal berichten, bin jedenfalls sehr gespannt :)

    Ich kann es auch nicht nachvollziehen. Psychische Probleme sind meiner Meinerung nach auch keine Entschuldigung für alles.. wer ein Lebewesen aufnimmt, übernimmt Verantwortung. Und egal unter welchen Umständen, ich habe einfach kein Verständnis dafür, wenn das so entartet :???:

    Hm, also als Lenis erste Hitze schon 1-2 Wochen vorbei war, sind wir auch nochmal 2x sehr aufdringlichen Rüden begegnet, die sie permanent besteigen wollten (sie kann sich da recht gut alleine helfen) und die danach etwas durch den Wind waren. Da habe ich es allerdings so gesehen: ich hatte sie gerade 3 Wochen komplett an der Leine und war heilfroh, dass sie endlich wieder Freilauf haben konnte und zu Hause entsprechend weniger knatschig war. Ich denke, dass sie da ebenfalls noch "ein bisschen gut roch", aber da eh nichts mehr passieren konnte, habe ich wenig Grund gesehen, sie extra anzuleinen wegen der Rüden.
    Allerdings habe ich vor dem Hundekontakt darauf hingewiesen, dass sie gerade läufig war, so dass die Besitzer auch hätten reagieren können, wenn sie einen liebeskranken Hund befürchtet hätten.

    edit: sorry, gerade erst gemerkt, dass das Thema schon 2 Tage still liegt :ops: